Kreisklasse B1 Karlsruhe • Sonntag, 18.09.26

FV Fortuna
Kirchfeld 3

SV 1964
Staffort
Eine Derby-Niederlage in Neureut (1:2) lässt den FV Fortuna Kirchfeld 3 auf dem 2.Tabellenplatz erscheinen. Der Betonierer (6 Gegentore) mit der schmalen Torbeteiligung (20, ø 2,86) liegt 2 Punkte hinter dem aktuellen Tabellenführer aus Linkenheim. Die »Siedler« planen im Heimspiel gegen den SV Staffort einen Heimsieg. Es wäre das fünfte Spiel an der Allee ohne Niederlage (4:1:0, 11:5), wenn denn das Vorhaben gelingt. Eine andere Ausrichtung verfolgen die Lorenz-Burschen … Nach einem starken 2:2 gegen den FV Rußheim sind die »Holzschuh« zwei Plätze auf den 9.Rang (9) gefallen. Der Remis-Fürst (3) ist derzeit der beste Plus-Bub (+1), dem aber im Gegensatz zur letzten Saison 4 Striche unterm Strich fehlen (13). Ein Königreich für drei Punkte … Sollten die Stafforter aber am Rande des Hardtwaldes einen Dreier finden, dann sieht die Welt im Lochenwald wieder besser aus. Wer kommt seinem Ziel am kommenden Wochenende näher?

FV 1912
Liedolsheim 2

FC 08
Neureut
Einen ganz wichtigen Erfolg feierte die Gabriel-Gang am letzten Wochenende im Derby gegen den FV Fortuna Kirchfeld 3 (2:1). Einerseits waren es die 3 Punkte; andererseits die Rückgewinnung von Energie und Selbstvertrauen. Der zweifache Spitzenreiter wäre mit einem vierten Spiel ohne Drilling (0:2:1, 3:8) wohl endgültig aus dem Aufstiegsrennen ausgestiegen. Mit dem erspielten Dreigestirn ist der Fünfte 3 Punkte vom Tabellenführer entfernt (14). Alles im Lot in der Sandgrube?! Der nächste Sieg ist dem »Spundenfresser« eigentlich sicher, denn der Gegner aus Liedolsheim 2 ist in dieser B1 noch nicht angekommen oder schlichtweg überfordert. Drei Punkte erscheinen auf dem Konto des Dreizehnten. Die »Ginggel« erzielen im Schnitt ø 0,43 Treffer pro Spiel. Fünf Pleiten in Serie (5:18) … die Bilanz des FV Liedolsheim 2.

Karlsruher
SV 2

FV 1916
Hochstetten
Dass Hochstetten aufgrund einer blütenweißen Weste gegen den »Sandhasen« nicht der Favorit ist, liegt an einer wahnsinnig starken Runde des Gastgebers. Viermal spielten die Kontrahenten und viermal konnten die »Affen« mit 13:1 Treffern den Triumph für sich pachten. Eine historische Dominanz, bei der selbst die römischen Legionen neidisch auf die Eroberungsquote blicken würden. Doch im kommenden Spiel sind die Präferenzen anders gewichtet. Die Fairsten (7/0/0) waren bis zum letzten Wochenende Spitzenreiter, nachdem die »Fusionierten« viermal in Serie gewannen (13:2). Doch dann kam die Wachablösung mit einem Gewitter, das seinesgleichen sucht. Linkenheim überfuhr die KSV-Reserve mit einem 5:0. Die Grünroten fielen mit 15 Punkten auf den 3.Tabellenplatz - befinden sich aber weiterhin auf Tuchfühlung. Wie haben die Hausherren diesen Tritt verkraftet? Hochstetten (7.,10) hofft auf desillusionierte und gestürzte Gipfelstürmer. Am letzten Wochenende durften die Ristucci-Jungs einen Sieg von der Couch aus feiern. Schlusslicht SG Karlsruhe 2 konnte nicht antreten. Am 5.Spieltag kam es für den Gast zu einem historischen Akt in Liedolsheim. Man gewann 2:0 und beendete eine Fern-Influenza von dreizehn Auswärtsspielen ohne Punkt (0:0:13, 12:43). Eine wundersame Genesung, wie sie zuletzt bei der Auferweckung des Lazarus überliefert wurde.

SG
Karlsruhe 2

FC Germania
Friedrichstal 2
Der achte Versuch der »Werkself«-Reserve, den ersten B-Klassen-Sieg einzufahren. Es sieht nicht gut aus für Blaugelb auf neuem Untergrund. Das Schlusslicht musste am letzten Wochenende ein Kräftemessen absagen. Sieben Spiele sind es jetzt, in denen der Novize 41 Gegentreffer hinnehmen musste (0:1:6, 7:41). Bei Siemens steht man offenbar weiterhin unter Strom - nur leider am falschen Ende der Leitung. »Chancenlos« … ist das Vokabular, das einem da einfällt. Doch irgendwann enden Serien und die Frage ist nur - wann? Können die Schlussleuchten die »Hugenotten« als Steigbügel aus dem Tiefkeller nutzen? Friedrichstal ist der Letzte in Sachen Disziplin (19/1/1). Trotz eines starken 2:2 gegen den VSV Büchig 2 und drei Rundenspielen ohne Pleite (1:2:0, 8:7) verzeichnet der wackelnde Elfte (5) ein Minus von 8 Punkten zur vergangenen Saison. Sportlich wird wieder gepunktet, disziplinarisch bleibt man der Wilde Westen - nur die Pferde fehlen noch. Zweimal hatte man bereits das Vergnügen auf der C-Liga-Bühne 23/24 … In beiden Spielen erzielte »Siemens« einen Treffer und holte null Punkte (1:4, 1:5).

VSV
Büchig 2

VfB 05
Knielingen 3
Die Bilanz zwischen diesen beiden Mannschaften spricht klar für den VSV 2, der drei der vier gemeinsamen Spiele mit Dreiern schmückte (3:1, 3:1, 1:1, 1:0). Das 2:2 am letzten Wochenende gegen den Lokalmatadoren aus Friedrichstal 2 verlief nicht nach Wunsch des Sechsten (13), der 6 Punkte mehr im Kescher zählt als vergangene Runde (7). Jetzt folgt ein Heimspiel und da sind die Quittkat-Jungs ein »Hulk«. In den zurückliegenden sechs Spielen erspielten die Rotweißen 16 von 18 möglichen Zählern (23:8). Starke Leistung für den einmaligen Tabellenführer. Die Gäste kommen frisch gewienert aus einem Techtelmechtel mit dem Grautier aus Spöck. Der Zehnte (9), zweimaliges Schlusslicht und bestes Minus-Gehöft (-6), schlug soeben den FC Spöck 2 mit 5:2 - der dritte Dreier hintereinander (12:6) und damit besitzen die »Holzbiere« dreimal so viele Punkte wie im letzten Jahr (3). Aus dem ehemaligen Armenhaus ist plötzlich eine Gelddruckerei geworden. Nun treffen zwei Serien aufeinander, von denen mindestens eine Federn lassen könnte.

FC
Spöck 2

TV 1896
Spöck 2
Bei diesem Gefecht müssen wir mit der Statistik beginnen. Fünfzehn Siege feierte der FC 2; elf gingen auf das Konto der zweiten Turner-Riege (15:6:11, 63:56). Obwohl die beiden benachbarten Reserven 119 Treffer in 32 Rutschen markierten (ø 3,71), geizte man in den letzten Treffen gewaltig. Sieben Buden in den letzten fünf Spielen (ø 1,40) lassen die Hoffnung auf ein torreiches Spiel verblassen. Aus einem einstigen Schützenfest ist eine Veranstaltung geworden, bei der selbst die Munition unter Denkmalschutz steht. Drei Treffer in 180 Minuten im vergangenen Jahr brachten den Blaugelben 4 Striche auf den Tacho (1:1,1:2). Ein Tor des FC 2 in der Runde 24/25 in zwei Spielen wiederum reichte, um 4 Dupfen in der Spechaastraße zu lösen. Tabellarisch ist dato der Gast weit vor dem Gastgeber, obwohl ihm 3 Kerben zur vergangenen Saison fehlen (12). Mit dem 4:0 über Liedolsheim 2 beendete 1896 eine Durststrecke von vier Einheiten ohne Drilling (0:2:2, 5:10). Die Hausherren warten mittlerweile elf Kicks auf den erwünschten Anker (0:5:6, 14:28). Die Suche nach einem Sieg erinnert inzwischen an die Suche nach dem Bernsteinzimmer. Gerade einmal ø 0,43 Buden erzielten die Blauen pro Spiel. Bei dieser Trefferquote wird der Tormann des Gegners zwangsläufig zum Feldspieler.

FV 1912
Russheim

FV 1919
Linkenheim
Es ist der Knaller am kommenden Spieltag. Die Linkenheimer befinden sich in Bestform. Aktuell scheint kein Gras gegen die »Schnecken« gewachsen zu sein. Am Wochenende stießen die Rotschwarzen den Spitzenreiter aus dem Traugott-Bender-Sportpark mit einem 5:0 vom Thron, um ihn selbst zu besetzen. Die beste Sturmreihe (37) ist nach vierzehn ungeschlagenen Spielen (10:4:0, 60:11) endlich auf dem Balkon zu Hause. Doch die Linkenheimer summieren nur einen Punkt mehr als vor einem Jahr (16) und nur drei Zähler mehr als der kommende Gegner aus dem Saalbach-Stadion (14). Der Vierte aus Rußheim könnte also gleichziehen, wenn man als Heim-Zweiter mit der besten Defensive (5) den Laden zuschließen kann. Wie das Gegenüber konnte man einen Strich mehr verbuchen als vor 12 Monaten (13). Unterhaltsam wird’s, wenn die Probanden um Punkte pöhlen. In 34 Begegnungen (7:9:18, 48:68) wurden 116 Knoten gebunden (ø 3,41). Elf waren es im vergangenen Durchgang, als man sich hier 2:2 trennte und dem »Feierdunna« im Rückspiel in der Friedrichstaler Straße die Punkte überließ (4:3). Wie sagt man in Russland? »Auch auf der Sonne gibt es Flecken.«