Die B2-Klasse
So sieht's aus ...

Eine der Fußballweisheiten von Jupp Heynkes lautet: »Der Sturm gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften«. Aber ist das wirklich so? Dieser These sind wir in der aktuellen B-Klassen-Saison auf der Spur … Wir haben die Sturmstarken aus Palmbach (71 Treffer), die Defensiv-Boliden aus Mörsch (15 Gegentreffer); die Entertainer aus Ittersbach (59:34 Tore) und die Effektiven des KFV (48:36 Tore).

Aufstiegskampf

Der Fünf-Punkte Vorsprung des TSV Palmbach beruht auf der Tatsache, dass die Biehl-Jungs bisweilen bereits 17 Spiele absolvierten und damit einen Kick mehr als die Mörscher (16 Spiele). Somit taxiert der Vorsprung der »Schacke« auf theoretische 2 Punkte, wenn denn der TV aus dem Unteren Legel seine Nacharbeiten ordnungsgemäß ausführt. Beide Mannschaften begannen in der Lauerstellung … Erst am 12.Spieltag löste der TSV den TV, der zuvor vier Wochen auf dem Thron verweilte, ab … für eine Woche, bevor man am 15.Spieltag endgültig den Blinker setzte. Seitdem befindet sich Palmbach (10 Punkte/ letzten vier Spiele), vor den »Ofenröhrlen« (1 Punkt/ letzten zwei Spiele). Die Grünweißen aus Ittersbach stehen mit nur 15 Spielen und 32 Punkten 3 »Duppen« hinter Mörsch und 8 Zähler hinter dem Primus. Die Chancen der »Partyband« sind groß, wenn die Guhr-Garde die Geschichte mit den Abwehrenden in den Griff bekommt. Nach dem Stil, »auf Teufel komm raus«, wurde bisweilen das gegnerische Tor berannt auf Kosten der Defensivarbeit. An sechs der ersten sieben Spieltage ging das gut und der »Kuckuck« schaute aus dem obersten Baumwipfel auf das Fußvolk herunter. Seit dem 9.Spieltag stehen die Karlsbader nun auf dem undankbaren 3.Tabellenplatz. Drei Siege in Serie zum coronalen Abschluss (14:8 Tore) zeigen aber, dass die Ittersbacher die Flinte noch lang nichts ins Korn geworfen haben. Bleibt der Karlsruher FV, der mit viel Vorschuss-Lorbeeren in die Saison startete und phasenweise enttäuschte. Das Tief war wohl ein 9.Tabellenplatz am 7.Spieltag. Bei 9 Punkten Abstand zum Spitzenreiter, trotz voller Spielausbeute, besitzen die Altmeister wohl die schlechteste Ausgangslage. Es müssten schon Gummibärchen vom Himmel regnen um ein ähnliches Wunder zu erläutern, sollten die Rotschwarzen tatsächlich die A-Klasse erreichen.

Abstiegskampf   

Geht der Abstiegskampf bereits beim Zehnten, FC Español Karlsruhe II, los? Die »Spanier« sollten bei 7 Punkten Vorsprung auf das Schluss-Duo kaum in die Bredouille kommen, könnte man meinen. Ein wenig prekärer erscheint die Lage beim Elften von der Tagweide, die ja bekanntlich nur eine Liga tiefer als die eigene Erste beherbergt ist. Das macht die Aufgabe der Ender-Entourage so spannend. Sechzehn »Duppen« sammelten die »Hasepelz« vor dem Winterschlaf, der aufgrund der Nähe zum Keller recht unruhig verlief. Seit drei Spielen haben die Rotblauen nicht mehr gewonnen; der aktuelle Rang (11.) ist die bisher beste Platzierung im Rundenverlauf. Ein wenig überraschend - die Albtal-Elfen aus Völkersbach (12.) und Herrenalb (13.) im Rahmen der Verstoßenen. Die »Besebinder« (15 Punkte) stehen kurz vor dem 50.Gegentor und verfielen ab dem 7.Spieltag (4.) in ein tiefes sportliches Koma, das mit dem vorletzten Platz an den Spieltagen 12, 13 und 14 einen Zwischenstop erfuhr. Nach dem leichten Aufwärtstrend heißt’s nun Flagge bekennen, vor allem zuhause, wo der Wasen seit sieben Spielen keinen Sieg mehr erzielte (2 Punkte, 10:27 Tore). Die Herrenalber (14 Punkte) sind bisweilen das Team, das vielleicht am meisten enttäuschte. Acht Unentschieden halfen dem Neuling, der eigentlich mit viel Eigendynamik (Aufstieg) in die Saison starten sollte, nicht wirklich. Auf dem letzten Platz begonnen, konnte der Zweitletzte der Heimtabelle, der bekanntlich mehrere »Heime« besitzt, einmalig in den einstelligen Tabellenbereich durchstarten (10.Spieltag, Neunter). Seither ging’s wieder bergab für die »Versammelten«. Bei der SG Rüppurr II (13 Punkte) werden die Sorgen größer, denn der Abstand der »Rieberger« beträgt nur 2 Punkte zu den beiden Letzten. Mit 61 Gegentreffern hat die Truppe die zweitschwächste Abwehr; der Vierte des 1.Spieltages konnte im weiteren Verlauf der Runde nie mehr einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Nach dem Trainerwechsel (Blè für Schön) soll nun die Fahrt wieder in ruhigere Gewässer führen.

Am Ende der Tabelle finden wir die »Kroaten« und die »Osmanen«, die sich im weiteren Verlauf der Saison einen heißen Tanz liefern werden, wenn die Saison denn fortgeführt wird. Beide Mannschaften haben 11 Punkte und besitzen weiter gute Chancen, die Liga zu halten. Lange grüßten die Blauroten vom Tabellenende während die Kucuku-Jungs einmalig auf Platz 11 zu finden waren (11.Spieltag). Inzwischen wendete sich das Blatt. Croatia erschuf zum Jahresende ein Polster; die GSK II-Formation wartet seit vier Spielen auf einen Punkt (3:12 Tore). 

pfoschdeschuss - 24.03.2020