Kreisklasse A1 Karlsruhe • Sonntag, 08.11.26
»Hugenotten« beim »Schlaucher«

FV Fortuna
Kirchfeld 2

FV
Liedolsheim
Bisher fanden wir keine der beiden Teams unter den ersten fünf Truppen der Tabelle. Für Fortuna 2 keine Geschichte, über die man nachdenkt. Liedolsheim hadert da schon eher mit dem bisher Geleisteten. Man hatte mehr vor und man benötigte Zeit. Sieben Duppen aus den letzten drei Spielen (8:3) schrauben das Konto auf 16 Lenze hoch - sechs fehlen zur letzten Saison - neun sind es aktuell zum Zweiten. Der Drittletzte der Ferne mit der intensiven Bank (2/1/0) liegt auf dem 5.Tabellenplatz brach. Die Aufholjagd läuft, nur auswärts bewegt man sich noch mit der Dynamik eines Faultiers unter Vollnarkose. Kirchfeld 2 muss im laufenden Verfahren befürchten, in den B-Klassen-Bereich zurückgestuft zu werden. Der Vierzehnte hat mit 5 Treffern 8 Punkte eingespielt. Fünf per Unentschieden. Zwei Zacken fehlen dem Heim-Letzten zum rettenden Ufer. Drei Verweise und nur 26 Torbeteiligungen (ø 2,36) offenbaren die Schwächen der kleinen »Siedler«. Auf dem Platz herrscht Sparzwang, bei den Platzverweisen dagegen gönnt man sich gelegentlich den Luxus. Die letzten drei Treffen zwischen den Teams endeten 1:1. Die Geschichte geht ganz klar an die »Ginggel« (2:5:11, 20:40).

SG
Daxlanden

FC Germania
Friedrichstal
Seit der letzten Woche sind Auswärtsspiele kein Problem mehr für die Germanen aus Friedrichstal. Zehn Reisen ohne Drilling (0:2:8, 13:49) endeten im Hardtwald mit einem 4:1 über die SpG Fackel/Olympia. Die Gastmannschaft ist derzeit auf dem 8.Tabellenplatz beheimatet. Sechsunddreißig Gegentreffer sind die Bilanz der schlechtesten Abwehr der A1 - das 4:1 über Fackel/Olympia zeigt zum wiederholten Male, dass die »Hugenotten« ihre Opferrolle abgelegt haben. Hinten noch immer Tag der offenen Tür, aber vorne wird inzwischen zurückgeschossen. Die Schmidt-Sippe kann ohne großen Druck zum ambitionierten »Schlaucher-Clan« an den Jagdgrund reisen. Im letzten Jahr spielte man gemeinsam in der Kreisliga und während für die Germanen die Klassenversetzung ein ausgemachtes Ding war, überraschte Daxlanden mit dem Gang in die A-Klasse. Mit einem 3:2 konnte die Fusion den Zwist für sich entscheiden. So soll es auch im kommenden Spiel laufen, denn die Heimmannschaft will wieder hoch. Drei Punkte trennen die Rotblauen (2.) vom 3.Platz nach einem 4:0 über Kirchfeld 2. Die beste Defensive ließ nur ø 1,25 Gegentreffer pro Einsatz zu. Sollte man den Standard halten, dann sollte am kommenden Wochenende Platz 2 erfolgreich verteidigt werden.

FC 1921
Karlsruhe

FV 1911
Graben
Effektiv wie die Krankengymnasten beim Abrechnen; die Grabener, die in den letzten drei Wochen den Dreh gefunden haben. Einfach einen Treffer mehr erzielen als die Konkurrenten (2:1, 1:0, 3:2) und 9 Punkte ernten. Die schwächste Fernmannschaft liegt aktuell auf dem 11.Tabellenplatz (13) und hat dem Kellerkampf mit einem Spurt erst einmal die Hacken gezeigt. Vier Punkte groß ist die Diskrepanz zur roten Zone. Einen Strich besser und im einstelligen Tabellenbereich daheim (9.) - der FC 1921 Karlsruhe, der nach einer überragenden Phase von fünf Rutschen ohne Pleite (4:1:0, 13:5) eine 2:3-Pleite gegen Liedolsheim hinnehmen musste. Zurück auf den Erfolgsweg und weg vom Phlegma, die undisziplinierteste Familie zu sein (34/3/1). Gewinnen die Violetten am heimischen Kanalweg, dann schreiben die Statistiker den vierten Einsatz ohne Niederlage auf heimischem Untergrund (2:1:0, 8:3). Fünf Jahre nach dem letzten Besuch im Hardtwald (4:0) erfolgt die Visite beim Einundzwanziger. Ein Sieg des Gastes und die Skala liegt in der Waage (7:3:6, 31:28).

SpG Ost/Germ.
Karlsruhe

KIT SC 2010
Karlsruhe
Nachbarschaftstreffen, wo keine Wohnsiedlungen zu finden sind. Die einen fusionierten; die anderen expandierten. Machtverschiebung im Stadtwald, was nun zum Duell des ehemaligen Akademiker-Clans gegen das neue Studentenwerk führt. Ein Hochschulderby ohne Numerus clausus, dafür mit drei Punkten als begehrtem Abschlusszeugnis. KIT (4.,17) demütigte den Letzten, Eggenstein, mit einem 5:1, was dem Vierten den vierten Austausch ohne Nullnummer beschert (3:1:0, 11:3). Jetzt will man auch das Duell der fairsten Teams für sich entscheiden. Ost/Germania (12.,10) unterlag am letzten Spieltag dem FV Graben mit 1:2. Die zweitlausigste Heim-Equipe verwaltet nur noch einen Punkt Abstand zum Abstieg. Zweimal spielten die Waldbewohner gegeneinander und in beiden Fällen im letzten Jahr gab es vier Hütten für den KIT-Club (1:4, 3:4). Das Kräfteverhältnis hat sich fast nicht verändert. Auch im anstehenden Spiel ist der Campus-Trupp favorisiert. Die akademische Hierarchie scheint geklärt - beim KIT wird promoviert, gegenüber kämpft man noch mit der Versetzung.

FC Alemannia
Eggenstein

VSV
Büchig
Schlusslicht Alemannia Eggenstein wollte mit einigen Zugängen und einem neuen Trainer bessere Zeiten erleben. Das Vorhaben scheint bis zur aktuellen Stunde nicht aufgegangen zu sein. Neun Spiele ohne Sieg (0:3:6, 8:21) und drei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer - dem Vorletzten zwickt der B-Klassen-Geist nach einem fulminanten 1:5 gegen das Studentenwerk. Nun müssen die Alemannen schauen, wie man den Vorratsspeicher für die Rückrunde füllt. Hatte man letztes Jahr 12 Duppen, so muss man jetzt mit 7 Zählern haushalten. Büchig gehört nun nicht zu jenen Kandidaten, die man eben mal wegbügelt. Der Siebte (16) konnte nach einem kurzen Engpass wieder die Spur aufnehmen und 6 Punkte aus zwei Kicks einnehmen (6:1). Vielleicht führen die »Krabben« die Historie an (10:4:3, 37:30) und vielleicht tut sich am kommenden Wochenende eine Chance auf … aber die Erinnerungen an den letzten Büchig-Besuch sind sieben Monate alt … Die Heim-Rutsche endete 9:1 für die »Schweizer«. Selbst IKEA konnte für diese Demontage keinen Plan hinterlegen.

SV 1911
Blankenloch

SG
Karlsruhe
Die »Rotbärzel« mussten sich am Wochenende im Derby gegen den VSV Büchig (1:2) einer dritten Niederlage in Serie unterziehen (3:6). Punktuell steht man besser da als vor 12 Monaten (7) - die Lage ist mit dem 13.Tabellenplatz aber ähnlich beschissen (9). Einen Strich trennt den Drittletzten vom rettenden Ufer, das angesichts des kommenden Gegners aber womöglich keinen Schritt näher rücken wird. Der Spitzenreiter kommt in die Hardtwald-Arena und der geht durch die gegnerischen Reihen wie das warme Messer durch die Butter. Spitzenreiter SG Karlsruhe geht mit 31 Punkten seinen Weg. Sechs Punkte groß ist die Distanz zum ärgsten Verfolger; nach dem 3:1 über die »Holzbiere«. Vorne tobt der beste Sturm (45), dem der Großteil der 62 Torbeteiligungen zusteht (ø 5,64) - elf Spiele ohne Pleite (10:1:0, 45:17) für den unangefochtenen Tabellenführer und mich sollte der Affe lausen, wenn sich diese Equipe den Braten aus dem Ofen nehmen lässt. Derzeit müsste man dem Primus wohl die Schnürsenkel zusammenknoten und den Schiedsrichter bestechen, um ihn ins Stolpern zu bringen. Paradox - die Geschichte sieht den SVB vorne (9:2:6, 41:26). Ein 1:1 beim letzten Heimspiel im letzten Jahr? Das wäre ganz nach dem Wunsch der heimischen Arnold-Armee. Die Vergangenheit macht Mut - allerdings schießt die bekanntlich keine Tore.

VfB 05
Knielingen 2

Karlsruher
SV
Knielingen 2 verabschiedet sich langsam aus dem Top-Roulette der A1, während der KSV seine Stellung hält. Nach dem 6:1 der »Sandhasen« über Friedrichstal genossen die Burschen vom Nordstern ein freies Wochenende. Bei 3 Punkten Rückstand auf den 2.Tabellenplatz bleibt dem Dritten (22) ein Spiel, das man weniger absolviert hat als der Zweite. Derzeit sind die Reisen jene Unternehmungen, die den Laden am Laufen halten. Neun Treffer in den letzten 180-Fern-Minuten brachten einen Sechser an den Tisch (9:1). Knielingen verlor am Wochenende mit 1:3 gegen den Tabellenführer aus der Nordweststadt. Die schwächste Plus-Bande (+1) registriert die zweite Panne in Serie (1:7) und liegt auf dem 6.Tabellenplatz (16). Man wird sich wohl damit abfinden müssen, dass der Pfad ins Niemandsland führt. Noch nie konnten die Grünschwarzen die Fusion knacken (0:3:6, 7:23). Neun Versuche und kein Sieg - da hätte selbst Don Quijote seine Windmühlen längst gegen einen anderen Gegner eingetauscht. Deuß und Hout erzielten in der vergangenen Saison die zwei Buden für den Gast aus dem Traugott-Bender-Sportpark (0:2) im Mai des aktuellen Jahres.