Mein Wochenende
Was machte der Frosch am Mühlenweg?

Ein arbeitsreicher Samstag verhinderte eine Tour zum Grün am grauen Samstag. Stattdessen lauschte ich beim Pils der Bundesliga um am Abend eine desaströse BVB-Packung bei den Bayern zu erleben. Die Favre-Jungs spielten wie Durchfallpatienten und verloren 0:4. Am Sonntag machte ich mich dann auf um meine alten Kollegen des SV Schwarz-Weiß Mühlburg gegen den Tabellenzweiten aus Graben zu bewundern. In der Startformation die Mittevierziger, Müller und Piccaretta, die samt ihrer Kollegen die Halbzeit mit einem 1:7-Rückstand in der Kabine verbrachten. »Genug gesehen« und ich veränderte meinen Standort vom mobilen Mühlburg-Museum zu den jungen Hohenwettersbacher, die den beliebten KSC II zu Gast hatten. Beliebt, weil die Wildpark-Reserve stets Zuschauer bringt und Punkte lässt. Achtzig zahlende Fans und ein deutliches 3:0 für die Hausmannschaft konnte analysiert werden.

Da kommt in der B3 der unangefochtene Spitzenreiter aus Leopoldshafen (II) zum amtierenden Vizemeister, SG Stupferich II. Die »Schröcker« waren seit fünfzehn Spielen unbesiegt (9:6:0, 61:23 Tore). Eine knappe und spannende Geschichte wurde erwartet. Doch am Ende gewann die heimische SG II sage und schreibe 7:0 gegen den Spitzenreiter. Knapp erwartete man auch das Aufeinandertreffen der beiden Spitzenteams der B2. Der TSV Palmbach gastierte am Unteren Legel in Mörsch. Referee, Bernd Brückle, entschied auf Elfmeter für die Minimalisten aus Rheinstetten und Penalty-Mönsters überwand den Wahl-Mörscher im Palmbacher Tor, Kastner, zum Goldenen. Der TV feiert erneut einen Big-Point - so werden Meister gekürt!

»Allahopp«, hieß es am Spechtwald … (B2). Der TSV Reichenbach II war zu Gast und die Prognosen entwarfen ein Unentschieden. Fast … denn die »Eber« hatten einen Hopp und einen Hoppe die jeweils ins Reichenbacher Tor trafen (2:1). Unweit entfernt betrieben die Ittersbacher abermals »Amok-Fußball«, der sie in der letzten Saison über die Grenzen Karlsruhes hinaus bekannt machte. Viele im Sturm, keiner in der Abwehr … Im Spiel gegen Rüppurr fielen 12 Treffer und solange der »Kuckuck« mehr erzielt als er zulässt, stehen Siege zu Buche. In diesem Fall konnten die Guhr-Jungs 7:5 gewinnen.

Der FC 1921 feierte in der B1 einen 3:0-Sieg gegen den Bulacher SC, die zuletzt stark auftraten. Das Kuriosum - die drei Treffer fielen binnen fünf Minuten nach dem Seitenwechsel und für alle drei Buden fühlte sich Ciro Mazzola verantwortlich. Ob sein Gegenspieler bis zur aktuellen Stunde wieder aufgetaucht ist, bleibt offen.

Ein Wiedersehen der besonderen Art feierten die Kleinsteinbacher mit ihrem ehemaligen Trainer und Kleinsteinbacher Bub, Fabian Wenz. Der Pädagoge präsentierte seinen alten Schülern zwei kostenlose Schulstunden in Sachen, Torerfolg und Tempofußball. KIT stand am Ende des Spiels als 7:1-Sieger am Campus da.

Für den Kreisliga-Letzten ging ein Märchen in Erfüllung und wir sind nicht im Bild wann und wo Trainer Kirchenbauer beziehungsweise Blank den Frosch fand, den er küssen musste. Aber es muss in der Schlussphase des Spiels gewesen sein … Wieder einmal lagen die Karlsbader im Heimspiel gegen Leopoldshafen zurück und die siebte Niederlage in Serie stand so gut wie fest. Doch dann verzeichnete man das Unfassbare und die rote Laterne der Kreisliga erzielte in den letzten neun Minuten drei Treffer zum 5:3-Erfolg. Der Frosch zog weiter und nahm nicht an der zünftigen Kabinen-Feier teil.

In der Landesliga kam’s zu einer Begegnung des SV Büchenbronn gegen den 1.FC Ispringen. Der Gast kam mit sechs Auswärtsniederlagen in Serie und 1:17 Treffern. Zehnte Spielminute und wir registrierten den ersten Auswärtstreffer nach 513 Minuten. Was dann geschah … Der Gast gewann a’la Leipzig 8:0 beim Klapuh-Club und sollte seine Fern-Phobie letztendlich überwunden haben. 

Allahopp, das war’s mal wieder mit meinem Wochenendbericht … bis nächste Woche.

pfoschdeschuss - 12.11.2019