Fußball in Karlsruhe
Pamina-Cup nach Mutschelbach


Pokaltag der dritte am vergangenen Wochenende und manch ein Übungsleiter zeigte sich überrascht von der Form seiner Equipe - positiv wie negativ. Ich könnte mir allzu gut vorstellen, dass Jöhlingens Coach, Alex Schwenk, mit einer abwasserrohrgroßen Halsschlagader in die drittletzte Vorbereitungswoche eintaucht. Seine Viktorianer unterlagen gegen den Kreisligisten, SG Stupferich mit 1:8. Trotz einem Unterschieds von zwei Klassen eine inflationäre Schlappe, die das ein oder andere Fältchen auf den bisweilen aalglatten Vorbereitungsplan hinterließ. Sei’s drum … das Wiedersehen mit Tim Thumulka, der sich zweimal ins Register eintrug, rückte in den Hintergrund. Die Sensation des Spieltages gelang dem SV Blankenloch II, der als einziger C-Ligist ins Achtelfinale einzog und den totalen Stupfericher Erfolg durch einen Petillon-Treffer unterband. Hut ab vor der Leistung der B-Reserve, die nun unter den letzten sechzehn Mannschaften steht. Alleine der Ausblick aufs kommende Spiel (DJK Mühlburg) könnte sich für einen Reizdarm verantwortlich zeigen. Es droht ein Sommergewitter mit resolutem Pokalaus. Die SpVgg Söllingen und die Sportfreunde aus Forchheim sahen sich bereits in der vierten Runde … wir übrigens auch, doch damit unterschätzten wir den Tatendrang und Enthusiasmus von Relegations-Siegern. Die Sportfreunde unterlagen sensationell beim Karlsruher SV 1:2. Spielberg-Import, Oldemeier, schockte in der 92.Minute den Topfavoriten der kommenden Kreisliga-Saison. Für Coach Friedberger ein Barfußlauf durch ein Feld von Reißnägeln, an dessen Ende die Topform für die bevorstehenden Aufgaben ihr Zuhause hat. Man dachte, man wäre ein Stück weiter. Der KSV entpuppt sich als Kreisligaschreck, nachdem man bereits dem FV Malsch fachmännisch den Zahn zog. Söllingen pilgerte hingegen an den Lohwiesenweg, wo die frischen B-Ligisten, Bulach, ihr Dasein fristen. Weinhauer und Richter drehten den Zeiger auf die Zwölf; Mutschlers Anschluss hatte Avidaj-Züge … er kam zu spät. Mit einem 1:2 kehrten die Schumacher-Jungs zurück an die Pfinz. Das kommende kommende Pokalspiel findet erst wieder im kommenden Jahr statt. Die »Krabben« aus Eggenstein fuhren haarscharf an einer klodeckelgroßen Ohrfeige vorbei. Hart, härter, Hörter … so könnte der Kick bei Alemannia beschrieben werden. Denn der Referee zückte neun gelbe, eine gelbrote und zwei rote Karten. Keine Seltenheit, denn die Weber-Jungs aus Mühlburg galten im letzten Jahr schon als kartenbesessen (69:6:1) und erspielten in den drei Pokalspielen der aktuellen Serie dreizehn gelbe, fünf gelbrote und zwei rote Kartons … »Chapeau mein lieber Knigge« und das hängt nicht damit zusammen, dass auf dem Mühlburger Gelände ein Altpapier-Container steht. Sportlich musste man nach einer Stunde davon ausgehen, dass die Schwarzweißen ins Achtelfinale einziehen. Zu jenem Zeitpunkt stands 3:1 für den Underdog. Ein Elfmeter verhalf dem Kreispokalsieger aus Eggenstein zum Anschluss. Vier weitere Treffer in 14 Minuten (6:3) ließen nicht annähernd erahnen, wie knapp das Gimmel-Team an einer Blamage vorbeisauste. Mühlburgs Lokalrivale, DJK, befindet sich in bestechender Form und wer geglaubt hat, dass die eine Liga höher spielende Garde aus dem benachbarten Knielingen den »Waidmännern« das Jagen beibringen könnten, der kam schnell zum Schluss, das sie Jagenden am Ende die Getriebenen sind. Allzu häufig musste man zum Mittelpunkt pilgern um Ballkontakte zu inszenieren. Begonnen hat das Dilemma nach einer halben Stunde, als der Neuzugang, Markovic, staubtrocken und steril vom Punkt verwandelte. Als sich der VfB am Bahnhof zu sammeln schien, gab Kerb (53.) zu verstehen, dass für die »Holzbiere« an jenem Pokal-Sonntag der Zug abgefahren sei. Doch Kosic wies ab und verkürzte. Nur ein Strohfeuer, denn Flitzer Zanda und M&M Maliha deckelten den Triumph (4:1). Mühlburg im Pokalfieber … Mit einem mulmigen Gefühl ging`s für die Turngemeinde vom Ring ins Albtal zum dort ansässigen Pokal-Ästhet, SG Herrenalb. »Hier droben« im pittoresken Neusatz entdeckten der KFV und Germania Neureut ihr Pokalaus. FSSV-Coach Richter fand wohl die richtigen Stellschrauben, um seine Torfabrik optimal auf die Begebenheiten einzustellen. Der Herrenalber, Weiß, half tatkräftig mit und reihte sich gleich zweimal in die Schützenliste des Gegners ein. So konnten die Herrenalber zwar viermal treffen, aber nur zweimal jubeln und verloren 2:7. Die Gäste haben nicht nur das Viertelfinale erreicht, sondern erarbeiten sich mit 17 Treffern in den drei Pokalbegegnungen den Ruf, im kommenden Jahr ein Mitfavorit auf einen Aufstieg in die B-Klasse zu sein. »Nino’s junge Esel« überzeugten bisweilen in der Vorbereitung. Kreisligist, FC West, war jedoch ne Spur zu breit um beritten zu werden. Der neue Nordweststadt-Bomber, Sarr, fügte sich beim 3:1 der Westler abermals in die Torbox ein. »Sarrtastische« Vorfreude beim FC auf Runde vier. So schnell trifft man sich wieder …. Vor einem knappen Monat zerlegten die »KITies« freundschaftlich den ASV Wolfartsweier mit einem 4:0 auf eigenem Grün. Nun fügte sie der Pokal erneut zusammen. Weitaus knapper musste kalkuliert werden, denn im neuerlichen Pumpen sprang ein 3:1 der Campus-Kicker raus. Der FC 1921 Karlsruhe wirft die dritte Reservemannschaft aus dem Pokal. Anders als zuletzt, mit Deckung und Decker. Sein Treffer über den Klassenrivalen, FV Leopoldshafen II, bedeutet Runde vier (1:0). Der Titelverteidiger, ATSV Mutschelbach II, hat neben einer starken Garde ein Tor-Uhrwerk, namens Niko Caleta. Abermals konnte sich der Routinier zweimal in die Liste eintragen und war maßgeblich am 4:2 seiner Jungs über die GSK Karlsruhe beteiligt. Für die Genc-Elf kein Grund die Köpfe hängen zu lassen. Gegen den aktuellen Pokalsieger ein überragendes Resultat. Südstern-Tormann und Trainer, Häberer, hätte am Montag als Schaltschrank bei der EnBW anfangen können - so geladen hätte er sein können, denn sein FC Südstern Karlsruhe verpasste nur haarscharf das Achtelfinale. Ein Treffer des Beiertheimer, Yavuz, verhinderte das Vorhaben. Beiertheim ist weiter auf Kurs … und unter den letzten sechzehn Mannschaften im Kreis. Bleiben noch die engsten Kisten im Wettbewerb, die eben nur der Pokal zu bieten hat. Schon am Samstag setzte sich der FV Grünwinkel beim Lokalrivalen, SG Daxlanden II, mit 5:4 durch. Nach einem 2:2 nach 120 Minuten musste das Penalty-Verfahren entscheiden. Auch in Kleinsteinbach schritt man zum Punkt. Wie in Daxlanden stand’s 2:2 nach der Verlängerung. Der B-Ligist konnte nach einem Krimi ein 6:5-Heimsieg über den FV Liedolsheim eintragen und ist weiter. »Last but not least« die letzte Party am Pokaltag. Hart umkämpfter Clinch an der Tagweide. Die bisweilen überragende Kreisliga-Reserve des ASV Hagsfeld, war der gewohnt zähe Widersacher für A-Ligist, FV Linkenheim. Fabian Gadelmeier hatte alle Hände voll zu tun und zückte neunmal die gelbe Karte. Am Ende durften die Klapuh-Buben aus Linkenheim über ein 7:6 nach Elfmeterschießen jubeln.  

pfoschdeschuss - 08.08.2017