ASV Wolfartsweier
1:1
SG Siemens Karlsruhe

Klappe zu, Affe tot – ASV spielt auch nächstes Jahr B-Klasse

Das war es dann wohl. Der ASV kann nach einem unglücklichem Unentschieden gegen tapfer kämpfende Siemenser von nun an frei von jeglichem Druck aufspielen, denn eins steht seit gestern Nachmittag fest: Nächste Saison speilt der ASV Wolfartsweier wieder B-Klasse.
 
Schon nach der Niederlage letzten Sonntag gegen die abstiegsgefährdeten Linkenheimer war der Zug um die vorderen Plätze quasi abgefahren. Schlägt man das Wort „quasi“ im Duden nach, bekommt man als Synonym „so gut wie“ vorgeschlagen, was ja eine geringe Restwahrscheinlichkeit offen lässt. Trainer Esch gab seinem Team vor, sich zu 100% auf das Spiel zu konzentrieren und über eine geschlossene Mannschaftsleistung die drei Punkte am Horbenloch zu behalten. Wie schon so oft mussten mal wieder Spieler, die letzte Woche in der Startelf standen, ersetzt werden. Besonders schmerzlich wurde Dayanc vermisst, der sich in letzter Zeit immer wieder auf der Torschützenliste eintragen konnte. Der Influencer (10k Follower auf Insta)  verweilt aber seit einer Woche auf Mykonos und nahm seinen siamesischen Zwilling und Mittelfeldmotor Grammer gleich mit. Zu diesen beiden Ausfällen gesellte sich noch Messina – allerdings nicht urlaubsbedingt, sondern schlichtweg krank.
Santamaria, Kuntz und Müller ersetzen die drei Ausfälle in der Startelf. Vom Anpfiff weg war der ASV die klar bestimmende Mannschaft. Um es vorweg zu nehmen: Schlussmann Strücker bekam in den ersten 45 Minuten nicht einen Ball auf seinen Kasten.

Die Wolfartsweirer Jungs taten sich aber schwer, zu Beginn des Spiels klare Torchancen herauszuspielen. Es dauerte bis zur 34. Minute, ehe die optische Überlegenheit sich auch im Ergebnis widerspiegelte. Epanlo chipte den Ball gekonnt auf den gut einlaufenden Müller, der vor dem Siemenser Schlussmann Jurkovic cool blieb und den Ball zur Führung für den ASV einschieben konnte. Mit der Führung ging es dann auch in die Kabine. Trainer Esch konnte mit der Leistung seiner Jungs bis dato zufrieden sein und nahm deswegen keine Personalwechsel zur Halbzeit vor.

In der zweiten Halbzeit dann erstmal das gleiche Bild wie in Halbzeit eins. Viel Ballbesitz für die Hausherren und wenig – bis gar keine – Abschlüsse für die Gäste. Nach einem Eckball in der 73. Minute dann aber doch der mehr als glückliche Ausgleich: Der hoch gewachsene Michael Schmidt kam am langen Pfosten zu einer Kopfballchance und drückte den Ball wuchtig ans Aluminium, von wo der Ball parallel zur Torlinie vor die Füße von Jermey Reis fiel. Der Siemenser Spieler sagte noch nett „danke“ und schob den Ball über die Linie. Ein wenig erinnerte das Gegentor und der Spielverlauf an letzte Woche in Linkenheim. Natürlich versuchte der ASV noch einmal alles, das Spiel in den letzten 15 Minuten zu drehen – doch auch die eingewechselte Offensiv-Power um Esch und Wieseler brachte nichts zählbares mehr ein.

So blieb es am Ende beim 1:1 Unentschieden – und damit heißt es für den ASV: „Herzlich Willkommen im (oberen) Niemandsland der Tabelle.“ Positiv bleibt zu erwähnen, dass Schiri Föhrenbühler seinen Job gut und solide bewältigte. Danke dafür. Der ASV hat nun die Aufgabe, sich vernünftig aus der Saison zu verabschieden. Einige Spiele stehen noch aus – am Mittwoch zum Beispiel direkt das Nachholspiel gegen Fackel. Wir hoffen trotz aller Enttäuschung in den letzten beiden Wochen auf weitere drei Punkte für das ASV-Konto.

ASV Wolfartsweier
- 09.04.2019