Die Kreisliga
So sieht's aus ...

Wer die Kreisliga verstehen will, der muss Statik studiert haben. Der einstellige Tabellenbereich spielt um den Aufstieg. Ab dem 10.Tabellenplatz grassiert die Sorge um den Verbleib in der Klasse. Dominanz ist im Vokabular nicht zu finden. Stattdessen kickt die Liga nach dem Mantra, »jeder kann jeden schlagen.«

Aufstiegskampf

Die Knielinger verspielten sich im Heimspiel gegen Eggenstein den Vorsprung auf die SG Stupferich (0:2). Bei einem Spiel plus beträgt der Vorsprung auf die »Pelzmüller« nur 3 Punkte. Somit beschränkt sich der Abstand zum Jäger bei jeweils 45 geschossenen Treffern auf zehn Hütten (Gegentore 20:30). Seit dem 4.Spieltag stehen die »Holzbiere« vor dem »Pelzmüller« und ein jedermann vom Rheinufer hofft, den hauchdünnen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Ein direktes Duell wird’s nicht mehr geben, denn die SG gewann am Frauenhäusleweg 2:1 während der VfB den Zwist beim Pokalsieger mit 5:4 für sich entscheiden konnte. Der lachende Dritte könnte am Ende vielleicht aber auch aus Weingarten kommen, die noch in Knielingen und zuhause gegen Stupferich antreten müssen. Wie die SG haben die »Klemmbeitel« 35 Punkte und konnten sich an fünf Spieltagen auf Platz zwei niederlassen.

Ob der ASV Durlach (34 Punkte) im kommenden Jahr die Rückkehr in die Landesliga einplanen kann, ist fraglich. Die Mannschaft überrascht insgesamt, musste aber im Laufe der Saison Abstriche machen. Der Tabellenführer des 11.Spieltages ist derzeit nur noch Vierter. Eine solch starke Runde hätte man der Elf aus der Liebensteinstraße jedoch kaum zugetraut. Mit-Absteiger, SC Wettersbach, startete schauderhaft in die neue Saison. Am 3. und 4.Spieltag grüßte der »Phönix« flugunfähig vom letzten Tabellenplatz. Fünfzehn Spieltage später fand man den sagenumworbenen Vogel auf den Höhen des 4.Tabellenplatzes. Bisweilen die Sternstunde des Kolsch-Geschwaders (34 Punkte).

Ein Dreigestirn mit 32 Zählern folgt auf den Plätzen sechs, sieben und acht. Die Sportfreunde aus Forchheim bestechen mit einer guten Defensive (26 Tore). Der 2.Tabellenplatz am 9.Spieltag war jedoch der letzte Aufenthalt im Landesliga-Wartesaal. Die »Sportis« und der Aufstieg - seit Jahren werden diese beiden Elemente miteinander in Verbindung gebracht - bisweilen ohne finaler Verschmelzung. Die »Turner« aus Spöck hingegen weisen eine starke Sturmreihe auf (42 Tore). Doch Aufstieg ist nicht wirklich »ernstgemeint«. Die Elf um Trainer Sachs kursierte im Laufe der Runde zwischen vier und dreizehn. Die »Katholiken« vom Mühlburger Bahnhof sind, Stand heute, der Verlierer. Die hochdotierte Riege in Himmelblau, Tabellenführer am 4. und 14.Spieltag, steht mit dem aktuellen 8.Tabellenplatz auf dem niedrigsten Punkt der laufenden Causa.

Die Busenbacher, immerhin Dritter des 2.Spieltages, stehen mit 30 Punkten und Rang neun in der absoluten Gleichgültigkeit der Kreisliga. Doch eine kleine Serie im labilen Staffelland könnte die »Griewewurschd« recht schnell ins Schaufenster befördern.

Abstiegskampf

Für die letzten drei Mannschaften wird die Luft schon heute knapp. Hierbei zeigt das Schlusslicht, Auerbach, überhaupt keine Aufwärtstendenz. Weder in den Spielen 2020 (1 Punkt), noch in den letzten fünf Saisonspielen (2 Punkte) konnten die Karlsbader einen so wichtigen Sieg holen (16 Punkte). Beim Aufsteiger, Jöhlingen, sieht’s nicht viel besser aus. Ein Punkt in den Spielen 2020 - ein Sieg und 5 Punkte aus den zurückliegenden fünf Partien sorgten immerhin dafür, dass Rotweiss das rote Licht an den Mühlenweg abgab (17 Punkte). West überraschte mit einem 2:1-Sieg bei der SG Daxlanden und schob sich auf den drittletzten Tabellenplatz vor (19 Punkte). Hier sehen wir sicherlich eine dezente Chance auf den Klassenerhalt.

Die enttäuschenden »Krabben« aus Eggenstein zeigten einen positiven Kurswechsel. Dass Alemannia, ebenso wie Germania (Neureut), Kandidaten für die A-Klasse sind, können wir uns wirklich nicht vorstellen. Vier Punkte beträgt zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs der Abstand zum Schluss-Trio. Leopoldshafen (12., 24 Punkte), hat sich den Einstieg in die Kreisliga einfacher vorgestellt. Der Spitzenreiter des 3.Spieltages und Fünftzehnte des 11.Durchgangs befindet sich seit dem 18.Spieltag unter Quarantäne (Platz 12). Die SG Daxlanden, die ebenfalls neu im Kreisliga-Bereich sind, könnten hingegen noch Probleme bekommen. Wie die »Brezelbuben« sind die »Schlaucher« in die Saison gestartet. Als Tabellenführer der ersten beiden Spieltage stürzten die Birkenfelder-Buben bis auf den 15.Tabellenplatz ab (8.Spieltag). Geerdet erscheint die SGD seit dem 18.Spieltag auf dem 11.Rang (24 Punkte). Erschreckend - ein Sieg aus den letzten sechs Spielen. Die Malscher (24 Punkte) landeten im Oktober/November 10 Punkte aus vier Spielen (11:5 Tore), was den »Storch« kurz von dreizehn auf neun aufleben ließ. Nach 0 Punkten und 1:7 Treffern aus den letzten drei Spielen ist das Federvieh vom Federbach wieder im Grubenkampf angekommen.


pfoschdeschuss - 19.03.2020