Kreisklasse B4 Karlsruhe • Sonntag, 11.10.26
Albtal-Knaller auf der Albhöhe

FC
Busenbach 2

TSV 1909
Auerbach 2
»Wer seine Form sucht, sollte im Fundbüro nicht nach Rundungen fragen«. Krisengipfel auf der Albhöhe zwischen dem Letzten (14.,1) und dem Letzten des einstelligen Tabellenbereichs (9.,7). In der Regel gewinnen die Busenbacher dieses Duell (13:4:2, 45:17) - selten aber so deutlich wie in der letzten Runde, als die »Griewewürschd« 4:0 davonzogen (Häfele, Hofmann 2, Saalfrank). Wo ist die Form der Rotschwarzen geblieben? Ein Punkt aus fünf Spielen ohne Sieg (0:1:4, 10:16). Wer hier von einer Durststrecke spricht, hält vermutlich auch die Sahara für einen Vorgarten mit Gießproblem. Die Hoffnung liegt darin, dass der FCB 2 in der Vergangenheit oft bewies, dass man es kann, und im Laufe der aktuellen Saison nie abgerieben wurde. Auerbach 2 startete relativ geschmeidig in die Saison, bevor man dann von Pleiten und Pannen eingeholt wurde. Nach dem 0:4 gegen Spitzenreiter Grünwettersbach/Stupferich 2 addieren die »Kugelbax« drei Spiele ohne Punkt (0:9) und 305 Minuten ohne Treffer. Das gegnerische Tornetz könnte inzwischen unter Denkmalschutz stehen - von Auerbacher Seite sind jedenfalls keine Eingriffe zu befürchten.

SSV 1847
Ettlingen 2

TSV 1905
Reichenbach 2
Mit ø 0,5 Punkten pro Spiel schaffen es die »Schwalben« rechnerisch, in jedem zweiten Spiel einen Punkt einzureihen. Nur der Letzte aus dem Nachbarort hat einen schlechteren Wert (ø 0,20). Hinzu kommen die einzige rote Karte im Liga-Alltag der B4 und 3 Dupfen auf der Habenseite. Gegen den TSV Oberweier unterlag man 1:4 - die dritte Schlappe in Serie (5:18). Hinten herrscht ein Durchzug, da würde selbst ein Windrad seekrank. Wer oder was sollte dem Zwölften helfen? Die Ettlinger werden nicht den Samariter spielen. Der Achte hinkt weiterhin den Leistungen der letzten Saison hinterher. Doch der »Dohlenatz« scheint den Knall gehört zu haben und bewies in den letzten 180 Minuten Charakter und Moral (2:0:0, 7:1). Mir kommt es so vor, als sei ein Prinz aus dem angrenzenden Schrebergarten erschienen und habe die Schlossfestspielstadt-Fusion mit einem Backen-Lecker wach gemacht. Dornröschen hatte es leichter - die musste nach dem Aufwachen nicht gleich ins Gegenpressing. Sollten die Baggerloch-Buben auch beim »Schwalben-Schießen« überzeugen, dann ist die anfängliche Rohkost ein Fall für den Komposthaufen. Die letzten Vergleiche der beiden Kontrahenten wurden anno 2010/2011 kreiert. Ettlingen 2 gewann daheim 4:1 und unterlag in Waldbronn 0:2.

SpG Grünwettersbach/
Stupferich 2

TSV 1907
Etzenrot
Der Spitzenreiter bittet den »Heidebückel« zum Tannweg-Tanz an der Balinger Straße. Vier Punkte haben die Hausherren als Distanz zum Zweiten angelegt, selbst stehen sie bei 16. Die beste Offensive (22) hatte zuletzt mit dem TSV Auerbach 2 keine Mühe und gewann 4:0. Zehn Striche aus den letzten vier Begegnungen (16:5) - die »Bergdorf-Qualitäts-Fusion« wird ihrer Favoritenrolle gerecht. Etzenrot spielt durchschnittlich im Durchschnitt der B4-Liga seinen Part. Als Siebter (8) hat man ebenso 8 Punkte auf der Habenseite wie im letzten Jahr. Selbst ein Finanzbeamter würde diese Entwicklung mit einem ungeduldigen Trommeln auf der Tischplatte quittieren. Dennoch hadert die Waldbronn-Equipe mit einem 1:1 gegen Sulzbach; mit drei Spielen ohne Sieg (0:2:1, 3:5) und mit einer mageren Torbeteiligung von ø 3,33 Buden pro Bahn (20). Mit einem Duppen beim »Fernmelder« könnten »Stubi’s« Buben wohl ganz gut in die kommende Arbeitswoche starten. Dafür müsste man der besten Offensive allerdings erst einmal die Leitung kappen - gutes Zureden hat noch keinen Kabelbrand gelöscht.

TSV 1911
Oberweier

VfR 1909
Ittersbach
Der »Stachelritter« überzeugte mal wieder mit einem feudalen 4:1 über den TSV Reichenbach 2. Man weiß bei Blauweiß nicht, woran man ist. Mal Ritterrüstung, mal im Nachthemd zur Belagerung. Der Drilling über die »Rauchschwalben« beendete vier Spiele ohne Punkt (6:13), die zuvor für viel Lethargie gesorgt hatten. Jetzt wird’s aber verdammt schwer für den Zehnten (6), wenn der Ittersbacher »Kuckuck« am Haberacker nach Beute sucht. Gegen jenen VfR fassten die Hausherren im letzten Jahr 13 Gegentreffer (2:6, 0:7). Vor dem Spiel fehlen dem TSV im Vergleich zur letzten Runde 4 Punkte. Der VfR bilanziert einen Duppen im Plus und einen 3.Tabellenplatz (11). Allerdings sind die Gäste nicht sonderlich erfreut, denn man befand sich mit der besten Defensive (7) auf dem Weg zum Gipfelkreuz, ehe der SC Schielberg den VfR mit einem 2:1 einbremste und mit Auflagen versah. Da hing man schon gedanklich das Gipfelfoto ins Vereinsheim, während unten einer die Leiter einlud. Dreizehn Spiele war man zuvor ungeschlagen (7:6:0, 47:17).

FV
Sulzbach

ATSV
Mutschelbach 2
Die »Mutschis« an der Alten Reute … Das hatten wir schon mal im vergangenen C-Klassen-Jahr. Damals setzte sich der »Ullebächer« hier 2:0 durch, um mit einem 4:2 an der Waldenserstraße nachzulegen. Für die »Mutschis« eine Begegnung mit Hin- und Rücktritt. Jetzt ist die B-Klasse das Zuhause der beiden Belegschaften, und die soll es über das Saisonende hinaus auch bleiben. Die Haus-Gemeinde holte bislang 4 Punkte, zuletzt mit einem 1:1 gegen Etzenrot. Die schwächste Mannschaft mit positivem Kunden-Konto (+1) liegt in Sachen Disziplin auf dem letzten Tabellenplatz (10/1/0). Sportlich ein schmales Polster, im Umgang offenbar die grobe Körnung. Mutschelbach 2 kam mit einem 3:2 über den FV Malsch 2 zu einem Dreigestirn. Heimspiele sind die große Stärke der Blauroten. Im Fernverkehr konnte der Fünfte (10) bei Weitem nicht die Präsenz zeigen wie auf heimischem Waldenser-Boden. Als würde man beim Abschließen des Vereinsheims versehentlich auch das eigene Talent mit wegschließen.