Deutschland - deine Fünftligisten
Tradition im Tal - Pokalschreck, Trier!



Die Porta Nigra bildet das ehemalige römische Stadttor der Stadt Trier (lateinisch für schwarzes Tor). Stolz sind die Einwohner auf dieses Relikt der Vergangenheit. Ähnlich ergeht es den dort Weilenden mit der Eintracht, die eben jenes Wahrzeichen im Wappen trägt. Die guten Zeiten sind, gefühlt, ebenso lange her wie der Bau des Denkmals. Nach dem Krieg entstand die Eintracht aus einer Fusion von SV Westmark Trier 05 und SV Eintracht Trier 06 (1948). Von Beginn an gehörten die Blauschwarzweißen zur Spitze der südwestlichen Republik. Zwischen 1963 und 1973 spielte man in der Regionalliga Südwest, die damals als zweitklassig galt. Der Aufstieg 1976 in die neugegründete 2.Bundesliga - ein Riesenerfolg der Pfälzer. Nach der ersten Saison stand ein 17.Tabellenplatz im Briefkopf und nur ein Rückzug des Sechzehnten aus Völklingen schonte Trier vor der Drittklassigkeit. Lothar Leiendecker (17 Treffer/ 24 Spiele) ballerte die Trierer im Folgejahr auf den 12.Tabellenplatz; eine weitere Saison gelangen Selbigem 15 Buden in 25 Spielen (10.Tabellenplatz). Doch als die Liga eingleisig wurde, war die Eintracht eben nicht gut genug, um dabei zu sein. Wenige Jahre später sorgten die Flieten-Esser für Aufsehen, als man Bayer 05 Uerdingen, amtierender Pokalsieger, mit einem 3:0 aus dem DFB-Pokal eliminierte. Der Einzug ins Achtelfinale ließ die Trierer Wände wackeln. Drei weitere Male scheiterte man an die Rückkehr in die Zweitklassigkeit (1987, 1993, 1999). Anderweitig, im DFB-Pokal, erreichte das Ensemble Aufmerksamkeit. Über den frischgebackenen UEFA-Pokalsieger, FC Schalke 04 und späteren Weltpokalsieger, Borussia Dortmund, zog der SV ins Halbfinale des DFB-Cups ein (1998). Die Porta Nigra bereitete sich aufs Reisen durch Europa vor, als Trier im Halbfinale auf den MSV Duisburg traf. Endspielteilnehmer, Bayern, war bereits für den Europapokal qualifiziert. Aber wie sagte »Loddar« einst? »Wäre, wäre, Fahrradkette!« Duisburg setzte sich im Elfmeterschießen durch (10:9) und die Porta Nigra blieb, wo sie heute noch ist.


pfoschdeschuss - .06.21