Kreisklasse B3 Karlsruhe • Sonntag, 30.08.26
Oberwald-Machtkampf • Tangenten-Rennen

SG
Rüppurr 2

TSV 1907
Wöschbach
Der TSV Wöschbach trifft auf seinen Angstgegner aus Rüppurr. Die vermeintlich kleinen »Rieberger« schafften es in der letzten Saison, zweimal drei Treffer gegen die »Ölfunzle« zu erzielen. Das hatte zur Folge, dass die Mannen aus Pfinztal mit nur einem Duppen aus der Geschichte gingen (3:3, 3:2). Wir müssen schon sechs Jahre zurückschauen, um einen Drilling der Gäste - allerdings als Heimmannschaft - zu erspähen. Der Pokal brachte dem TSV dazumal einen 4:1-Heimerfolg. Seither liegt auf diesem Erfolg mehr Staub als auf dem Telefonbuch von 1998. Beide Teams wissen, wie wichtig so ein Saisonstart ist. Beide Teams wollen den perfekten Beginn. Der könnte bei der Heimmannschaft weniger ambitioniert sein als beim Gast - der unbedingt gewinnen möchte und damit den achten Einsatz ohne Pleite erreichen will (5:2:0, 29:12). Rüppurr 2 hofft auf das Ende einer Heimflaute (0:2:6, 14:26).

PS
Karlsruhe 2

SpVgg
Durlach-Aue 2
Wir müssen etwas zurückblättern, aber dann finden wir einen Kick zwischen diesen beiden Teams. Mit einem 1:1 ging der damalige Einsatz im Jahre 2010 am Dammerstock aus. Wolfgang Barnick war Zeuge eines Spiels der B3-Liga. Sechzehn Jahre später wird die Akte wieder aus dem Keller gezerrt. Zum zweiten Mal pilgert eine violette Burschenschaft durch den Oberwald, um bei der Post vorzuspielen. Kann der »Rahmdieb« im »Rahmbeutel-Reservat« den siebten Auswärtssieg in Serie produzieren (25:10)? Die heimischen »Indianer« kommen aus dem C-Liga-Alltag und feierten den Doppelaufstieg. Sieben Spiele sind die Blauweißen mittlerweile ungeschlagen (6:1:0, 20:8). Ordentlich Rückenwind im Gefieder; den nicht nur der Briefträger auf dem Fahrrad nutzen sollte. Man darf gespannt sein, wie das erste B-Klassen-Match auf die Haus-Riege wirkt.

FVgg 06
Weingarten 2

SpVgg 06/07
Söllingen
Der Name ist Programm … Andre Schötteldreier wird am kommenden Sonntag den Kampf um den Drilling leiten. Der ehemalige Kreisligist beim langjährigen B-Ligisten. Gerade einmal zwei Jahre ist es her, als die SpVgg Söllingen hier im Lärchenweg der ersten FVgg-Equipe mit 0:2 unterlag (Kreisliga). Vier Jahre lautet die Distanz zum letzten und einzigen Tanz mit dem kleinen »Klemmbeitel«. Der Pokal war es 2022, der die »Dorndreher« nach Waldbrücke delegierte. Damals konnte sich das gastierende rotschwarze Konsortium mit einem 4:2 durchsetzen. Sechs Buden, zwei Farben, ein Pokal - Bob Ross hätte daraus eine Landschaft gemalt. Die Rückkehr in die B-Klasse hätte man gerne vermieden. Kann der Betriebsunfall mit einem Auftaktsieg aufgefangen werden? Es wäre der dritte Drilling in Serie in der Fremde (12:1). Weingarten 2 musste sich in der letzten Saison mit einem Fluch auseinandersetzen. Elf Heimspiele ohne einen Triumph (0:5:6, 17:25). Da kann man schon von einer ausgewogenen Heimphobie sprechen.

FC Viktoria
Berghausen 2

SV
Hohenwettersbach
Das Remis beherrschte diesen Kick. Drei der insgesamt vier Miteinander endeten zwischen 2023 und 2025 unentschieden (1:1, 0:0, 2:2). Der einzige Sieg blieb dem SV Hohenwettersbach vorbehalten. Er entstand 2022 auf eigenem Gelände (C3, 2:0). Seitdem wird geteilt wie beim Kindergeburtstag. Beide Mannschaften landeten im vergangenen Rundenverlauf im Niemandsland. Nach dem Staffelwechsel der Pfinztaler kommt’s zum Gefecht zwischen Bergdorf und »Berghase«. Dabei fällt auf, dass die Heimmannschaft keine Punkte aus den letzten drei Heimspielen in der Brunnenstraße holte (6:10). Hohenwettersbach wartet hingegen seit acht Spielen auf ein Dreigestirn (0:3:5, 9:26). Da ist guter Rat teuer … und vermutlich inzwischen nur noch gegen Rezept erhältlich.

FC Südstern
Karlsruhe

SVK 1884/98
Beiertheim
Ein Spiel, das jahrelang zur A-Klasse gehörte wie der Fernsehgarten zum Sonntagmorgen. Mittlerweile folgten beide Mannschaften dem Ruf der B-Klasse - ungewollt, aber nicht unverdient. Südstern will nun mit aller Gewalt wieder zurück in die A-Liga, während Beiertheim erst einmal schauen muss, was denn überhaupt zum Erfolg führt. Den letzten Sieg einer grünweißen Einheit? Vierzehn Spiele dauert das Vakuum mittlerweile (0:1:13, 8:53). Fast 400 Minuten (398) ist es her, dass die »Schlofer« einen Treffer in der Ferne erzielten. Ganz klar - der heimische »Stern« muss stechen, um nicht gestochen zu werden. Eine erneute Verlängerung des B3-Kontrakts würde die Lotte-Siebler-Anlage mit Fragezeichen ausfüllen. Hier statuierten die Blauweißen übrigens elf Spiele ohne Niederlage (10:1:0, 40:10) - hier spielte man zwischen 2021 und 2024 viermal gegen Beiertheim ohne Pleite (1:1, 2:2, 3:0, 0:0). Die Historie führt der Gast an (8:8:10, 44:50). Ob wir das 100.Tor in diesem Vergleich erleben werden?

TSV 1905
Palmbach

DJK 1924
Durlach
Ein Highlight am 1.Spieltag findet in der Waldbronner Straße in Palmbach statt. Erst der zweite Vergleich und zum ersten Mal in Palmbach. Vor wenigen Wochen setzte die DJK-Equipe ein Zeichen und gewann vor heimischer Kulisse 3:1 (Hauswirth, Lampert, Clinca - Merklinger) im Pokal. Nach neun Spielen ohne Sieg (0:4:5, 16:31) und der Rückkehr in die B-Klasse wollen die letzten Kreispokalsieger des letzten Jahrtausends (1999) wieder an erfolgreichere Zeiten anknüpfen. Der Anfang kann gemacht werden … wenn die »Letschebacher« den Zwist beim »Schackebreiner« gewinnen. Die Grünschwarzen schlossen die letzte Saison mit einem 1:0 in Hohenwettersbach ab - der zweite Sieg in Folge (5:2). Sicherlich arrangieren sich die TSV-Jungs mit der Außenseiterrolle. Doch insgeheim träumen die Nullfünfer von einem Joker am 1.Spieltag. Außenseiter sind schließlich auch nur Favoriten mit Tarnkappe. Mit dieser Einstellung erwarten die Palmbacher den DJK.