Kreisklasse A1 Karlsruhe • Sonntag, 01.11.26

FV Fortuna
Kirchfeld 2

SG
Daxlanden
Als die SGD das letzte Mal hier vorspielte, da überraschten die Fortunen mit einem 2:1-Heimsieg. Der bisher einzige Triumph der Zweiten über »Dixieland« (1:0:6, 6:21). Ein Sieg zur aktuellen Stunde ist in weiter Ferne. Die Fortunen spielten viermal hintereinander unentschieden - acht Spiele ohne Sieg (0:5:3, 4:12) für die kleinen »Siedler«. Mit einem 0:0 kehrte der Vorletzte (14.,8) aus dem Hardtwald vom FC 21 nach Hause. Die Heimmannschaft ist nicht nur Heim-Letzter, sondern auch die Mannschaft mit den wenigsten Treffern (6). Schon im letzten Jahr begann Kirchfeld mit 3 Punkten und null Siegen nach zehn Spielen. Eine Tradition, die man besser ins Heimatmuseum verlagern sollte, bevor sie zum immateriellen Kulturerbe erklärt wird. Daxlanden ist derzeit aus den Aufstiegsrängen gefallen. Auch gegen Fackel/Olympia (2:2) gelang es dem Team nicht, einen Sieg einzuläuten. Drei Kicks ohne Sieg (0:1:2, 3:9) für die ambitionierte »Schlaucher«-Riege - keine Bewerbung für den dreifachen Spitzenreiter, um erneut vom obersten Treppchen zu grüßen. Davon sind die Rotblauen mittlerweile 6 Dupfen weit entfernt. Gegen den kommenden Gegner sollte der Dritte am Sonntag einen Dreier einfahren (22). Zwei Mannschaften auf der Suche nach einem Sieg - die einen haben das Gewinnen beinahe verlernt, die anderen scheinen gerade einen Auffrischungskurs nötig zu haben.

FV
Liedolsheim

FC 1921
Karlsruhe
Endlich konnte der FV Liedolsheim überzeugen. Mit einem 5:1 kehrten die »Ginggel« vom Gastspiel bei der SpG Ost/Germania heim. Die schwächste Plus-Gilde (+6) liegt mit 13 Zählern auf dem 8.Tabellenplatz. Heimspiele sind bisweilen das große Pfand der Schwarzweißen. Hier ist der FVL acht Spiele ungeschlagen (4:4:0, 20:8), was nicht heißen soll, dass eine Punkteteilung ausgeschlossen ist. Wollen die Dettenheimer aber noch eine Rolle im Aufstiegsrennen spielen, dann ist ein Drilling im anstehenden Techtelmechtel unausweichlich. Die Gäste begannen ebenfalls erfolglos und kamen spät in Tritt. Inzwischen sind die Violetten nur 2 Punkte hinter dem Letztjahreswert (14/16). Der Sechste ist Letzter der Fairness-Tabelle (30/3/1), aber bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Die Maier-Männer bevorzugen offenbar jene Route, auf der bereits Spartakus mit der römischen Staatsgewalt aneinandergeriet. Fünf Einheiten ohne Pleite (4:1:0, 13:5) - die Maier-Männer haben Lunte gerochen und Selbstvertrauen getankt, wenngleich man am letzten Wochenende nur 0:0 gegen den Vorletzten aus Kirchfeld 2 spielte. Das Gros der Spiele ging an die Hausherren (6:0:3, 32:16). Der jedoch höchste Sieg ist auch der letzte hier in der Hochstetter Straße im November 2025, als man ein 7:1 notierte.

SG Fackel/Olympia
Karlsruhe

FC Germania
Friedrichstal
Zwölf Gegentreffer in den vergangenen 180 Minuten für Friedrichstal. Alle 15 Minuten ein Anspiel - auch das ist eine Art von Ballbesitz. Jetzt steht ein Spiel beim launischen Fackel/Olympia an, das am letzten Spieltag ein 2:2 gegen Daxlanden erkämpfte. Die Gastmannschaft ist aber auch das Team, das mit zwei roten Karten im unteren Bereich der Disziplin anzutreffen ist. Vier Striche aus den letzten beiden Streichen (5:3) - hier könnte der Siebte ansetzen und fortfahren, wenn die schlechteste Fern-Riege mit der lausigsten Abwehrreihe (35) zwischen den Bäumen auftaucht. Zehn Auswärtsspiele ohne einen Sieg (0:2:8, 13:49) - da wird eine Exkursion zu einer Implosion. Germania (10.,12) reist mit der Verlässlichkeit eines Lieferanten. Das vierte Spiel zwischen den Parteien und von allem hatten wir was. Drei Testspiele (3:1, 4:4, 0:1), drei verschiedene Ausgänge. Jetzt wird das erste Pflichtspiel folgen. Die Generalproben lieferten Sieg, Teilung und Niederlage.

SG
Karlsruhe

VfB 05
Knielingen 2
In der Hertzstraße benötigt man Pflastersteine, um die Spieler zu beschweren, damit sie auf dem Boden bleiben. Gar nicht so einfach … Der unangefochtene Tabellenführer zog in der letzten Woche ins Pokalfinale ein. Vielleicht der größte Erfolg der SG Karlsruhe, die aber im Aufstieg die Priorität sieht, was nicht heißen soll, dass man nicht gerne den Kreispokal stemmen möchte. Die »Werkskicker« stehen mittlerweile dermaßen unter Strom, dass selbst die Erdung versagt. Sechzehn Heimspiele ist der beste Sturm (42) ungeschlagen (15:1:0, 69:25). Drei Gegentreffer und doch gewonnen … beim letzten Spiel gegen Germania Friedrichstal (6:3); drei Gegentreffer und doch gewonnen - beim letzten Besuch im letzten Jahr gegen den VfB 05 Knielingen 2 (4:3). Drei der fünf Begegnungen konnte Gelbblau mit einem Drilling garnieren (3:1:1, 13:12). Nichts spricht gegen den vierten Triumph der »Werkskicker«, die mittlerweile 6 Punkte Abstand zu den Verfolgern geschaffen haben. Knielingen verlor am letzten Spieltag recht adipös mit 0:4 gegen den VSV Büchig. Das war so nicht geplant … denn die »Holzbiere« spielen bisweilen eine verdammt gute Saison, die mit dem vierten Tabellenplatz einen dicken Boden hat (16). Man kann völlig entspannt in den Nordwesten pilgern …

VSV
Büchig

SV 1911
Blankenloch
Vor dem Derby haben sich beide Mannschaften nochmals entscheidend verschoben. Büchig kam durch ein 4:0 über Knielingen 2 in den einstelligen Tabellenbereich zurück (9.,13). Blankenloch unterlag im Tiefkeller dem FV Graben mit 0:1. Die »Rotbärzel« stehen auf einem Abstiegsplatz. Die Voraussetzungen sind glasklar - die »Schweizer« sind der klare Favorit, wenn die Launen im Trikotkoffer bleiben. Zwei Unentschieden im vergangenen Jahr (2:2, 0:0) zeigten auf, dass solche Derbys eben ein eigenes Inhaltsverzeichnis haben. Die Bilanz zwischen den Ortsnachbarn ist gigantisch. Mit 91:42 Toren in 31 Spielen sind die Kontrahenten für ø 4,29 Tore verantwortlich. Ein nachbarschaftliches Verhältnis, bei dem der Gartenzaun längst durch eine Schießscharte ersetzt wurde. Das Gros ging an den VSV (19:5:7). Nach zwei Pleiten (2:4) muss der SVB über sich hinauswachsen, um wichtigen Ertrag zum Verbleib in der A-Klasse einzuspeisen. Für die »Rotbärzel« geht es um die Existenz, für die »Schweizer« ums Prestige. Neutralität ist diesmal keine Option - die »Eidgenossen« haben schließlich selbst neunzehnmal den Nachbarn überfallen.

KIT SC 2010
Karlsruhe

FC Alemannia
Eggenstein
Der FC Alemannia Eggenstein (15.,7) ist seit der vergangenen Woche Tabellen-Letzter. Die Gefahr, nach zwölf Jahren in die B-Klasse zurückzukehren, ist realer denn je. »Was nun, ihr Alemannen?« Nach acht Spielen ohne einen Sieg (0:3:5, 7:16) sollte Schwarzgelb am kommenden Spieltag einen Sieg einholen. Doch das könnte sich schwierig gestalten, denn auch der Gastgeber benötigt dringend Proviant, um seine Ziele zu erreichen. Der Fünfte verzeichnet zur aktuellen Stunde einen Abstand von acht Zeilen zum Zweitplatzierten. Mit dem 1:0 gegen Blankenloch schraubten die Studenten ihr Kontingent auf 7 Punkte aus den letzten drei Spielen hoch (6:2). Im Jahre 2024 jubelte Alemannia in der Kreisliga über einen 1:0-Sieg am Campus (Roßmann). Im vergangenen Jahr erzielten die »Krabben« ebenfalls einen Einschuss (Schlenker) im Hardtwald. Sie mussten aber eine deftige 1:5-Peitsche hinnehmen (Schimassek 2, Kajwara, Klassen 2). Zwei Gastspiele, zwei völlig unterschiedliche Zeugnisse. Diesmal wäre schon die Versetzung gefährdet - und ausgerechnet die Studenten sollen über den Bildungsweg der Alemannen entscheiden.

FV 1911
Graben

SpG Ost/Germ.
Karlsruhe
»Graben aus dem Graben?« Das wäre dann doch etwas voreilig und überstürzt. Die Grünschwarzen haben einen wichtigen Schritt bewältigt, denn mit dem 1:0 gegen den direkten Keller-Konkurrenten aus Eggenstein gelang dem FV der Schritt aus der roten Zone. Der zweite Dreier in Folge (4:2) für den Elften (10) vor dem Zwist mit den »katholischen Germanen«, die nach der 1:5-Peitsche gegen Liedolsheim hinter den kommenden Kontrahenten gerutscht sind und sich auf den 12.Tabellenplatz einnisteten. Beide Teams haben 10 Punkte im Kescher und schielen weiterhin auf die Kellerräume. Graben hat sich gerade aus dem eigenen Loch gebuddelt, während die Germanen offenbar schon die Schaufeln für den Einzug bestellt haben. Es ist das erste Duell zwischen den beiden Teams. Sicherlich darf der Sieger dieses Spiels von einem einstelligen Tabellenplatz träumen. Den Verlierer werden hingegen Albträume plagen.