Kreisklasse B4 Karlsruhe • Sonntag, 25.10.26
Absteiger beim Aufsteiger an der Alten Reute

FC
Busenbach 2

ATSV
Mutschelbach 2
Ein Treffer entschied den letzten Kick auf der Albhöhe zugunsten der »Griewewürschd« (1:0). Dieses Ereignis liegt allerdings dreizehn Jahre zurück (2013, B2). Durchaus möglich, dass sich diese Geschichte am kommenden Spieltag wiederholt, denn die heimischen Jungs aus Waldbronn haben den Erfolg wiedergefunden. Der Derby-Dreier gegen den TSV Etzenrot (2:1) war der zweite Sieg in Serie (5:1). Mit 7 Zählern konnten die Rotschwarzen erst einmal die rote Zone verlassen (10.). Mutschelbach 2 entwickelt sich eher konträr. Ein 0:7 gegen den Spitzenreiter Grünwettersbach/Stupferich 2 bedeutet den 7.Tabellenplatz, nachdem zuletzt lediglich ein Duppen aus 180 Minuten eingespielt wurde (1:8). Eine Entwicklung, bei der selbst der freie Fall inzwischen Überholverbot beantragen müsste. Die Historie spricht leicht für den »Schmierbrenner« (3:3:4, 15:18) - die aktuelle Form für die Busenbacher.

SpG Grünwettersbach/
Stupferich 2

SV
Langensteinbach 2
Spitzenspiel am Tannweg am kommenden Spieltag. Zumindest anhand der tabellarischen Konstellation … punktuell aber kann aktuell Langensteinbach 2 mit einem Drilling höchstens »rankommen«. Fünf Punkte trennen den Branchenführer (22) vom Verfolger (3., 17). Die Gastgeber verklopften am letzten Wochenende den ATSV Mutschelbach 2 mit einem 7:0. Damit unterstreicht »GrünStupf« die These, mit dem besten Sturm (33) die Abrissarbeiten zu bewältigen, die ein wichtiger Bestandteil der Unterhaltung darstellen. Die Bergdorf-Equipe beteiligt sich an ø 5,38 Treffern (43) und ist bereits sechs Spiele ohne Pleite (5:1:0, 27:5). Kann Langensteinbach 2 dem »Phönix« die Flügel stutzen oder reiht man sich nahtlos in die Opferliste ein? Mit einem 2:0 über Sulzbach bleibt die fairste Equipe (10/0/0) in Lauerstellung. Der dreifache Spitzenreiter und letztjährige A-Ligist müsste den kommenden Austausch positiv gestalten. Bei einer Pleite an der Balinger Straße wäre der Abstand dermaßen adipös, dass die »Oierkuche« ein Fernglas benötigen, um den Vogel auf dem Gipfel zu erspähen.

SSV 1847
Ettlingen 2

SC
Schielberg
Nur vier Mannschaften haben ein positives Torverhältnis. Zu denen gehört auch der SC Schielberg als Vierter (+12) und Letzter dieser Gruppe; gerade einmal 2 Duppen vom Zweiten entfernt. Gewinnt der Vierte (15) den kommenden Einsatz am Baggerloch, dann darf der Remis-König (3) mit der stabilsten Defensive (8) mit den Dicken wippen. Mit dem 5:0 gegen den TSV Oberweier zählt der »Dachtrofschwob« sieben Spiele ohne Pleite (4:3:0, 20:8). Die Vita der Kreisstädter (6.,11) wirkt launenhaft bis divenhaft. Schwacher Beginn; starker Zwischenspurt und zuletzt mit einem 1:5 gegen Ittersbach auffällig. Eine Dramaturgie, bei der selbst eine venezolanische Telenovela mit der Zunge schnalzt. Zuhause holte der »Dohlenatz« zuletzt 7 Punkte aus drei Spielen (9:5). Der Sechste wird dem SC Schielberg sicherlich Paroli bieten. Ob es letztendlich zu einem Ertrag reichen wird? Auch auf der anderen Seite walten Launen und Schwankungen. Die Regel sagt, dass Schielberg zwei Treffer in Ettlingen erzielt, die stets 3 Punkte bringen (2026, 1:2, 2024, 0:2, 2021, 0:2). Ausnahmen bestätigen die Norm, die keine Teilungen duldet (2:0:7, 7:22). So wird’s auch bleiben. Zumindest nach dem Willen der Statistik, die bekanntlich nur so lange recht hat, bis irgendein Fußballer auf die absurde Idee kommt, sich nicht an sie zu halten.

TSV 1909
Auerbach 2

TSV 1907
Etzenrot
Der erste Treffer nach 484 Minuten war zugleich der Siegtreffer in der vorletzten Spielminute (89.), der wiederum zum ersten Sieg nach vier Niederlagen (0:12) diente. »Mein lieber Konrad!« Er war es, der den 1:0-Sieg über den SV Bad Herrenalb sicherstellte. Nach einer Torflaute, die selbst in der Sahara als außergewöhnliche Trockenperiode durchgegangen wäre. Der Achte erwartet beim kommenden Stelldichein den Tabellennachbarn aus Etzenrot; gegen den man nur einmal gewinnen konnte (1:2:3, 12:18). Letzte Saison lieferte man sich einen harten Kampf um einen Dreier. Führung der Gäste, die das Heimteam drehte, um sie dann wieder abzugeben (2:3). Frau Holzwarth verteilte vier Verwarnungen, einen Verweis und zwei Elfmeter. Etzenrot (9., 8) würde diesen Erfolg gerne wiederholen. Das letzte Derby endete 1:2 gegen den FC Busenbach 2, was wiederum die Krise in die Kabine brachte. Fünf Spiele - kein Sieg (0:2:3, 4:11). Drei Punkte - das große Unbekannte in der Jahnstraße. Inzwischen dürfte man dort einem Sieg so misstrauisch begegnen wie einem ehrlichen Gebrauchtwagenhändler.

FV 1910
Malsch 2

VfR 1909
Ittersbach
Nach starkem Saisonbeginn gab’s Saures für den »Storch«. Malsch unterlag am letzten Wochenende mit 1:7 gegen Kellerkind Reichenbach 2 und rutschte in den Minusbereich (-6) als bestes Kind der Negativen (5.,12). Drei Pleiten in Serie (4:14) für die Gelbschwarzen und nun den Zweiten vor dem Bug. Vom Höhenflug zum kontrollierten Absturz - wobei das Wort »kontrolliert« nach sieben Gegentreffern vermutlich als üble Nachrede gilt. Bleibt die Hoffnung auf einen heimischen Auftritt am Federbach. Der Heim-Zweite konnte den kommenden Gast zweimal schlagen (2:0:4, 9:15) - letztmals 2024, in Hin- und Rückspiel (4:2, 3:2). Letztes Jahr gab es allerdings zwei Niederlagen gegen den »Kuckuck« (0:2, 1:5). Wer wird das »Gevögel« am Wochenende für sich entscheiden? Der Storch bringt bekanntlich die Kinder, der Kuckuck schiebt sie anderen unter. Wir gehen schwer davon aus, dass der VfR seine Stellung hinter dem Spitzenreiter halten möchte. Der Dritte (17) will nach einem 5:1 über Ettlingen 2 den dritten Sieg in Serie einholen (10:2). Als beste Fern-Elf mit der durchschnittlich besten Defensive (ø 1,13 Gegentreffer) ist das ein Anspruch, den sich der VfR erkämpft hat.

SV
Bad Herrenalb

TSV 1911
Oberweier
In Bad Herrenalb hat jeder verinnerlicht, was die Stunde geschlagen hat. Drei Punkte nach dem 0:1 gegen den TSV Auerbach 2 und 21 Verwarnungen. Sieben Buden für die Siebentäler - kein Team erzielte weniger. Offenbar ist man beim Verteilen von Denkzetteln erfolgreicher als beim Zustellen von Toren. Jetzt kommt ein »Igel« ins Albtal und dem will man den Winterschlaf madig machen. Die Gäste sind nicht zu greifen - was eine Prognose über das Leistungsvermögen betrifft. Mal hü, mal hott; mal stark, mal schwach, aber mehr schwach … Die schlechteste Defensive (27) verlor die letzten beiden Spiele deutlich (1:10) - zuletzt gegen den SC Schielberg (0:5). Die Stachel blieben im Quartier. In der letzten Saison, beim Gastspiel in der Schwimmbadstraße ausahmsweise stark. Mit einem 6:0 fegten die Gäste den SVH vom Geläuf. Einer von nur zwei Siegen in zehn Treffen (7:1:2, 39:19) für das Team vom Haberacker. Frei nach dem chinesischen Sprichwort: »Wer einmal von einer Schlange gebissen wurde, fürchtet sogar ein Seil«. In diesem Fall genügt der Anblick einer Schuhbürste.

FV
Sulzbach

TSV 1905
Reichenbach 2
Mit einem Kanonenschlag meldete sich die »Rauchschwalbe« zurück in der Weltgeschichte. Vier Pleiten; sechs Treffer und zwanzig Gegentore - die Statistik eines Insolventen mit einem Fußleiden. Mit dem 7:1 gegen den FV Malsch 2 wurde der Lahmende zum Laufenden. Eine Heilung, die selbst in Lourdes eine Untersuchung wegen unerlaubter Wunderheilung ausgelöst hätte. Aber die Diskrepanz zum Vorletzten beruht auf einem Punkt Distanz (6). Der Fair-Vorletzte (16/1/1), der als einzige Mannschaft der B4 eine rote Karte verzeichnet, liegt momentan auf dem 11.Tabellenplatz brach. In Sulzbach (13.,5) könnte Beute versteckt sein. Die »Ullebächer« spielen bisweilen eine Saison ohne Höhepunkte. Nach dem 0:2 gegen den SV Langensteinbach 2 ist ein Abstiegsplatz die Bleibe des Neulings. Drei Spiele ohne Sieg (0:2:1, 2:4) vor dem heißen Tanz mit den Waldbronnern. Zwanzig Jahre ist der letzte Vergleich her. Damals setzte sich Nullfünf mit einem 9:0 und einem 9:1 durch. Die B1 war die Heimat. Damals wie heute fanden wir Norbert Geggus unter den Schiedsrichtern im Kreis. Der kommt am kommenden Wochenende, um diesen Kick zu leiten. Ein Mann als personifizierte Zeitkapsel. Während sich die Welt in zwei Jahrzehnten mehrfach meinte, sich neu erfunden zu haben. E-Lastenfahrräder, E-Zigaretten, E-Scooter … damals gab es die E-Klasse von Mercedes - basta.