Nachgefragt


Nachgefragt bei Stefan Ronecker (49)
Seit dem Jahreswechsel ist Stefan Ronecker der neue Mann auf der Mutschelbacher Kommandobrücke

pfoschdeschuss :

Servus Stefan. Die ersten Monate deiner Trainertätigkeiten sind vorbei. Wie lautet dein Fazit über die Mannschaft und das Umfeld beim ATSV Mutschelbach??

Stefan Ronecker :

- ATSV Topverein
- Bestbesetzung in puncto Vorstandschaft und Aufsichtsrat
- Komplette Ortschaft ist Mitglied im Verein und pflegt eine sehr große Tradition
- Spieler sind sehr aufmerksam und lernbereit
- TW-Trainer, Athletiktrainer sowie Betreuer und Scouting bis hin zur sportliche Leitung ist überragend


pfoschdeschuss :

Wir hörten immer wieder Stimmen aus Karlsbad, dass sich der ATSV in der Landesliga pudelwohl fühlt. Ist dennoch der Aufstieg in die Verbandsliga das Ziel?

Stefan Ronecker :

Ich stehe hier in der Verantwortung und möchte immer gewinnen, das wollen meine Spieler auch, was dann dabei heraus kommt werden wir sehen und abwarten können. Ich habe nicht das Gefühl, das mich einer vom Verein unter Druck setzt, um aufsteigen zu müssen. Wünsche darf mein äußern, aber zu Weihnachten gibt es auch nicht immer alles was man sich wünscht.

pfoschdeschuss :

Nun ist es so, dass ihr einen Stallvoll Verletzte verkraften müsst. Ist das »nur« Pech oder spüren die Mutschelbacher aufgrund ihrer Qualität besondere Aufmerksam in den Saisonspielen?

Stefan Ronecker :

Zwölf Knieverletzte seid 2012 ist leider ein trauriger Rekord. Acht in den letzten zwei Spielzeiten, sieben davon im Zweikampf was sehr untypisch ist, für solche Verletzungen.
Manuel Balzer hat sich so schwer verletzt, das ich das Knie einrenken musste, weil er nicht mehr aufgehört hätte zu schreien. Der Spieler hat sich entschuldigt, also ist es im Zweikampf passiert. Ich unterstelle niemand eine Absicht. Aber was dabei der Gästetrainer an der Seitenlinie abzieht (in seiner Vorbildfunktion) ist mehr als bedenklich. Ich glaube an die Schiedsrichter, die einen guten Job machen, die werden diese Situationen richtig beurteilen.

pfoschdeschuss :

Was muss passieren, dass der ATSV in den kommenden Wochen am FC Espanol vorbeizieht? Die »Spanier« spielen eine verdammt starke Runde und die Relegation ist eine undankbare Geschichte?

Stefan Ronecker :

Die Spanier sollen aufsteigen in die Oberliga, denn da braucht man ein eigenes Stadion und Jugendmannschaften. Profis zu verpflichten kosten weniger, wie eine eigene Anlage und Jugendbetreuung. Sollte dass ihr Weg sein, dann sollte man das akzeptieren. Wir haben einen anderen Gedanken. Mit der Relagation befasse ich mich erst, wenn wir sie spielen müssen.
 

pfoschdeschuss :

Die Planungen für die kommende Saison laufen und wir gehen mal davon aus - mit dem Trainer Ronecker. Ist dein Verbleib am »Fröschlesberg« von der Ligazugehörigkeit der Mutschelbacher abhängig?

Stefan Ronecker :

Ich habe in der Weihnachtsfeier von einer gemeinsamen Reise gesprochen und die fängt gerade erst an. Ich fühle mich so wohl beim ATSV wie zuletzt bei meiner Spvgg Oberhausen und diese Reise ging 9 Jahre ): Wie sagt unser Kaiser: »Schau mer mal«

pfoschdeschuss :

Dein Wunsch für 2017 …

Stefan Ronecker :

Mein Wunsch ist, dass meine verletzten Spieler wieder vollständig gesund werden und niemand mehr dazu kommt.

pfoschdeschuss - 15.03.2017