Kreisklasse A2 Karlsruhe • Sonntag, 20.09.26

TSV 1913
Spessart

SSV 1847
Ettlingen
Beim Neuling aus Spessart fällt auf, dass die Offensive mit ø 1,6 Treffern pro Spiel eigentlich in der A-Klasse angekommen ist. Wären da nicht stattliche ø 3,8 Gegentreffer. Der »Eber« auf den Spuren von Don Quichote und Rosinante und auf dem Weg, ein Derby zu bestreiten. Windmühlen gibt’s keine - der Kampf wird trotzdem schwierig. Der SSV Ettlingen kommt und mit denen teilen sich die »Eber« die Tatsache, ein Jahr verschwunden gewesen zu sein. Die Gäste kickten zwölf Monate Kreisliga; Spessart im B-Jargon. Hält die beste Defensive (5) der Liga am kommenden Spieltag am Spechtwald die Null, dann werden die »Dohlenatze« den vierten Kick ohne Pleite niederschreiben (2:1:0, 9:4). Warmgeschossen hat man sich am letzten Wochenende gegen den Forchheimer Sportfreund (5:1). Nichts spricht gegen den fünften Sieg im sechsten Treffen (4:0:1, 22:9).

TSV
Auerbach

SC
Neuburgweier
Zwei Gegentreffer in 360 Minuten, bevor der »Frosch« seine Locken zur Schau stellte und dem »Stromer« vier in neunzig Minuten einschenkte (1:4). Der Höhenflug der »Gaiße« wurde nach fünf Siegen in Folge (13:3) unsanft unterbrochen oder gar beendet, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Der Stecker war kurz draußen - jetzt wird geprüft, ob noch Strom auf der Leitung ist. Moritz Nagel war der Referee, der vor dreizehn Jahren den letzten »Weirer« Gang an den Mühlenweg archivierte. Damals reichte dem Hausherrn eine Bude, um die Geschichte in der A-Klasse zu entscheiden (1:0). Gewinnen konnten die »Stromer« übrigens nie (4:2:0, 10:3). Der Fünfte will den Nimbus brechen, um die gute Entwicklung nicht zu unterbrechen. Sechs Anläufe, kein Sieg - irgendwann wird aus einem Nimbus ein ausgewachsener Fluch. Auerbach hängt als Absteiger im zweistelligen Tabellenbereich ab (11.). Wann können die Grünweißen den Abwärtstrend endgültig ad acta legen? Momentan heißt es; fünf Heimspiele ohne einen Sieg (0:2:3, 6:11) und laue 4 Tupfen im Farbkasten. Das hört sich eher suboptimal an. Der Lack soll da sein - nur die Farbe weigert sich zu glänzen.

FV Alemannia
Bruchhausen

VfB 04
Grötzingen
Ein Zeichen an die Kollegen setzten die Alemannen am letzten Spieltag. Beim bisher brachial aufspielenden SC Neuburgweier zündeten die »Frösche« vier Kerzen ab und gewannen 4:1. Ausgerechnet der »Frosch« spielte den Feuerteufel - Biologie kann so schön sinnlos sein. Wie in der vergangenen Saison haben die Blauweißen nach drei Spielen 6 Punkte in der Schatulle. Jetzt hoffen die Siebtplatzierten auf die Fortsetzung gewisser Abläufe. Grötzingen kommt als Letzter, ohne Punkte und mit fünf Niederlagen in Folge (6:15). Allerdings gilt der »Hottscheck« als der Angstgegner der Alemannen. In der vergangenen Runde gewann Nullvier hier 4:2 und auch in den anderen Rutschen sah der VfB stets gut aus (1:1:6, 16:27). Der letzte FV-Triumph liegt im Jahre 2018 begraben. Damals war ebenfalls die A2 das Zuhause der beiden Equipen und die quakende Zunft behielt mit einem 4:2 die Oberhand. Acht Jahre später wäre Wiederholung keine Nostalgie, sondern Therapie.

FC Viktoria
Jöhlingen

PS
Karlsruhe
Die »Vicky« als Vizemeister ist bisweilen die Enttäuschung der Saison. Vier Punkte nach drei Spielen und 5:5 Treffer - die Bilanz des berühmten Max Mustermann, das Synonym für das graue Mittelmaß an der Türklingel. Der Zwölfte sollte schleunigst den Hammer aus dem Schopf holen, bevor die Hütte brennt. Das 1:2 am 4.Spieltag gegen den SC Neuburgweier beendete eine Serie von 23 Heimspielen ohne Niederlage (19:4:0, 68:26). Gegen den Neuling vom Dammerstock sollten alte Gepflogenheiten wieder hochgeladen werden. Der Gast kommt als Tabellen-Neunter (6) und ist zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Mit dem 2:3 gegen den FV Wössingen konnten die »Indianer« leben. Es war einmal ein Freitag, der 24.Mai 2019. Ein britisches Forscherteam veröffentlichte an diesem Tag eine Studie, die bewies: Möwen klauen Menschen ihr Essen nicht zufällig, sondern starren gezielt darauf, was Menschen in der Hand halten, um genau das zu mopsen. Exakt am gleichen Tag gastierten die »Postler« einmalig in der Jahnstraße und verloren 1:6.

FV 04
Wössingen

FV
Ettlingenweier 2
Der FV Wössingen ist Tabellen-Zweiter (12) und keinen wundert es? Das könnte damit zusammenhängen, dass die Blauweißen schon im letzten Jahr zum gleichen Zeitpunkt 10 Duppen auf den Karren packten, ehe die große Misere im Weg stand. Aber diese Episode muss sich ja nicht wiederholen. Genießen und sich umschauen. Wer ständig in den Rückspiegel guckt, übersieht irgendwann die Ausfahrt nach oben. Jetzt kommt die Reserve aus Ettlingenweier und die ist in der Regel ein Team, das auswärts keine Siege möchte (0:1:6, 9:19). Fernreisen offenbar nur mit Punkte-Zoll. Andersrum kann der »Bohnegringl« gut mit dem »Mondspritzer«. Nur einmal gelang es dem heimischen Nullvier, »Weier« aufs Kreuz zu legen (1:3:5, 11:18). Das war beim letzten Besuch vor vier Monaten (3:1). Die Rotschwarzen kommen mit dem Rückenwind eines 4:3 über wackere Kroaten; zwei Ampelkarten und 33 Torbeteiligungen (ø 6,6). Wer also Langeweile sucht, der schaut sich den Tatort am Sonntag an.

SV NK Croatia
Karlsruhe

SpG Burbach/
Pfaffenrot
Nach zwei Pleiten in Serie (5:7) sind die Kroaten da, wo sie nicht hinwollten (13.). Nach zwei Siegen in Serie (7:3) sind die »BuPfis« da, wo sie gerne bleiben möchten (1.). Nach dem Derbysieg über den SV Völkersbach (3:2) grüßen die »Eber« und »Killhasen« zum zweiten Mal in dieser Saison vom ersten Platz, mit der Gefahr, dass die Höhenangst wieder zuschlägt. Die beste Offensive (17) schlug zu und machte die Albtal-Union glücklich. Der Weg zum Schloss wirkt mit der Krone entspannter. Nur beim Treppensteigen sollte man nicht nach unten schauen. Die kroatischen »Rieberger« unterlagen dem FV Ettlingenweier 2 mit 3:4. Wieder einmal stehen die Rotblauen am Ende der Fairness-Tabelle (14:1:1); wieder einmal zeigen die Balkan-Buben Launen wie eine Madame in den Wechseljahren. Bei Croatia weiß selbst der Wetterfrosch nicht, ob er Badehose oder Schutzhelm mitbringen soll. In vier der letzten sieben Begegnungen reichten zwei Hütten, um zu gewinnen. Im Jahre 2023 setzte sich Croatia mit einem 7:1 durch; vier Jahre vorher gewann BuPf am Schloss 9:1. »Alles drin?« Alles drin!

SV
Völkersbach

SG
Rüppurr
Derby-Niederlage; Königsmord; vierzehn gelbe Karten und die Ernüchterung nach einem 2:3 gegen »BuPf«. Das Menü war reichhaltig - nur die Punkte fehlten auf dem Teller. Jetzt muss der Vierte (9) die Sache wieder zurechtrücken, was grundsätzlich kein einfacher Plan werden wird, denn mit der SG Rüppurr kommt der Tabellen-Dritte an den Wasen. Der besiegte am letzten Wochenende einen »Eber« mit 5:3 und summiert aktuell einen Zehner-Block, nach vier ungeschlagenen Spielen (12:6). Rüppurr marschiert - ohne Kapelle, aber mit Taktgefühl. Vor einem Jahr standen die »Rahmbeutel« ganz oben auf dem ersten Tabellenplatz (13). Völkersbach wurde bisher gerne genommen … elf Treffer im letzten Jahr (1:5, 2:6) und sieben Drillinge in sieben Begegnungen (7:28). Das ist mal eine Bilanz vom Feinsten. Sieben Spiele, sieben Siege - dagegen wirkt ein Dauerauftrag spontan und gehaltene Versprechen wie eine gewöhnliche Regel.