Die B1-Klasse
So sieht's aus ...

Die Konstante in dieser Staffel ist die Inkonstanz der Mannschaften, die sich gerne im kommenden Jahr in der A-Klasse sehen würden. Und so kommt es, dass der eigentliche Top-Aspirant, ASV Wolfartsweier, trotz stellenweise durchwachsener Leistungen vom 1.Platz grüßt. Nur zum Beispiel … der SV Blankenloch, der im letzten Jahr den Meistertitel einholte und sich momentan in der A-Klasse schwertut, hatte nach siebzehn Ligaspielen im letzten Jahr 43 Punkte. Wolfartsweier stand mit 36 Zählern auf Rang vier. Derzeit reichen dem »Stickel« 37 Punkte um den Herbstmeistertitel zu feiern.

Aufstiegskampf

Hier mischen in der Tat vier Mannschaften mit. Der Vizemeister, FV Hochstetten, und dass ist die Überraschung, eben nicht. Hinter dem ASV , der an elf der siebzehn Spieltage vom Podium salutierte, baut auf den besten Angriff (59 Treffer). Doch gegen die drei Hauptkonkurrenten konnte der Angriff nur einmal wüten und keinen einzigen Sieg verbuchen (1:2, 0:0, 0:0). Der FV Graben wiederum gilt als effektiv und nervenstark. Sieben Punkte holte die »Heils-Armee« aus den drei Gipfeltreffen (2:1, 1:0, 1:1) wobei die »Brockefresser« zweimal auf dem ersten Platz zu finden waren (13., 14.Spieltag). Doch Pannen gegen die »Egalos« aus dem Staffelbereich lassen den Robin Hood aus dem Hardtwald auf dem 2.Platz verweilen (36 Punkte). Der nächste Pendant ist ganz klar das Überraschungsteam, dass gerne mal den Sack offen lässt. Immer wenn die gute alte Hertha die Chance sieht, auf den Gipfel zu klettern, fehlt ihnen das Durchsetzungsvermögen (6.Spieltag, Wössingen 0:4, 15.Spieltag, Siemens 1:2). So blieb es der Gourgiots-Gang vorenthalten das Zepter zu schwingen (35 Punkte). Doch die Hoffnung stirbt laut Sprichwort zuletzt.  Der FC Fackel Karlsruhe stand im Laufe der Saison nie besser als aktuell (4.Platz). Ein Grund, warum man die »Lohwiesen-Sputniks« nie zum engeren Kreis zählte, trotzgleich man mit der besten Liga-Offensive hausieren ging (18 Gegentore). Doch nach zuletzt acht Spielen ohne Niederlage (7:1:0, 26:3 Treffer) und guten Verstärkungen zur Winterpause nahm man den Bescheidenen nun in der Tafel der Betuchten auf. Vom FCF erhoffen wir eine ganze Menge, wenn »Ronny« Corona einen Fortlauf der Saison gestatten sollte.  Ost, die wie die ein Frettchen im Hasenbau begannen und an den Tagen sechs, sieben und acht als Tabellenführer in den Almanach aufgenommen wurden, sollte wohl nicht mehr dazuzählen.  Vier Siege in den letzten zehn Spielen; ausnahmslos gegen die Kellerkinder (Linkenheim II, Mühlburg, Spöck II, Siemens) wirken wenig meisterlich (31 Punkte). Ähnlich gestaltet die  Neureuter Reserven ihr Vorgehen, die sich am 5.Spieltag noch mit der Krone schmückten (30 Punkte).    

Abstiegskampf

Der FC Spöck II galt eigentlich schon im letzten Jahr als Absteiger und nur durch etwaige Rückzuge, Aufstiegsunberechtigten und Ähnliches durfte der »Esel« weiter am Rennen teilnehmen. Dass man an der Spechaa-Straße diese Green-Card einlöste, wirkt überraschender, als der aktuelle vorletzte Tabellenplatz, den die Blauweißen innehaben (9 Punkte). Anderseits könnte ein Aufwind damit diagnostiziert werden, dass man zwischen dem 9.Spieltag und 15.Spieltag schlechter stand (Letzter). Dass man allerdings den letzten gespielten Spieltag mit einem Nichtantritt dekorierte, lässt Substanz vermissen.  Nach dreizehn Spielen ohne Sieg (0:2:11, 16:50 Tore) hat sich die rotschwarze Allianz aus Linkenheim II auf den letzten Tabellenplatz niedergelassen (6 Punkte). So blieb das 4:0 über Siemens am 3.Spieltag ein einmaliges Erlebnis für die »Schnecken«.  Apropos Siemens … Die halten sich als schwächste »Erste« mit 11 Punkten am rettenden Ufer auf. Ein Tor (0 Punkte) gab’s aus den letzten drei Kicks (1:8 Tore); drei Siege aus den letzten siebzehn Einheiten. Wer die SG Siemens Karlsruhe erklären kann, der sollte keine Probleme haben Atlantis zu finden. Die Schwarzweißen aus Mühlburg besitzen aktuell 12 Striche. Hierbei besticht der Sturm durch Laufleistung - immerhin mussten sich Duric und Kollegen bereits achtzig Mal in die eigene Hälfte zurückziehen (80 Gegentore). So holten die Brenner Jungs bei durchschnittlichen 5,5 Gegentreffern in den letzten neun Spielen gerade mal einen »Duppen« (11:50 Tore).

Bleiben noch Aufsteiger, Karlsruher SV II (12., 13 Punkte) und der SV Staffort (13., 15 Punkte). Die Novizen aus dem Traugott-Bender-Sportpark verloren die letzten drei Spiele (1:7 Tore); die »Holzschuh« aus dem beschaulichen Staffort gar die letzten vier Partien in Folge (2:13 Tore). Die Lage beider Teams würden wir jedoch nicht als akut bezeichnen, wenngleich beide Mannschaften vom 3. beziehungsweise vom 6.Rang aus starteten und einen sukzessiven Negativtrend verzeichneten.   


pfoschdeschuss - 23.03.2020