SG Stupferich II
1:3
ATSV Kleinsteinbach

ATSV Kleinsteinbach meistert erste Relegationshürde
Nach starker erster Halbzeit deutlicher Leistungsabfall

Dass zu solchen Entscheidungsspielen auch Glück gehört, musste der ATSV Kleinsteinbach bei seiner letztjährigen Relegationsrunde leidvoll erfahren. Dieses Mal stand es ihm dafür beim ersten Spiel der Dreierrunde der B-Klassenzweiten zum Aufstieg in die A-Klasse zur Seite. Im fast 40 Kilometer entfernten Hochstetten musste der ATSV mit der Reserve der SG Stupferich die Klingen kreuzen. Ein besonderes Spiel, weil man sich nachbarschaftlich gut kennt und in den letzten Jahren auch freundschaftlich wieder näher gekommen ist, was sich als Patenvereine auch so gehört.

Das spielte jetzt aber alles keine Rolle; entscheidend war, was auf dem gut gepflegten Rasen des auch schon sportlich bessere Zeiten erlebt habenden Hardt-Clubs vom Rhein passierte. Dass unsere Mannschaft dieses Mal die Chance nutzen will, endlich wieder eine Klasse höher zu steigen, spürte man im Vorfeld. Die Siegesserie von 19 ungeschlagenen Spielen mit 17 Siegen sprach auch dafür. Doch es gab bereits nach drei Spielminuten einen herben Dämpfer, als der ungedeckte Stupfericher Feuchter am Fünfmeterraum einnetzen konnte. Zum Glück blieb keine lange Zeit des Haderns. Beinahe im Gegenzug bediente A.Mall maßgerecht auf dem rechten Flügel L.Elsässer, der seinen Gegenspieler überlief und ins lange Eck vollendete: 1:1. Es entwickelte sich sodann ein umkämpftes Spiel, das meist fair blieb, aber die Pfinztaler gewannen doch allmählich die Hoheit über die Höhenstädtler. Vor allem beim schnellen Umschaltspiel bekam die Lutz-Truppe des Öfteren Schwierigkeiten, vor allem wenn A.Mall in Ballbesitz kam. Mehrmals mussten die Stupfericher zu taktischen Fouls greifen, was die Kleinsteinbacher Fans gerne strenger bestraft gesehen hätten. Eine große Chance ließ T.Thielert aus, als er aus Nahdistanz nur den Innenpfosten traf, und A.Mall konnte beim Nachschuss im letzten Augenblick noch geblockt werden. Doch in der 23.Minute gab es dann die Führung für den ATSV, als L.Elsässer im Strafraum von hinten von den Beinen geholt wurde, und T.Thielert den vom gut postierten Schiri Ralf Löffler verhängten Strafstoß sicher verwandelte. Jetzt lief es bei der Augenstein-Truppe, und A.Malls Sololauf durch die Abwehr bescherte einen gelungenen Abschluss zum 3:1. Die Stupfericher gaben aber nicht klein bei und hatten noch eine gute Kopfballchance, die jedoch das Tor verfehlte. Unmittelbar vor der Halbzeitpause hielt der Stupfericher Anhang eine Aktion des ATSV-Torhüters H.Gauß für durchaus auch elfmeterwürdig, aber Löfflers Pfeife blieb stumm. So blieb der alles in allem gerechte Zwei-Tore-Vorsprung des ATSV zur Pause erhalten.

T.Augenstein brachte zur zweiten Hälfte zur Stärkung der Abwehr N.Stucky, so dass A.Steimle für den angeschlagenen L.Schröder ins Mittelfeld rücken konnte. Lag es nun an den oft konfus agierenden Kleinsteinbachern oder mehr an der deutlichen Leistungssteigerung der Stupfericher, dass das Spiel in Durchgang zwei kippte und die SG mit Vehemenz ihre Chance zur Resultatsverbesserung suchte ? Jedenfalls wuchs der Druck auf die Kleinsteinbacher Abwehrreihe enorm und da das Mittelfeld keine Ordnung ins Spiel brachte und sich bei der Entlastung schnelle Ballverluste häuften, kam man immer mehr in Bedrängnis. Die SG-ler kamen mehrfach zu Chancen, die aber Torwart H.Gauß, der stets präsent blieb, selten auf die Probe stellten, weil sie laufend ihre Abschlüsse über oder neben das Tor setzten. So konnte es beim erfolgreichen Daumendrücken auf ATSV-Seite bleiben. Hätte man noch gegen Spielschluss in mehrfach sich ergebenden Konterchancen eher kühlen Kopf bewahrt und beherzter abgeschlossen, wäre sogar auch eine Resultatserhöhung möglich gewesen, was allerdings dem Leistungsbild insgesamt auf keinen Fall entsprochen hätte.

Fazit: Mund abputzen, ein „dreckiger“ Arbeitssieg eines spannenden B-Liga-Spiels, das den Ansprüchen eines Spitzenspiels für diese Klasse durchaus gerecht geworden ist.  

ATSV Kleinsteinbach - 05.06.2019