Unterwegs
SC Sand - SV Werder Bremen - Frauen-Bundesliga


Ein Paukenschlag gelang den Damen des SC Sand an einem wie gemalten Fußballsonntag in der höchsten Spielklasse des deutschen Damenfußballs. Wer sich an die Spiele zuhause gegen Gladbach (5:0 im Jahr 2018) und Duisburg (6:0 im Jahr 2016) zurückerinnert, ist wahrlich ein Fan der Gastgeberinnen, weshalb wir diesen gerne erneut unsere Aufwartung machten. Angenehme Temperaturen (ca. 15 Grad) und ein klarer Himmel über dem Kühnmatt-Stadion erwarteten die Spielerinnen sowie die etwa 25 Zaungäste. Von Beginn an war es umkämpftes und spannendes Spiel beider Teams. Bereits in der zweiten Minute gerieten die „Sandlerinnen“ in Rückstand, konnten aber quasi im Gegenzug ausgleichen. Das Spiel verflachte jedoch nach diesem turbulenten Auftakt bis zur Pause und es ging mit einem 1:1 in die Kabinen.

Nach dem Wechsel nahm die Partie dann erneut Fahrt auf. Einmal mehr war nun Schiedsrichterassistentin Ines Appelmann (SG RWO Alzey) vor den unruhigen Bänken gefordert. Mächtig »Sand im Getriebe« herrschte schließlich in den letzten 20 Minuten bei den Gästen: Da ging nach vorne gar nichts mehr und die Hausherrinnen spielten sich ihrerseits in einen regelrechten Rausch. Chancen im Minutentakt inklusive der Tore zwei bis sechs für Sand zwischen Minute 71 und 86 waren die Folge der südbadischen Offensive!

Bemerkenswert: Gleich sechs Akteurinnen konnten sich in die Torschützenliste eintragen (Hoppius, Green, George, Loos, Moorrees, Plasmann). Zur „woman of the match“ avancierte dabei einmal mehr Chiara Loos, die auf ihrer rechten Seite mächtig Betrieb machte. Nahezu alle Treffer gingen auf ihr Scorerkonto!

Um auch im siebten Jahr erfolgreich den Klassenerhalt feiern zu können, werden noch zwei bis drei solcher Leistungen vonnöten sein. Der SC Sand (11.) empfängt nun den Tabellendritten aus Hoffenheim (3.), während die Bremer Mädels (9.) zum Tabellenletzten nach Duisburg (12.) reisen müssen.
















Text - DS - Fotos HH - 27.04.21