Deine Spitzenreiter
Teil 18 - Ekstraklasa/ Polen




Von Mielec starten wir in die polnische Hauptstadt, Mittelpunkt des Ballsports im Land der Polanen. Drei Stunden brauchen wir, um 260 Kilometer hinter uns zu bringen.  Hier finden wir die Nummer eins des polnischen Fußballs - der Hauptstadt-Club, Legia Warschau. Dreizehn Meisterschaften (1955, 1956, 1968/69, 1969/70, 1993/94, 1994/95, 2001/02, 2005/06, 2012/13, 2013/14, 2015/16, 2016/17, 2017/18), neunzehn Mal Pokalsieger (1954/55, 1955/56, 1963/64, 1965/66, 1972/73, 1979/80, 1980/81, 1988/89, 1989/90, 1993/94, 1994/95, 1996/97, 2007/08, 2010/11, 2011/12, 2012/13, 2014/15, 2015/16, 2017/18). Der größte Erfolg ist aber das Halbfinale im Europapokal der Landesmeister, das Legia gegen Feyenoord Rotterdam knapp verlor (0:0, 0:2). Gespielt wird im Stadion Wojska Polskiego, dass 31.000 Zuschauern Platz gewehrt. Kazimierz »Kaz« Deyna gilt als der größte Star, den Legia und damit Gesamt-Polen, je hervorbrachte. Seine Statue steht vor dem Stadion. In der Stadt leben 1,7 Millionen Einwohner. Neun Punkte Vorsprung häufte Legia vor dem Rivalen, Piast Gliwice. Es droht der vierzehnte Meistertitel für Legia.

Ihren besten Stürmer hat die Legion erst vor wenigen Wochen verloren. Der ehemalige U21-Nationalspieler,  Jaroslaw Niezgoda (24) schoss 14 Tore in 18 Spielen, bevor ihn die Portland Timbers (USA) für 3,6 Millionen ins Land der »unbegrenzten« Möglichkeiten holten. Er hinterließ drei Meisterschaften (2016, 2017, 2018) und einen Pokalsieg (2018) neben 29 Buden in 80 Einheiten. José Kanté Martínez (29), ein Spanier der für Guinea aufläuft (11 Spiele/ 2 Tore), soll die Lücke schließen. Über Zypern (AEK Larnaka) fand er nach Polen. Einunddreißig Treffer in 115 Spielen stehen in der Ekstraklasa in der Niederschrift.

Zwei Galionsfiguren in der Hütte … Die Zukunft, die bald Vergangenheit sein wird, heißt Radoslaw Majecki (20), der bei einen Marktwert von 4,5 Millionen taxiert. Im Januar für 7 Millionen an den AS Monaco verkauft und wieder ausgeliehen. Die Liasion endet am 30.Juni. Das Fürstentum ruft den jungen Schlussmann zurück. Die Vergangenheit, die in Zukunft eventuell wieder die Hütte hüten wird, nennt sich  Radoslaw Cierzniak (37). Der ein einmalige Nationalspieler Polens feierte mit Legia drei Meisterschaften (2016, 2017, 2018) und zwei Pokalsiege (2016, 2018). In Zypern (Alki Larnaca), Schottland (Dundee United) und in der Ukraine (Karpaty Lviv, Volyn Lutsk) sammelte der Schlussmann Erfahrungen im Ausland, bevor er 2015 über Wisla Krakau 2016 in Warschau landete. Ein Spiel in der Champions-League (Legia Warschau) und 111 Einsätze in der Scottich Premiership zeigen die Großtaten des Routiniers. In der polnischen Ekstraklasa absolvierte Cierzniak 102 Einsätze.

Keiner war teurer als der junge Bartosz Slisz (20), der für 1,84 Millionen vor der laufenden Saison von Zaglebie Lubin in die Hauptstadt wechselte. Zweimal wurde der zentrale Mittelfeldspieler in der U21 eingesetzt. Sein Marktwert beruht sich auf zwei Buden in 48 Spielen in der ersten polnischen Liga. Ivan Obradovic (31), der Serbe, der 27 Länderspiele absolvierte (1 Tor), dürfte der erfahrenste Legionär im Team sein. Belgischer Meister (RSC Anderlecht 2017), dreimal serbischer Meister (Partizan Belgrad, 2008, 2009, 2010) und zweimal serbischer Pokalsieger (Partizan Belgrad, 2008, 2009). Neben Anderlecht (Belgien) konnte man den Verteidiger bei Real Saragossa (Spanien) und in Mechelen (Belgien) bewundern.

Anführer der Garde ist Artur Jedrzejczyk (32), der alleine neun Pokale mit Legia gewann. Vierzig Länderspiele für Polen (3 Tore) für den Kapitän, der bis auf ein Gastspiel bei FK Krasnodar (Russland) ausschließlich in der Heimat aktiv war. Für fünf Vereine (Korona Kielce, GKS 1962 Jastrzebie, Zabkovia Zabki, FK Krasnodar, Legia Warschau) spielte Artur 392 Mal und wurde 110 Mal verwarnt (14 Tore).

pfoschdeschuss - 04.06.2020