Interview mit Tabea wassmuth


Nachgefragt bei Tabea Waßmuth
Karlsruherin in der Bundesliga

pfoschdeschuss :

Hallo Tabea, Du bist vor einiger Zeit zum Frauen BuLiga Team der TSG Hoffenheim  gewechselt. Wie schwer fiel Dir der Wechsel?

Tabea Waßmuth :

Hallo, es war natürlich immer mein Ziel einmal im Kader der 1.Mannschaft zu stehen, deshalb war vor allem die Vorfreude sehr groß. Natürlich war aber auch ein bisschen Wehmut dabei; die Saison 2015/16 mit der 2.Mannschaft war wirklich genial und wurde mit der Meisterschaft in der 2. Bundesliga gekrönt.

pfoschdeschuss :

Du kommst aus dem Kader einer 2.Bundesliga Süd (2.Mannschaft) Mannschaft, wie stark ist die Belastung noch erfolgreicher zu sein?

Tabea Waßmuth :

Vor allem das Tempo ist noch einmal viel höher man muss jedes Training voll konzentriert sein und 100 Prozent geben. Da ich schon vorher bei der 1.Mannschaft mittrainiert habe wusste ich aber was mich erwartet. .

pfoschdeschuss :

Wie realistisch ist es für Dich, sich in die 1.Mannschaft der TSG als Stammspielerin zu etablieren und der Wunsch mal in der Frauen Nationalmannschaft zu spielen?

Tabea Waßmuth :

Ich werde natürlich mein Bestes dafür geben und mich voll reinhängen um Stammspielerin zu werden. Über die Nationalmannschaft denke ich im Moment noch nicht nach.

pfoschdeschuss :

Du bist noch eine junge Frau mit gerade 20 Jahren, wie lauten Deine persönlichen sportlichen Ziele in den nächsten Jahren?

Tabea Waßmuth :

Meine persönlichen Ziele betreffen vor allem mein Studium, das ich erfolgreich abschließen möchte. Sportlich möchte ich natürlich verletzungsfrei bleiben und mich, wie oben angesprochen gerne als Stammspielerin etablieren
.

pfoschdeschuss :

Wie siehst Du allgemein die Zukunft des Frauen Vereinsfußballs?

Tabea Waßmuth :

Ich denke die Dichte zwischen den Vereinen wird immer enger. Es ist nicht mehr so, dass nur ein bis zwei Vereine die Liga dominieren, sondern es mischen mehrere Vereine mit. Ich hoffe natürlich, dass es so bleibt und sich nochmal verstärkt damit der Frauenfußball noch spannender wird.

pfoschdeschuss :

Kannst du dich noch an dein erstes Training im Verein erinnern? Wem eiferte die junge Tabea damals nach?

Tabea Waßmuth :

Nicht wirklich, das ist doch schon sehr lange her. Ich habe mit fünf Jahren beim Karlsruher SV angefangen, da war der legendäre Rudi Fischer mein erster Trainer (früherer Torhüter beim KSC). Bei ihm habe ich die Freude am Fußball gefunden. Miroslav Klose fand ich immer toll.

pfoschdeschuss :

Wie bist Du zum Fußball gekommen? Kannst Du dich noch an deine erste Trainingseinheit im Verein erinnern?

Tabea Waßmuth :

Mein Nachbar ist damals zum KSV-Training gegangen und dann habe ich ihn dorthin begleitet und bin auch dabei geblieben. Bis zur C-Jugend habe ich dann beim KSV mit den Jungs gespielt

pfoschdeschuss :

Nun spielst du schon eine Weile im Frauen Fußball. Was würdest du gerne in den Strukturen des Frauen Fußballsports ändern; was ärgert die Fußballerin?

Tabea Waßmuth :

Ich würde mich natürlich über mehr Zuschauer freuen, doch insgesamt finde ich nimmt die Entwicklung schon einen positiven Verlauf. Ich denke beim Frauenfußball ist alles noch ein bisschen normaler als bei den Männern. Dort nimmt der Fußball schon sehr skurrile Züge an.

pfoschdeschuss :

Was kann »Mann« besser als »Frau«. Was kann »Frau« besser als »Mann«?

Tabea Waßmuth :

Man sollte Frauenfußball nicht mit der Championsleague der Männer vergleichen. Männer sind natürlich athletischer und dynamischer. Bei uns geht es nicht um das große Geld und ich denke die Freude am Spiel ist dadurch noch mehr zu sehen. Technisch denke ich gibt es keine so großen Unterschiede

pfoschdeschuss :

Was würdest Du als deinen bisher größten Erfolg sehen; welchen Tag würdest du gerne aus deinem Gedankengut streichen?

Tabea Waßmuth :

Ich denke mein größter Erfolg war der Gewinn der Deutschen Meisterschaft mit den U17 Juniorinnen. Natürlich gab es auch schmerzliche Niederlagen wie kurz vor Weihnachten im Pokal in Bremen in der Nachspielzeit. Aber man muss aus Niederlagen lernen.

pfoschdeschuss :

Welche Deiner bisherigen Mitspielerinnen würdest Du als die Schlitzohrigsten und als die Unterhaltsamsten bezeichnen?

Tabea Waßmuth :

Ich glaube da kann man gar keine besonders hervorheben, jede trägt seinen Teil dazu bei, selbst welche von denen man es gar nicht erwarten würde.

pfoschdeschuss :

Auf welche Sendung kannst du im Fernsehen nicht verzichten und welchen Kinofilm hast du zuletzt gesehen? Welche Sendung kann man getrost aus dem Fernsehheft eliminieren?


Tabea Waßmuth :

Ich schaue sehr gerne den Bergdoktor und tausche mich dann gerne mit Maxi Rall im Training darüber aus

pfoschdeschuss :

Über was ärgerst du dich - wer oder was bringt dich zum Lachen

Tabea Waßmuth :

Ärgern tuen mich Streit und Krieg. Zum Lachen bringen mich meine Freunde und die Familie


pfoschdeschuss :

Welche Fähigkeiten würdest du gerne besitzen

Tabea Waßmuth :

Klavier spielen zu können

pfoschdeschuss :

Welche Nachricht hat dich zuletzt schockiert?

Tabea Waßmuth :

Die Wahl in Amerika

pfoschdeschuss :

Bei wem ist noch ein »Danke« fällig; bei wem noch ein »Sorry«?

Tabea Waßmuth :

Ein Danke natürlich für alle die mich bisher unterstützt haben beziehungsweise unterstützen, ein besonders großes Dank natürlich an meine Familie und Freunde die immer für mich da sind und großes Verständnis zeigen. Aber natürlich auch Danke an meine bisherigen Trainer, zu denen auch meine Mutter gehört.
Sorry an Familie und Freunde wenn ich doch mal wieder wegen einem Spiel oder Training ein Treffen absagen muss.


pfoschdeschuss :

Welche Erfindung ist deiner Meinung nach die wichtigste? Was braucht die Welt nicht?

Tabea Waßmuth :

Die Weiterentwicklungen wie zum Beispiel in der Medizin sind beeindruckend, die vielen fürchterlichen Sachen die man täglich in der Zeitung liest braucht die Welt nicht.

 
pfoschdeschuss :

Wenn es nicht der Fußball wäre – in welcher Sportart hättest du ebenfalls bestehen können?

Tabea Waßmuth :

Ich glaube in der Leichtathletik wäre auch etwas drin gewesen. Ich hätte auch gerne Skispringen gemacht, aber das ist in Karlsruhe etwas schwierig

pfoschdeschuss :

Drei Wünsche zum Abschluss?

Tabea Waßmuth :

Gesundheit, Spaß, Erfolg


pfoschdeschuss - 08.03.2017