Kreisklasse A2 Karlsruhe • Sonntag, 27.09.26
»BuPf« erwartet Spitzenspiel • Rüppurr-Derby

SSV 1847
Ettlingen

SV
Völkersbach
Nach zwei Pleiten ist das Holz beim SV Völkersbach feucht geworden. Dennoch kann der Spitzenreiter des 4.Spieltages mit den bisher erreichten 9 Punkten (7.) zufrieden sein. Vor 12 Monaten standen nur 7 Zähler auf der Habenseite. Nach dem 1:3 gegen Rüppurr geht’s in die große Kreisstadt mit den kleinen Zielen. Die Ettlinger Spielgemeinschaft ruft zum Vergleich auf. Die besitzt die beste Defensive (6) und ist seit vier Einheiten unbesiegt (3:1:0, 14:5) - fuhrwerkt aber als Fünfter hinter der Spitze rum. Das würde sich ändern, wenn der »Natz« die direkten Duelle in der Spitze mit einem Heimsieg am kommenden Sonntag kontert. Nach dem 5:1 über den TSV Spessart sollten die Kreisstädter wissen, dass ein Quadrat Nischen hat. Geometrielehrer bekommen davon Ausschlag - Stürmer nennen es Raumaufteilung. Im letzten Jahr hielt man es so, dass der jeweilige Gast eine Hütte mehr abbrannte (3:4, 1:0). Die historische Führung hält hingegen knapp die Fusion (6:1:5, 31:23).

SpG Burbach/
Pfaffenrot

FV 04
Wössingen
Die Wössinger liefern ein kleines Kuriosum. Mit plus drei Toren (14:11) ist der Rebmann-Clan derzeit Spitzenreiter. Den besten Sturm (17) bringt hingegen die Heimmannschaft mit. Die Hausherren haben wir eher auf der Pole-Position erwartet. Aber das »Albtal-Chamäleon« kneift, wenn die Luft in der Höhe dünner wird. Eine altbekannte Gebrechlichkeit, die mit 13 Gegentreffern diagnostiziert und damit behandelbar ist. Zuletzt gab es für den zweifachen Gipfelstürmer (2.,5.) eine 0:1-Niederlage gegen den Kroaten. Auf den 3.Tabellenplatz versetzt, könnte »BuPf« wieder zur normalen Leistung gelangen. Der Abstand zur Zugluft ist gewährleistet. Wössingen wird sich auf einen Gegner einstellen müssen, der unterm Balkon ordentlich Musik veranstaltet. Tore waren bisher selten im Beipackzettel, wenn diese beiden Gruppierungen zur Therapie erschienen (ø 3,16 - 3:1:2, 10:9). In der vergangenen Saison erzielten die Rotschwarzen zweimal einen Treffer mehr als der »Spritzer«, die ihnen zu einem Sixpack verhalfen (1:0, 2:1). Sechs Punkte mit drei Toren - anderswo ist das Fußball, im Albtal läuft so etwas unter Mikrodosierung.

FV Alemannia
Bruchhausen

FC Viktoria
Jöhlingen
Der Alemanne ist aktuell in einer ordentlichen Verfassung und damit seinem Gegner ein kleines Stück voraus. Der Sechste (9) gewann zweimal in Serie (9:3) und erledigte am letzten Wochenende die Akte Grötzingen mit Bravour (5:2). Hier am heimischen Weiher sind es sogar 9 Striche aus den zurückliegenden 270 Minuten bei 18:5 Buden. Da kommt der Vizemeister aus Walzbachtal gerade recht. Dem gelang zuletzt ein 3:2 über PS Karlsruhe - er wirkt aber längst nicht mehr so frisch und frech wie im letzten Jahr. Bisher bewegte sich die »Vicky« zwischen drei und zwölf und ist zur aktuellen Stunde auf einem 8.Tabellenplatz einquartiert. Mit nur vier gespielten Partien hat das Tufa-Ensemble aber noch Optionen, Dinge geradezurücken. Tore satt (ø 4,92), aber noch nie spielten die beiden Verbände unentschieden, wenn man zusammentrat (6:0:7, 34:30). In der letzten Saison benötigte das jeweilige Heimteam drei für drei (3:1, 2:3) … im Jahre 2022 feierte der »Frosch« hier am Alemannenweg einen 7:1-Heimsieg. Seitdem hängt diese Sieben im Raum wie ein Kronleuchter in einer Gartenlaube.

PS
Karlsruhe

FV
Ettlingenweier 2
Thomas Zwick hieß der Gute, der 2022 bei der letzten »Gringl«-Bewegung am Dammerstock fünf Hütten notierte (3:2). Damals wie heute war die A2 die Bühne. Der Hausherr ist der Neuling; der den Tabellennachbarn mit ebenso 6 Punkten zum »Fancy Dance« lädt. Der Elfte erwartet den Zehnten und die Pranken sind geölt. Ettlingenweier 2 hat ja bekanntlich so seine Probleme mit dem Reisen. Einen Strich aus den letzten acht Expeditionen (9:21) - ein Plus für die Heimmannschaft, die zuletzt zweimal 2:3 verlor. Wer auswärts derart zuverlässig Gepäck verliert, sollte den Mannschaftsbus vielleicht mit Fundbüro beschriften. Historisch liegt das Ding eben im Gras (4:0:4, 20:23) - Entscheidungen wurden stets im Rahmen der vorgegebenen Laufzeit erwogen. Acht Treffen ohne Remis - Unentschieden steht bei dieser Liaison offenbar auf der Gästeliste, kommt aber nie rein. Wer wird am kommenden Spieltag den Knüppel in der Hand haben und den Tross womöglich in den einstelligen Tabellenteil lotsen?

SG
Rüppurr

SV NK Croatia
Karlsruhe
Die »Unaufsteigbaren« gegen die »Unverbesserlichen«. Die einen stehen mal wieder auf Platz zwei; die anderen mal wieder auf dem letzten Platz der Fairness-Wertung (18/1/1). Der eine Verein sammelt Punkte für oben, der andere Karten wie ein Achtjähriger Pokémon - nur mit schlechterem Tauschwert. Sportlich neigen beide Teams dazu, in beiden Richtungen zu überraschen. »Rieberg« gewann zuletzt gegen den SV Völkersbach 3:1 und summiert 13 Zähler aus fünf Spielen (15:7) - das Ticket für den 2.Tabellenplatz hinter dem FV Wössingen. Die Kroaten holten am vergangenen Spieltag die »BuPfis« mit einem 1:0 vom Thron und stehen damit auf dem letzten einstelligen Tabellenplatz (9.). In der Ferne wartet die Equipe jedoch seit fünf Sausen auf einen Wert (8:20). Auswärts ist derzeit Niemandsland … Das Duell der Albtal-Besieger wird am kommenden Wochenende das siebte Derby sein (4:1:1, 19:9). Ganz klar vorne - die Fusion. Im letzten Jahr gewannen allerdings die Gäste hier mit 4:3.

VfB 04
Grötzingen

TSV
Auerbach
Wenig Treffer (6, ø 1,5), viele Verwarnungen (9/0/1) und 0 Punkte. Beim VfB hängt der Haussegen schiefer als der Heiligenschein eines Gebrauchtwagenhändlers. Sechs Niederlagen in Serie (8:20) für den Vorletzten der Fairness-Tabelle - und eine Erklärung haben wir keine. Vor der Saison hoch gehandelt, stehen die Welle-Buben, ebenso wie der kommende Gegner, pekinesenhaft mit der Nase an der Wand. Wer kann sich lösen und wer hätte geglaubt, dass wir hier am 7.Spieltag von einem Tabellenkeller-Gefecht reden? Auerbach wollte als Absteiger den Betriebsunfall revidieren. Stattdessen klingelt die B-Klasse dezent im Pneuhage-Stadion. Ein Tupfen aus drei Spielen (0:1:2, 1:5) und vier Striche im Gesamten für den Dreizehnten. Nach der ärgerlichen 0:1-Niederlage gegen den SC Neuburgweier wartet ein richtungsweisendes Gefecht. Das Ganze hat inzwischen etwas von zwei Einbrechern, die im Keller aufeinandertreffen und feststellen, dass keiner den Schlüssel nach oben dabeihat. Zehn Jahre ist das einzige Duell der beiden Teams her. Damals (2016) setzte sich der VfB in der heimischen Bruchwaldstraße im Pokal mit 3:0 durch.