Fußball in Karlsruhe
Gedankengang bei Schneeregen und Kälte

Es ist doch jedes Jahr das gleiche und die Einschläge kommen näher. Der Spielplan des Amateurfußballs ist längst antiquarisch; doch auf Verbandsebene wird schulterzuckend an die Geduld der Vereine appelliert; das Personal und das Drumherum wird auf die Probe gestellt, bis die letzten   »Verrückten« den Bettel hinwerfen. Das Horror-Szenario droht - Spiele im Zweitage-Rhythmus, in Zeiten, in denen Überstunden gefragter sind als die Aspirin nach einer durchzechten Nacht; in denen der Einzelhandel üblicherweise bis mindestens 22 Uhr die Kassen klingeln lässt. Nur wer einen »guten« Job oder gar keinen Job hat, der kann sich erlauben, Fußball unter der Woche zu spielen. Nun haben wir aber Jahr für Jahr das Problem mit dem Wetter und wer in Geologie aufgepasst hat, der hat schnell erfasst, dass Deutschland in Mitteleuropa liegt und dort eine sehr nasse, beziehungsweise, kalte Jahreshälfte herrschen könnte, in denen es, auf Sportplätzen unterhalb des Profifußballs, schwer wird, Aktivitäten, rund um das runde Spielgerät auszuüben. Im aktuellen Zeitfenster werden wir wohl vor die größte Probe gestellt - ich kann mich nicht an einer solch schlechten Wetterperiode in der Vergangenheit erinnern und ich meine aber zu wissen, dass es Jahr für Jahr Probleme mit der Terminierung außerhalb des genormten Spielplans gibt. Die Zeiten haben sich eben geändert - die Denkweise der Organisatoren nicht. In den kommenden Wochen werden wir Mannschaften registrieren, die 19 Rückrundenspiele bis Ende Mai, Anfang Juni, vollenden müssen. Im Juni selber - da ruht der Ball. Ein toller Sommermonat mit Sportfesten und grandiosen Grünflächen … Von Schulferien weit und breit nichts zu sehen. Wäre ja zu einfach den sechsten Monat des Jahres im Spielplan zu implantieren - zum Wohle der Fußballs, der auch in Zukunft ein Bestandteil des zeitintensiven Freizeitangebots sein soll. Vielleicht findet hier mal ein Umdenken statt, dass den Rest der Runde etwas entschleunigt. Ein kleines Kind merkt sich, was wehgetan hat. Die einen früher, die anderen später und nur ganz wenige gar nicht.

pfoschdeschuss - 17.01.2018







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