ASV Durlach
2:1
ATSV Mutschelbach II

Den erhofften ersten Saisonsieg errang der ASV Durlach am Sonntag gegen den Aufsteiger ATSV Mutschelbach II. 2:1 (1:0) hieß es am Ende nach einer packenden Begegnung, bei der am Ende die größere Kampfkraft und der Siegeswille zugunsten des ASV den Ausschlag gab. Die Mannschaft von Markus Zörrer begann in der Abwehrformation so, wie sie die zweite Halbzeit beim 1:3 in Langensteinbach bestritten hatte, also mit Cedric Maas und Özen Can auf den Außenverteidigerposten. Vor allem letzterer lieferte sich heftige Duelle mit dem schnellen Mutschelbacher Außen Youssuf Freeman, die der Durlacher aber zumeist für sich entscheiden konnte. Der ASV kombinierte zu Anfang gefälliger, während der Gegner unauffällig blieb. Nachdem ATSV-Torwart Pascal Schwab noch einen Kopfball von Dario Pavkovic parieren konnte, war er nach der darauffolgenden Ecke gegen den plazierten Kopfball des aufgerückten Innenverteidigers Michael Gärtner machtlos, der zum Durlacher Führungstreffer vollstreckte (20.). Danach verlor der ASV zunehmend den Faden, fand vorne keine Anspielstationen, produzierte Fehlpässe im Spielaufbau und konnte sich bei Torwart Sandro Dörner bedanken, der das 1:0 in die Pause rettete. Nach Wiederanpfiff schien sich der ASV gerade wieder zu fangen, bis durch einen unglücklich abgefälschten Schuss von Tim Knobel (49.) der Ausgleich fiel. Ohne Erfolg reklamierten die ASV-Spieler ein vorangegangenes Handspiel. Weitere Großchancen erarbeiteten sich die Gäste indessen nicht und mit zunehmender Spielzeit drängte der ASV mehr und mehr auf den Siegtreffer. Mehrere Freistöße verpufften jedoch ohne Wirkung. Dafür musste der ASV ab der 70. Minute ohne Cedric Maas auskommen, der sich in einem Zweikampf allem Anschein nach eine schwere Knieverletzung zuzog. Ihn ersetzte Kutay Demirci. In der letzten Minute der regulären Spielzeit war es dann soweit: Nach einer von links viel zu weit geschlagenen ASV-Ecke schien die Gefahr schon gebannt, doch Sabri Ghannay kam auf halbrechter Position noch an den Ball und hämmerte die Kugel unhaltbar unter die Latte des Mutschelbacher Gehäuses zum Siegtreffer. Danach kehrte jedoch noch keine Ruhe ein: In der Nachspielzeit gab es einen Eckball für die Gäste und nach einem Gewühl im Durlacher Strafraum, bei dem kein ASV-Spieler einen souveränen Eindruck machte, lag die Kugel im Netz. Der laute Mutschelbacher Jubel übertönte die erneuten Durlacher Reklamationen wegen Handspiels. Doch der Linienrichter auf der Gegengeraden hatte die Situation genau beobachtet – auf seine Intervention nahm Schiedsrichter Moritz Dammert (Kronau) das Tor wieder zurück und entschied auf Freistoß für den ASV. Eine mutige, für Mutschelbach ärgerliche, aber offensichtlich richtige Entscheidung, die auch ohne Videobeweis zur Einzelfallgerechtigkeit führte. Mit einer weiteren Steigerung sollte der ASV am Sonntag auch in Huchenfeld nicht chancenlos sein.

ASV Durlach - 04.09.2018