Karlsruher SC II

4:6
nV
TSV Auerbach

TSV krampft sich in Runde 2

Im ersten Spiel nach der fast fünfmonatigen Coronapause musste der TSV in der ersten Runde des Karlsruher Kreispokals zur Reserve des Karlsruher SC in den Wildpark reisen. Vor stattlicher Kulisse tat sich die TSV-Elf äußerst schwer, ins Spiel zu finden und so hatte man es mehreren Rettungstaten von Keeper Jan Rapp sowie Janic Meier auf der Linie zu verdanken, nicht schon früh in Rückstand geraten zu sein. Auf der Gegenseite setzte Neuzugang Balzer offensiv die meisten Akzente, brauchte aber bis zur 34. Minute, um nach starker Vorarbeit von Meier die Auerbacher Führung herzustellen. Mit dem Pausenpfiff erhöhte der agile Balzer dann auf 0:2.


Nach dem Seitenwechsel schraubte Winterneuzugang Frey das Ergebnis auf 0:3, nachdem ein Pfeiffer-Freistoß vom KSC-Keeper abgefälscht zurücksprang (51.). In dieser Situation hatten die Hausherren Glück, denn Schiedsrichter Wengert beließ es beim Freistoßpfiff, ohne das vorangegangene Trikotziehen des Sekunden zuvor gelb verwarnten Berninger mit einer Ampelkarte zu bestrafen. Im direkten Gegenzug erzielte die KSC-Reserve durch Mario Herrmann das 1:3 (52.) und nutze die Gunst der Stunde auch direkt, um die TSV-Abwehr mit dem 2:3 zu überrumpeln (56.). Zwei Minuten später stand erneut Schiedsrichter Wengert im Mittelpunkt des Geschehens, als er nach einem glasklaren Foul an Balzer im gegnerischen Sechszehner den Elfmeterpfiff verweigerte. Gleich zweifach scheiterte Frey von Balzer schön in Szene gesetzt nach 65 Minuten im Abschluss, bevor Erismann einen sehenswerten Lupfer über KSC-Keeper Gerweck auf die Latte setzte. So kam es wie es kommen musste und die Gastgeber nutzen eine Unzulänglichkeit von Schlussmann Rapp zum vielumjubelten 3:3 (73.). Da sich bis zum Schlusspfiff in beiden Gefahrenzonen nichts mehr Nennenswertes ereignete, ging es in die Verlängerung. In dieser zwang Spielertrainer Blank KSC-Torwart Gerweck gleich mal zu einer Glanzparade (91.), bevor Balzer dessen folgenden Patzer nutzte, um seinen Einstandshattrick im TSV-Dress perfekt zu machen (92.). Vor dem abermaligen Seitenwechsel erzielte Kapitän Pfeiffer dann das Tor des Tages: Sein Freistoß landete zuerst in der Mauer, doch den Nachschuss zimmerte er sehenswert zum 3:5 in den rechten Winkel (100.). In der zweiten Hälfte der Verlängerung wollte es der KSC II nochmal wissen, scheiterte in Person von Berninger zwar zunächst am Pfosten (107.), belohnte sich aber zehn Minuten später aus stark abseitsverdächtiger Position doch noch mit dem erneuten Anschlusstreffer. Dass es die restliche Zeit bis zum endgültigen Schlusspfiff keine komplette Zitterpartie mehr wurde, hatte die TSV-Elf einem mustergültig ausgespielten Angriff über Frey und Erismann zu verdanken, der den Schlusspunkt zum 4:6 setzte. In der letzten Aktion des Spiels zeichnete sich Rapp zwischen den TSV-Pfosten nochmals mit einer Riesenrettungstat aus, bevor der eingewechselte Roßwag in höchster Not auf der Linie rettete. In einem packenden Pokalspiel gegen einen taktisch und kämpferisch bestens eingestellten Gegner hatte der TSV doch einige Mühe, in die nächste Runde einzuziehen, sicherte sich aber am Ende nicht zuletzt aufgrund der individuellen Klasse das Weiterkommen. In der zweiten Runde empfangen wir nun am kommenden Sonntag Ligakonkurrent FC Busenbach im Pneuhage-Stadion.


TSV Auerbach - 02.08.2020