Andreas Meir
»Bei der DJK Ost spielt es keine Rolle, wo man herkommt, wie man aussieht oder welche Hautfarbe man hat«



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Servus Andi. Zwischen den Stationen Wettstetten und DJK Ost liegen sechs Jahre und 300 Kilometer. Was hat dich nach Karlsruhe verschlagen und was passierte in der Zwischenzeit zwischen 2008 und 2014?

Andreas Meir

Ich habe meinen Jugendverein damals in der B-Jugend verlassen. Es gab dort einige Veränderungen im Verein, die mich damals dazu bewegt haben vorerst mit dem Vereinsfußball aufzuhören. Die Leidenschaft für den Fußball war aber ungebrochen. Für mein Studium bin ich dann nach Karlsruhe gezogen. Zusammen mit zwei Kumpels haben wir dann beschlossen wieder anzufangen und uns der DJK Ost angeschlossen

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Die DJK ist dafür bekannt, sich seit Jahrzehnten mit Studenten über Wasser zu halten. Mit KIT bekamen die Schwarzweißen aber ordentlich Konkurrenz. Hat sich an diesen Strukturen etwas geändert?

Andreas Meir

Über Wasser halten würde ich nicht sagen. Es ist tatsächlich so, dass bei der DJK schon immer viele Studenten gespielt haben. Das ist auch heute noch so. Allerdings haben wir mittlerweile auch viele Akademiker in unseren Reihen, die ihr Studium oder ihre Promotion bereits hinter sich haben. Aktuell haben wir eine sehr gute Mischung von beidem. Dass durch den KIT SC nun weniger Studenten zu uns kommen, habe ich bisher nicht beobachtet

 
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Was macht die DJK deines Erachtens aus?

Andreas Meir

Der Teamgeist und das Miteinander. Bei der DJK Ost spielt es keine Rolle, wo man herkommt, wie man aussieht oder welche Hautfarbe man hat. Jeder ist willkommen und wird in die Gruppe integriert. Im Team ist immer gute Stimmung.

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Hast du je mit einem Vereinswechsel in Karlsruhe geliebäugelt?

Andreas Meir

Nein. Ich fühle mich bei der DJK sehr wohl. Deshalb hat das nie eine Rolle gespielt.


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Rückblickend - was würdest du als deinen größten sportlichen Erfolg sehen - welchen Tag würdest du hingegen am liebsten aus dem Werdegang streichen?

Andreas Meir

In den letzten Jahren sind wir immer im Mittelfeld der Tabelle gelandet. Wirkliche sportliche Höhen und Tiefen gab es da nicht. Dieses Jahr haben wir eine ganz gute Truppe. Vielleicht können wir in dieser Saison ja für eine Überraschung sorgen


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Wie siehst du die Zukunft des Vereinsfußballs?

Andreas Meir

Positiv. Ich denke, dass das Interesse am Vereinsfußball auch in Zukunft vorhanden sein wird. Es ist aber auch wichtig, dass viele Vereine neben den Senioren auch Jugendmannschaften haben und Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, Fußball zu spielen.

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Wem würdest du gerne welche Frage stellen?

Andreas Meir

Wenn ich eine Frage habe, dann stelle ich sie

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Welche Änderung im regionalen Fußball würdest du ändern, wenn du die Möglichkeit hättest?

Andreas Meir

Ich würde die Schiedsrichter dazu anweisen, bei Unsportlichkeiten härter durchzugreifen. Man muss sich teilweise schon einiges gefallen lassen (Beleidigungen, Drohungen, Tätlichkeiten, …). Die Schiedsrichter gehen oft nicht darauf ein oder haben Angst davor, gelbe und rote Karten zu verteilen. Wenn sie hier konsequenter wären, dann würden viele Dinge erst gar nicht passieren. Das würde unseren Sport fairer machen.

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Was ärgert Andi Meir?

Andreas Meir

Wenn man sich auf jemanden nicht verlassen kann oder Versprechen nicht eingehalten werden

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Deine Wünsche für die Zukunft?

Andreas Meir

Für mich persönlich wünsche ich mir endlich mal eine verletzungsfreie Saison. Für die DJK wünsche ich mir, dass wir so weiter machen wie bisher, den Teamgeist aufrechterhalten und weiter für unsere Werte einstehen


pfoschdeschuss - 09.09.2019


















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