Kreisklasse A1 Karlsruhe • Sonntag, 23.08.26

SG
Karlsruhe

FC 1921
Karlsruhe
Fußball konträr. Im letzten Spiel der letzten Saison feierten die Violetten einen sensationellen 6:2-Sieg gegen die SG Karlsruhe, um zum Auftakt der neuen Runde ein Schlachtfest als Schlachtvieh in der eigenen Küche abzuliefern (0:6 vs Karlsruher SV). Mit dieser Leistung wäre es ratsam, die Punkte per Eilbrief in die Hertzstraße zu schicken, um den biologischen Fußabdruck zu tunen. Soll heißen, dass sich der FC mächtig strecken muss, um nicht erneut Schiffbruch zu erleiden, denn mit der Erceg/Noci-Riege wartet eine ganz besondere Tormaschine auf Einundzwanzig, die allerdings teils launisch ist, andererseits gerne mal auf Abstand zu ihren gegnerischen Stürmern geht. Defensiv bisweilen Social Distancing - Corona ist vorbei, aber manche Konzepte überleben jeden Scheiß. Mit einem 4:1 startete Gelbblau gut in die Saison - dem 12.Heimsieg (11:0:0, 48:15) sollte nichts im Wege stehen, was zugleich als Revanche für das 2:6 aus der letzten Runde herhalten könnte. Zweimal spielten die Hardtwald-Jungs im Jahr 25 hier beim »Siemens«, und zweimal gab es auf die Mütze (3:1, 7:4). Dennoch spricht die Geschichte für den Gast (4:1:7, 22:31) und gegen eine Teilung.

SG
Daxlanden

FV 1911
Graben
Zum neunten Mal jährt sich die einmalige Geschichte eines Spiels des FV Graben in Daxlanden. Damals noch im ehrwürdigen FV-Stadion in der August-Dosenbach-Straße - die Seele der Blauschwarzen, die langweiligen Wohnblöcken weichen musste. Fußballromantik gegen Renditebeton - am Ende gewinnt der Quadratmeterpreis. Die »frische« Fusion gewann das Spiel 5:1. Jetzt trifft man sich wieder nach diversen Ausflügen in diverse Richtungen. Die »Schlaucher« konnten das erste Spiel in Knielingen 2 mit 4:2 gewinnen, während Graben eine gefühlte Pleite hinnehmen musste. Gegen KIT führte der »Brockefresser« bereits 3:0 … man rieb sich die Augen. Doch am Ende stand’s 3:3. Mit vierzehn ungeschlagenen Auswärtsspielen tauchen die Grünschwarzen am Jagdgrund auf (11:3:0, 59:17). Daxlanden will als geprüfter Liftboy zurück in die Kreisliga. Der erste Heimsieg nach vier Leerläufen (0:1:3, 6:15) soll es dann werden. Bislang funktioniert der Heimvorteil wie ein Feuerlöscher aus Temu.

FC Germania
Friedrichstal

SV 1911
Blankenloch
Beide Mannschaften hatten am letzten Wochenende eine Pause. Bei den Germanen weiß man nicht, warum … Blankenloch hatte im Dienstplan offiziell frei. Das Stutensee-Derby unter besonderer Beobachtung. Bruchpilot gegen Kontinuität. Vierzehn Spiele ohne Sieg (0:1:13, 19:64) für den ehemaligen Oberligisten, und die Frage muss lauten: »Haben die Hugenotten ihr Reich erreicht oder geht’s noch eine Etage tiefer?« Nach dem kommenden Spiel wird man mehr wissen, denn jeder Abstieg zog einen Umbau hinterher. Wie im gegenwärtigen Fall umgebaut wurde? »Schaun mer mal«, meinte der Kaiser. Blankenloch spielte in der letzten Runde durchwachsen. Positiv ist allerdings, dass das Arnold-Geflecht aus den letzten drei Rundenspielen 7 Duppen organisierte (8:5). Das könnte der Schlüssel für den ersten »Rotbärzel«-Erfolg im achten Treffen sein (7:0:0, 25:3). Bislang ist diese Bilanz allerdings ein Dialog zwischen Metzger und Schwein - gesprochen hat hauptsächlich der Metzger.

SG Fackel/Olympia
Karlsruhe

FC Alemannia
Eggenstein
Der einzige Auftritt der »Krabben« im fusionierten Stadtwald endete am grünen Tisch 3:0 für Gelbschwarz. Das ist nun zwei Jahre her und sollte kein Maßstab sein. Der wurde eher in der letzten Woche gelegt. Fackel/Olympia unterlag dem direkten Nachbarn (1:2 vs Ost/Germania) und zeigte spielerisch kein A-Klassen-Niveau. Hier muss sich die Jones-Riege mächtig steigern, um erfolgreich zu sein. Der zehnte Heimsieg in Serie (9:0:0, 30:9) ist nur dann möglich, wenn man die Luft nach oben mit Leistung und Spielwitz ausfüllt. Bei den Alemannen muss man abwarten. Der dreifache Pokalsieger holte aus den letzten drei Spielen nur einen Punkt (6:10). Doch mit dem Trainertausch hat sich eine neue Epoche aufgetan, die zu mehr Erfolg führen soll. Ein Erfolg im Stadtwald, und die Gelbschwarzen können die Trendwende als positiven Trend bezeichnen. Aber da gibt’s auch noch andere Richtungen.

Karlsruher
SV

SpG Ost/Germ.
Karlsruhe
»Geht doch«, sprach der Briefkasten und heiratete eine Tiefkühlpizza … Ost/Germania gewann 2:1 gegen den direkten Nachbarn Fackel/Olympia und beendete das Heim-Dilemma (0:3:4, 9:19), während 100 Meter weiter der KSV auf einen FC 21 traf, der sich schon vor dem Spiel ergab. Anders ist diese 0:6-Heim-Pleite nicht zu erklären. Sechs Hütten - sportliche Sterbehilfe. Die »Sandhasen« starteten furios und feierten das siebte A-Klassen-Spiel ohne Pleite (5:2:0, 22:7). Ob es allerdings am Ende der Saison zum Ziel führt? Die Stumpf-Jungs gelten ja bekanntlich als sehr gut - nicht aber gut genug, um sich in der Kreisliga zu etablieren. Fahrstuhlmannschaft - nur die Penthouse-Taste fehlt. In der letzten Saison hatten die Hausherren das Vergnügen, mit einem heimischen 5:2 die Punkte im Nordstern-Areal zu behalten. Fünf verschiedene Torschützen zeigen die Qualität der Gemeinschaft. Sozialismus im Strafraum.

VSV
Büchig

FV Fortuna
Kirchfeld 2
Wenn Kirchfeld 2 und Büchig aufeinandertreffen, dann spielen teilweise alte Kameraden gegeneinander. Zehn der 17 Miteinander entschied der VSV für sich (10:3:4, 44:21). Mit ø 3,7 Treffern pro Spiel konnten beide Teams nicht gerade als Pyro-Techniker in Erscheinung treten. Eher Wunderkerze als Sprengstoffgürtel. Bevor man sich in der letzten Saison torlos in der Siedlung trennte, brannte man in der Waldstraße mit einem 4:2 für den VSV ab. So wünscht man sich das für den kommenden Einsatz. Vierzehn Partien ohne Niederlage (9:5:0, 49:16) … dürfen wir den »Schweizer« zum Feld der Ambitionierten zählen oder ist das Schall und Rauch aus einer abgelaufenen Rückrunde? Die nächsten Spiele werden uns zeigen, wohin der VSV-Express zieht. Fortuna 2 hatte mit der SG »Siemens« einen recht heftigen, windigen Gegner am letzten Spieltag. Das 1:4 sollte man nicht überbewerten. Die kleinen Fortunen werden ihre Dupfen sammeln - wenn nicht am kommenden Spieltag, dann an anderen. Mit einem Zähler am Wochenende wären die Grünweißen sicherlich überglücklich.

KIT SC 2010
Karlsruhe

FV
Liedolsheim
Drei Gegentreffer für die beste Abwehr der vergangenen Runde und trotzdem zufrieden? In der Tat, denn die KIT-Mannen lagen bei Neuling FV Graben bereits 0:3 zurück, ehe die »Studis« den Generator anwarfen. Das rettete den letztjährigen Dritten vor dem Fehlstart (3:3). Besser spät den Stecker finden, als einen Kurzschluss zu fabrizieren. Jetzt sollten die Grünweißen mal wieder mit einem anderen Drilling vorliebnehmen, denn die letzten drei Einheiten im Pflichtprogramm brachten gerade einmal 2 Punkte ein (0:2:1, 5:6). Reicht zum Überleben … Nur blöd, dass die Liedolsheimer ebenso unter Zugzwang stehen und mit einem weiteren Remis überhaupt nicht einverstanden sind. Acht Spiele ist man ungeschlagen (6:2:0, 29:10) - aber nur ein Strich entstand am letzten, ersten Spieltag (VSV Büchig 1:1). Ein Unentschieden ist schließlich auch nur eine Niederlage mit Lippenstift. In der letzten Saison war es so, dass der jeweilige Gast einen Treffer mehr erzielte als der Gastgeber (1:2, 1:0). Ebenso knapp gestaltet sich die Historie, die den »Ginggel« dezent vorne sieht (3:4:4, 28:20). Aber all das ist für den kommenden Spieltag so relevant wie die Arbeitsstunden eines Radiergummis vor seinem Ableben.