Kreisklasse B1 Karlsruhe • Sonntag, 25.10.26
Lokalkampf an der Friedrichstaler Straße

FC Germania
Friedrichstal 2

Karlsruher
SV 2
Das fairste Liga-Team (9/0/0) zu Gast beim Letzten der Disziplin (22/1/1) - der Elfte (8) in Erwartung des Fünften (15). Konträr, denn der heimische Underdog ist vier Spiele ungeschlagen (2:2:0, 13:9), während der Goliath aus dem Traugott-Bender-Sportpark aus den letzten beiden Spielen 0 Punkte und 0:9 Treffer erwirtschaftete. Die »Sandhasen« im Winterschlaf? Trotz eines adipösen 0:4 gegen den Hochstettener »Affen« stehen die Fusionierten nur 3 Punkte hinter Spitzenreiter Kirchfeld 3. Können die Gäste mit der Keule eine Trendwende einleiten? Oder ist Goliath inzwischen so gebrechlich, dass ihm selbst David beim Überqueren der Straße helfen muss? Friedrichstal 2 hat die Trendwende hinter sich. Den Letzten, SG Karlsruhe 2, konnten die Schwarzweißen mit einem 5:2 deutlich malträtieren. Mit 8 Punkten und einem 11.Tabellenplatz kann man zufrieden sein. Der Herrenfußball im Stutensee-Stadion hat sich gut erholt. Zwei Spiele, zweimal zwei Treffer mehr und zweimal einen Dreier für den KSV 2. So lief’s im letzten Jahr (0:2, 1:3).

TV 1896
Spöck 2

VSV
Büchig 2
Nach dem 8:1-Derbysieg gegen den FC Spöck 2 sind die Blaugelben bereit für den starken VSV 2. Die schwächste Plus-Gesellschaft (+8) hat bereits drei Unentschieden im Kescher. Die letzten beiden Einheiten konnte der Achte (12) allerdings mit jeweils drei Punkten (12:1) beschließen und Spiele gegen den VSV 2 endeten in den meisten Fällen mit Siegen (12:4:5, 46:32) - letztes Jahr gar mit Schützenfesten (5:0, 4:0). Die Angst vor der »Schweizer Garde« hält sich anhand der getätigten Anwendungen in Grenzen. Doch Favorit für das kommende Geplänkel ist der Gast als Vierter (16). Einmal standen die Rotweißen gar auf dem Liga-Balkon und nur zwei Dupfen trennen den Auswärts-Zweiten vom Spitzenreiter. Mit dem zuletzt einstudierten 2:1-Jubel über Knielingen 3 sind es nunmehr 7 Streiche aus drei Messungen (8:4). Erleben wir im kommenden Spiel ein Remis? Es ist eine Liga voller Überraschungen; Launen, Höhen und Tiefen. Kachelmann redet vom Aprilwetter; wir von der B1; der Psychologe nennt es Tabellen-Tourette.

VfB 05
Knielingen 3

SG
Karlsruhe 2
Knielingen 3 schrieb zuletzt schwarze Zahlen; siegte drei Mal hintereinander (12:6) und machte die ersten Schritte aus dem Tabellenkeller. Vor der Schwelle zum einstelligen Tabellenplatz ließen sich die »Holzbiere« zuletzt vom VSV Büchig abwatschen (1:2). Keine Abreibung; kein Debakel, aber auch keine Punkte. Der Zehnte steht mit 9 Dupfen am Anfang des zweistelligen Tabellenbereichs und könnte mit einem Sieg gegen den Letzten einen Platz vorrutschen. Was den Gegner betrifft, bleibt nur zu sagen, dass der Aufstieg in die B-Klasse bisher eher Fluch als Segen war. Ein Punkt aus acht Spielen (9:46). Die Blaugelben verbinden die schlechtesten Mannschaftsteile, die für die größte Torbeteiligung verantwortlich sind (55, ø 6,88). Zwei Buden im letzten Spiel reichten nicht. Gegen Friedrichstal 2 gab es eine 2:5-Abfuhr. Die Chancen gegen den VfB 3 sind wahrscheinlich ebenso schmal, wie sie zuvor waren. Fünf Punkte zum rettenden Ufer müssten bewältigt werden.

FV 1919
Linkenheim

FV 1916
Hochstetten
Die Trennung des FV Hochstetten von Trainer Ristucci kam überraschend vor dem Top-Lokalkampf gegen den FV Linkenheim und nach 6 Punkten und 7:0 Treffern aus den letzten beiden Spielen. Hat Hochstetten das Tal überwunden und bläst nun zu einer spektakulären Aufholjagd? Das wissen wir am kommenden Wochenende nach der schweren Geschichte, die ihnen bevorsteht. Linkenheim ist zornig. Nach vierzehn Spielen ohne Pleite (10:4:0, 60:11) mussten die »Schnecken« gegen den FV Rußheim die Segel streichen (2:3). Die beste Sturmreihe (39) ist mit 17 Punkten Zweiter; einen Strich hinter dem Ersten. Eine Derby-Pleite wäre zum aktuellen Zeitpunkt suboptimal. Linkenheim braucht Punkte - egal, wer auf der anderen Seite auftaucht. Dass Hochstetten zwei seiner drei Drillinge in den letzten beiden Treffen feierte, zeigt, wer in den letzten Jahren die Hosen anhatte (2024, 3:4, 2023, 0:2). Das Gesamtpaket gehört aber dem FVL (6:2:3, 26:18).

FV 1912
Russheim

FV Fortuna
Kirchfeld 3
Nach dem 3:2-Sieg gegen den FV Linkenheim herrscht im Saalbach-Stadion wieder Zuversicht, was die Rückkehr in die A-Klasse betrifft. Sieben Spiele sind die »Feierdunna« ungeschlagen (3:2:0, 20:5) und nur einen Punkt trennt den Dritten vom Gast, der nach dem Rußheimer Husarenstreich auf den 1.Tabellenplatz kletterte. Vom Königsmord zum Königsmord, um dann selbst König zu werden? Kirchfeld 3 ist das Überraschungsteam der B1. Mit 18 Duppen stehen die grünweißen Veteranen zum vierten Mal an der Tabellenspitze. Die beste Defensive (7) trägt eine entscheidende Mitschuld. Ein Spiel, das zum ersten Mal in einem Spielplan erscheint. Die »Feierdunna« wollen zurück in die A-Klasse, die Kirchfelder Haudegen verteidigen ihren Thron. Ein Generationenkonflikt, bei dem die Alten nicht ins Heim, sondern vom Balkon aus zum Volk sprechen möchten.

SV 1964
Staffort

FV 1912
Liedolsheim 2
Für die größte Überraschung am letzten Spieltag war der FV Liedolsheim 2 verantwortlich. Bisweilen hechteten die »Ginggel« von Sportplatz zu Sportplatz und blieben in fünf Spielen ohne Punktzufuhr (5:18). Und dann empfing jener Kellergeist den FC Neureut auf der heimischen Wiese und gewann 3:2. Damit konnte wirklich niemand rechnen. Der nächste Weg führt die Dettenheimer zum SV Staffort. Der Zwölfte (6) kommt als Vorletzter der Reisenden. Staffort liegt zurzeit mit neun auf der Neun. Damit bilanzieren die »Holzschuh« nach einem 2:3 gegen Kirchfeld 3 ein Minus von 4 Punkten zur vergangenen Saison. Der besten Negativ-Elf (-1) wurden drei Remis und zwei Ampelkarten verordnet. Drei Spiele sind die Lorenz-Buben mittlerweile ohne einen Sieg am Start (0:1:2, 5:7). Wir erleben das dreizehnte Miteinander - sechs Stafforter Siege; drei FVL-Erfolge und drei Unentschieden (6:3:3, 26:21) stehen in den Annalen.

FC 08
Neureut

FC
Spöck 2
Nach der 2:3-Blamage gegen den FV Liedolsheim 2 kommt es für den FC Neureut zum nächsten Zwist mit einem sportlichen Pflegefall. Der Gast kommt aus Stutensee-Spöck und verlor soeben das Derby gegen den Nachbarn TV Spöck 2 mit 1:8. Zwölf Spiele ist der Dreizehnte (3) ohne einen Sieg (0:5:7, 15:36). Drei saisonale Unentschieden brachten dem blauen »Esel« 3 Striche in den Notizblock. Profitieren die Gäste von der neuen Barmherzigkeit der »Spundenfresser«? Die Hausherren könnten gerne auf das Mutter-Teresa-Syndrom verzichten. Als Tabellen-Sechster (14) und ehemaliger Spitzenreiter hatte man in der Sandgrube Ambitionen und Ziele. Um das zu rechtfertigen, müssen Siege her. Den kommenden Kick sollte Nullacht mit einem Sieg ausstatten. Wer zweimal hintereinander sportliche Bedürftige beschenkt, ist kein Aufstiegskandidat mehr, sondern eine gemeinnützige Einrichtung mit Flutlichtanlage.