Kreisklasse A2 Karlsruhe • Sonntag, 20.09.26
Minus/Plus beim »Stromer«

FV Sportfreunde
Forchheim 2

TSV 1913
Spessart
Ein Sportfreund ist auf das »Schwein« gekommen. Der »Eber« vom Spechtwald rückt an und der ist ähnlich berechenbar wie sein Verwandter aus dem Forst. Nach Wochen der Enthaltsamkeit düpierte der Neuling Bruchhausen (5:3), um dann kurz darauf Punkte an Auerbach (0:1) weiterzuleiten. Ein Zapfen trennt den Vierzehnten (8) vom rettenden Ufer und man sollte meinen, dass der Klassenerhalt möglich ist; wenn er auch viel Arbeit erfordert. Das Zauberwort heißt Punkte. Wesentlich weiter ist Mit-Aufsteiger Forchheim 2 als Tabellen-Sechster (19). Nur noch 4 Punkte trennen den »Grießer« vom 2.Tabellenplatz. Doch in der Karlsruher Straße ist kein Platz für Träume und Wunschkonzerte, solange eine erste Mannschaft mit der kommenden Kreisliga-Saison in Verbindung gebracht wird. Vier Punkte aus den letzten zwei Spielen (11:7) nach einem resoluten Auftritt gegen einen weiteren Aufsteiger, PS Karlsruhe 2 (6:2). In der letzten Saison, als sich die beiden Teams in der B4 über den Weg liefen, gewann der TSV gleich zweimal mit vier Treffern (1:4, 2:4). Eine Teilung ist laut Ahnentafel nicht vorgesehen. Sieben Treffen, sieben Entscheidungen (3:0:4, 14:20). Nur beim Aufstieg am Saisonende nutzte man den gleichen Fahrstuhl.

TSV
Auerbach

SV
Völkersbach
Während Auerbach mit einem 1:0 über Spessart in den einstelligen Tabellenbereich zurückgekehrt ist, nahm Völkersbach den entgegengesetzten Weg. Man konnte quasi »Hallo« sagen beim Stühlerücken. Jetzt steht der direkte Vergleich am Mühlenweg an und die Hausherren wollen unbedingt die »Zweistelligkeit« nach der »Zweisamkeit« vermeiden. Vierzehn Punkte für den Neunten, von denen 50 Prozent aus den vergangenen 270 Minuten eingeholt wurden (2:1:0, 8:6). Der Form-Barometer ist grünweiß - die Gäste vom Wasen adoptierten zum gleichen Zeitpunkt nur einen Strich (0:1:2, 6:12). Während Auerbach derzeit Punkte hamstert, betreibt Völkersbach deren artgerechte Auswilderung. Drei Punkte fehlen dem Pinelli-Team, Tabellen-Zehnter, zur vergangenen Saison (13, 16). Ein tolles Spiel lieferte man sich mit dem FV Bruchhausen am vergangenen Wochenende. Am Ende stand aber ein 4:6 auf der Anzeigetafel. Dreizehn Jahre ist es her, als die »Besebinder« im Pneuhage-Stadion um Profil feilschten. Damals setzten sich die Hausherren mit einem 2:1 durch. Man schrieb den 2.Spieltag in der A2, die der TSV Auerbach am Ende als Meister abschloss, während der SVV auf dem 8.Tabellenplatz landete.

FV Alemannia
Bruchhausen

SV NK Croatia
Karlsruhe
Der Fern- und Fair-Letzte (30/2/1) mit dem schwächsten Sturm (19) kommt zum FV Alemannia. Ein Selbstläufer für den heimischen »Frosch«, der ein aggressiver Geselle sein soll und bereits 45 Mal einschoss? Dass der Dritte ein rabiater Hüpfer ist und die größte Torbeteiligung aufweist (75, ø 6,82), bewies er mit einem 6:4 gegen Völkersbach, nach dem Motto, wen interessiert ein maroder Keller, wenn das Dach dicht ist. Die Alemannia betreibt Fußball nach dem Prinzip einer sizilianischen Familienfehde - Hauptsache, der Gegner hat am Ende mehr Einschusslöcher. Ein Strich fehlt dem FVA (22) zum Tabellen-Zweiten. Das kroatische Ensemble hat wenig bis keine Argumente. Zuletzt verlor man 1:2 gegen den FC Viktoria Jöhlingen und bilanzierte den fünften Zwist ohne Zwingendes (0:1:4, 9:18). Kann der Tabellen-Dreizehnte (8) den einen Punkt zum rettenden Ufer relativieren oder gibt es die neunte Auswärtsniederlage in Serie (14:34)? Die Reisebilanz ist derart verheerend, dass selbst Christoph Kolumbus nach acht gescheiterten Expeditionen lieber einen Schrebergarten gepachtet hätte. Anno 2008 unterlag man hier 0:15; letzte Runde 1:4 und in vierzehn Begegnungen insgesamt elf Mal (11:0:3, 61:26).

SC
Neuburgweier

SpG Burbach/
Pfaffenrot
Das Minus im Plus-Bereich zu Gast beim »Stromer«. Wer hier an ein Umspannwerk denkt, der liegt eindeutig falsch. BuPf ist die schwächste Elf mit positivem Torverhältnis (+1), die am kommenden Spieltag am Strom (Rhein) residiert, wo die »Gaiße« in der Regel erfolgreich grasen. Neuburgweier ist nach dem 4:2 in Ettlingenweier Vierter (22); mit einem Punkt Rückstand auf den Tabellen-Zweiten. Neun Dupfen aus den vergangenen drei Treffen (8:4) - die Schwarzweißen haben die Kurve bekommen und schielen wieder bergaufwärts in der Tiefebene und das nicht, weil ein geografisch Höhergelegener herabsteigt, der tabellarisch drei Plätze tiefer geführt wird (7.,17). Alexander von Humboldt würde bei so viel geografischem Paradoxon zum Schnaps greifen. Der Gast, Fern-Dritter, registriert 76,47 Prozent seiner erworbenen Punkte aus Auswärtsspielen (13). Doch aus den letzten zwei saisonalen Messen konnte nur ein Dupfen erworben werden (6:8). Enge Geschichten waren es in den letzten Jahren. Frey sorgte in der vierten Nachspielminute im letzten Jahr für einen 3:2-Sieg der Hausherren. Ein Zeitpunkt, an dem der Gegner gedanklich bereits unter der Dusche stand und plötzlich noch einmal die Seife fallen ließ. Die Historie spricht dem SC neun Siege in siebzehn Meetings zu (9:3:5, 36:26). Auch im kommenden Spiel glauben wir an ein verdammt knappes Resultat.

PS
Karlsruhe

SSV 1847
Ettlingen
PS Karlsruhe stieg im letzten Jahr in die A-Klasse auf - den Eingang in die neuen Räumlichkeiten haben sie noch nicht gefunden. Weiterhin steht der »Indianer« mit einem Gummi-Messer vor dem Gegner und erwartet, ernst genommen zu werden. Gerade einmal ein Punkt aus den vergangenen acht Begegnungen (14:28) bei ø 3,25 Gegentreffern pro Spiel (39). Das haut dem härtesten Apachen die Federn aus dem Kopfschmuck. Zwei Punkte fehlen dem Letzten (7) zum rettenden Ufer, nach einem desolaten Auftritt gegen den Mit-Aufsteiger aus Forchheim (2:6). Mit dem gleichen Resultat ging Ettlingen gegen den Spitzenreiter aus Rüppurr aus dem Messen. Zehn Spiele ohne Pleite (5:5:0, 30:16) konnten den Primus aus Rieberg nicht überzeugen. Ein Ende der Erfolgsserie mit sechs Gegentoren - da wurde aus dem Höhenflug eine Bruchlandung ohne vorherige Sicherheitsunterweisung. Nun reist der »Natz« erneut nach Rüppurr, um die Scherben zu kitten. Psychologisch wichtig - an die Stelle zurückzukehren, die Albträume und Schlaflosigkeit verursacht, zumal man hier 2021 beim letzten Besuch 1:0 gewinnen konnte. Vielleicht hilft die Erinnerung an damals …

VfB 04
Grötzingen

FV
Ettlingenweier 2
Erfolgreicher Spielbetrieb findet für den VfB 04 ausschließlich hier in der Bruchwaldstraße statt. Der Heim-Zweite errang 12 seiner 13 Punkte in seinen Heimspielen. Jetzt ist es wieder so weit - die »Hottschecks« dürfen sich einen Stern kleben - Heim-Auftritt gegen den »Bohnegringl«, den man in acht von dreizehn Fällen besiegen durfte (8:0:5, 28:22). Letztes Jahr mit einem 4:1 am 6.Spieltag. Fünf Punkte Distanz analysiert der VfB zum Abstieg; als Elfter mit 13 Duppen. Das wiederum heißt, dass dem Welle-Team im Vergleich zur letzten Saison stattliche 10 Punkte schlichtweg abhandenkamen. Das Fundbüro ist involviert. Der fünfte Heimsieg in Serie (19:8) wäre ein Weg, den Verlust zu reduzieren. Ettlingenweier (12.) liegt 4 Punkte und einen Platz hinter dem VfB 04 und bangt um die Klasse. Dem gelbroten »Gringl« (drei Ampelkarten) droht nach vier Niederlagen (4:15) ein Doppel-Abstieg im Verein. Sportlich auf Talfahrt, disziplinarisch bei der Verkehrsüberwachung aktenkundig. Doch noch rollt der Ball und weniger die Köpfe. Es fließt noch ordentlich Verkehr die L607 entlang, bis hier Entscheidungen fallen. Wer jetzt schon die Beerdigung organisiert, sollte wenigstens die Quittung aufheben.