Deutschland - deine Fünftligisten
Tradition im Tal - Vorreiter an der Saale



Lange bevor man in Halle von einem Hallescher FC sprach, war die Rede vom VfL Halle 1896. Der älteste Sportverein der Stadt gehörte zu den Gründungsmitgliedern des DFB - zudem wird dem VfL zugestanden, der erste Fußballverein der Republik gewesen zu sein, der sich ein eigenes Sportgelände kaufte (1909). Zehn Jahre später schloss man sich mit dem Kaufmännischen Turnverein der Stadt zusammen (1919). Nach dem Auflösen aller Sportvereine (1945) wurde der Verein auf eigenem Vereinsgelände neu als SG Giebichenstein ins Leben gerufen (1946). Bereits 1949 nannte man den Verein SG Genossenschaften Halle - 1951 entstand aus dem Club die BSG Empor Halle. Erst nach der Wende kehrten die Männer von der Saale zum alten Namen, VfL Halle 1896, zurück.

Sechsmal fanden sich die Hallenser in den Anfangsjahren als Meister der Saale Gauliga wieder (1908, 1909, 1913, 1917, 1918, 1919). Der Mitteldeutsche Meister von 1919 stieg 1937 in die Gauliga Mitte auf, welche weiland als höchste deutsche Liga galt. Bis zur Auflösung des Vereins hielten die Hallenser diesen Status (1945).

Das nächste und letzte Hoch der Blauroten brachten die Fünfzigerjahre. Erfolgreich im Jugendfußball (1953 DDR-B-Jugend-Meister, 1955 DDR-A-Jugend-Meister) bereitete dem Trupp Hoffnung, dass es nun auch im Herrenbereich durch die Decke geht. Doch der nächste Eintrag in der Ahnentafel ließ sich bis 1981 Zeit. Für ein Jahr bereicherte der VfR die zweite DDR-Liga. In Gesamt-Deutschland schaffte es der VfR 1997 und 1999 den FSA-Pokal zu gewinnen, was ihnen eine Teilnahme im DFB-Pokal bescherte. Finanzielle Schwierigkeiten zogen in Erwägung, sich mit dem Hallescher FC zu vereinen. Doch die Diskrepanzen in der Ansicht beider Halle-Clubs verhinderten dieses Vorhaben. Heute kicken die Jungs in der Oberliga Nordost-Süd.


pfoschdeschuss - 12.07.21