Mein Wochenende
»Quo vadis Benehmen?«

Zickzackkurs beim Verband … Die Wertung des Spiels (A1) Grünwinkel gegen Knielingen (0:3) wurde wieder zurückgenommen und zum eigentlichen Grünwinkel-Sieg revidiert. Die spanische Zweite (B2) setzte beim Spiel in Rappenwörth (GSK II) einen Spieler unter falschen Namen ein. Folgerichtig wurde der 3:0-Sieg in eine 0:3-Niederlage umgewandelt. Doch plötzlich stand wieder ein 3:0 für die »Spanier« drin und man fragte sich - was ist passiert? Hat der unbekannte Spieler den Namen des Eingetragenen angenommen? Muss man nicht verstehen … aber man gewöhnt sich dran, wenn man dem hiesigen Fußball mit seinen Entscheidungen seit Jahren verfolgt.

»Oktoberfest im Oberwald!« Zumindest fand man bajuwarische Verhältnisse vor, denn fast zeitgleich trennte sich Aue sowie der FC Bayern München von ihren Trainern. Die Interimslösungen heißen Kies und Flick … Das war es dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten - die lila Spielvereinigung muss nun schauen, dass sie wieder eine Vereinigung werden und den Klassenerhalt schaffen. Das wird schwer genug, selbst wenn die »Rahmdieb« den Kovac an den Erlachseeweg lotsen.

»Müssen wir uns um den regionalen Fußball Sorgen machen?« Gerade kamen Meldungen von Übergriffe auf Referees rein … Wir müssen aber gar nicht nach Bayern und Hessen schauen denn unmittelbar vor unserer Haustüre passieren nicht minder schlimme Übergriffe auf Schiedsrichter. Das muss aufhören und hier ist der Verband gefragt. Emotionen dürfen und sollen auf Sportplätzen vorhanden sein - was darüber hinaus geht muss geahndet werden; in hohem Maße. Ein Gewalttäter im Trikot hat in einem vom DFB eingetragenen Fußballverein »nie« mehr was verloren. Punkt! Basta! Da ist es mit einer Geldstrafe und einer zeitlich begrenzten Maßregelung nicht getan. Diese Herren zerstören unser liebstes Kind.

Mein Fußballwochenende begann und hörte in Rüppurr auf. Zuerst fand man mich bei der SG Rüppurr II, die das kroatische Ensemble zu Gast hatte. Ich muss sagen … mein Freund, Stefan Theilmann, hatte das Treiben im Griff und wir fanden ein wirklich faires Spiel vor, dass die Gäste mit ihren erstem Saisonsieg feierten (2:3). Anschließend war ich Zeuge einer schlechten ersten Halbzeit am Dammerstock; der eine gute zweite folgte (FC Südstern vs Bruchhausen). Im Reich der Halbliterflaschen konnten die Alemannen keine Akzente setzen und der Underdog aus »Rieberg« kam verdient zum Punkt. Viel zu spät wachten die Hornberger-Buben auf …

Viel zu früh fielen die Treffer auf dem benachbarten Sportplatz der DJK Rüppurr, wo der KFV II Mörsch II 2:1 (C2) bezwang. Nach 18 Minuten hatte der Zuschauer alles gesehen, was man so sehen muss. In Wöschbach (C1) dauerte das Hauptprogramm 15 Minuten … bis dahin führten die Hausherren gegen den Gast aus Etzenrot 2:1 und dass war dann auch der Endstand. Ganze neun Minuten mussten die Zuschauer in Rheinstetten warten um »alles« gesehen zu haben. Burg und Bleibinhaus vollstreckten - Forchheim schlug Auerbach 2:0 (Kreisliga). Andere Verhaltensmuster konnte man in Leopoldshafen feststellen. Hier war es dem Pilger möglich, das Mittagessen mit einem zweiten Pils zu strecken, denn die Protagonisten ließen sich viel Zeit. So kam der FVL II nach 89 Minuten zum Treffer und ließ sich feiern. Germania Neureut II hatte aber Reserven und fand nach 93 Minuten zum Ausgleich (B3; Müller - Mössinger)

Jubel im fernen Ispringen … Im Landesligaspiel gegen den FC Nöttingen II konnten die »Russe« 2:1 gewinnen. Dass das Nöttinger Eigentor von Merk der erste Ispringer Einschuss nach 751 Minuten war, ging im Gesamttaumel etwas unter. Die kleinen Alemannen aus Bruchhausen reisten zum B3-Spiel nach Südstern mit einem Rucksack voller Erinnerungen an Anspiele und Mittelkreise. Sechs Destinationen ohne Punkt und sage und schreibe 1:50 Treffer in diesem halben Dutzend (450 Minuten). Doch am Sonntag hatte der »Frosch« Locken und die Jungs aus Bruchhausen siegten 2:0 beim FC Südstern Karlsruhe II. Gelockt und erfreut besiedelten die Blauweißen mit Rähmchen die Rennwiese und beobachteten ihre Erste.

Bei der GSK in Rappenwörth gings heftig zu. Das Spiel der Zweiten musste nach zwei rote Karten abgebrochen werden. Schiri Luca Zimmermann sah sich bedroht und schickte die Mannschaften in die Katakomben. Was war passiert? Wir rekonstruieren eine Aussage eines GSK-Beobachters und suchen die Wahrheit in der Mitte. Rote Karte für einen Hagsfelder; Freistoß für die GSK II. Ein ASV-Akteur stellt sich vor dem Ball um eine schnelle Ausführung zu vermeiden - regelgerecht! Wortgefecht; Platzverweis für den Heim-Akteur, der nun das Gespräch mit dem Referee suchte, weil doch die benutzten Vokabeln der öffentlichen Redensart entspräche. Da der Referee aber nicht stehenblieb, wurde nach ihm gegriffen (am Arm) … So hatten die Ersten beider Mannschaften (A1) die Möglichkeit frühzeitig den Platz zu betreten um sich auf ein Keller-Geplänkel einzustellen. In jenem weiteren hitzigen Spiel gab’s 10 Karten ohne dass ein Akteur den Platz verlassen musste. Einen Steinwurf entfernt endete das Kreisligaspiel zwischen Daxlanden und Germania Neureut mit neun Gelben und zwei Platzverweisen. Ist es die Nähe zum Rhein, die Spieler so aggressiv macht?

Ich sage mal ade … Allahopp bis nächste Woche

pfoschdeschuss - 05.11.2019