ATSV
Kleinsteinbach

4:4

FC Germania
Neureut


Ein Spiel mit „verrücktem“ Spielverlauf / Spannung bis zum Schluss


Mit etwas mulmigem Gefühl, weil kurzfristig mit J.Grauer und H.Ahlers noch zwei wichtige Spieler krankheitsbedingt ausfielen, gingen die Platzherren in das für sie wie auch für den Gegner wichtige Spiel in Anbetracht der Tabellenlage. Die Platzherren hatten dennoch eine stärkere Startphase und konnten sich Feld- und Chancenvorteile erspielen. In der 10.Minute gelang dem jungen E. Claassen mit einem platzierten Weitschuss die verdiente ATSV-Führung. Es folgte bis zur 30.Minute Dominanz der Gastgeber, die sich auch in zwei, drei sehr guten Torchancen niederschlug. Aber wieder einmal versäumte es dieser, eben solche zu verwerten, was schließlich den Gegner aufbaute und seine spielerische Kompetenz verstärkte. Zwischen der 33. und 39.Minute schlugen die Neureuter nach jeweils schönen Kombinationen gnadenlos zu, wobei die Gastgeber ihren Widerpart ohne aggressives Abwehrverhalten gewähren ließen. Mit dem Anschlusstor von M.Knodel in 41.Minute keimte bei ihnen zur Pause wenigstens wieder etwas Hoffnung, doch noch etwas Zählbares zu retten.

Die cleveren Gäste ließen es für die Platzherren aber in Durchgang zwei lange hoffnungsarm für diese weiterlaufen. Ein Foulelfmeter schien für die Karlsruher Nordstädter Mitte der 2.Halbzeit die Vorentscheidung zu sein, doch der spielstarke M. Kozul zielte knapp neben das Kleinsteinbacher Tor. ATSV-Torhüter A. Polegoshko verhinderte dann durch gute Paraden eine Resultatserhöhung, war aber in der 84. Minute gegen M. Kozuls Abschluss machtlos. So stand es doch 2:4. Den Zwei-Tore-Rückstand schienen die Platzherren nicht mehr aufholen zu können. Was nur wenige noch für möglich hielten, trat schließlich in der Nachspielzeit aber doch noch ein. In der 92. Minute drückte der kurz vorher eingewechselte Y. Burkhan nach gelungener Kombination den Ball zum Anschlusstreffer über die Linie und praktisch mit der letzten Aktion köpfte der aufgerückte Innenverteidiger S. Lindörfer eine Flanke in das verlassene Toreck zum nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich zum 4:4. Wenigstens ein Punkt für den ATSV, ein solcher auch für die Gäste, die sich wegen der kurz vor Spielende kassierten zwei Gegentreffer zu Recht ärgern konnten.

Die restlichen Partien der Hinrunde werden für den ATSV sicher nicht leichter, hat man es doch ausschließlich mit Mannschaften der oberen Tabellenhälfte zu tun. So wird man sich weiter auf Abstiegskampf einstellen müssen. Kommender Gegner ist am Sonntag der bisher noch ungeschlagene Aufsteiger und bisherige Tabellenzweiter FSSV Karlsruhe im Karlsruher Hardtwald. (kw)



ATSV Kleinsteinbach • 12.10.26





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