Landesliga Mittelbaden • Sonntag, 13.08.26
Stupferich besucht Remchingen

SV
Huchenfeld

FV 1912
Wiesental
Huchenfeld steckt nach wenigen Spielen ebenso mit 4 Duppen im Dilemma wie im letzten Jahr (14.). Zwei Pleiten in Serie (1:5) und fertig ist der Keller-Cocktail. Die lausigste Offensive (4) schießt bekanntlich nicht in jedem Spiel einen Treffer. Gegen den Sportfreund aus Forchheim blieb die Huchenfelder Küche kalt (0:2). Es kommt das Kellerkind der Fairness-Tabelle (18/0/1), das ebenso nach zwei Pleiten (4:7) nach einem Sieg lechzt. Achtzehn Gelbe und einmal Rot - Picasso hätte zumindest bei der Farbpalette seine Freude. Mit 7 Punkten erscheinen die »Sandhasen« allerdings auf einem zivilisierten 8.Tabellenplatz. Doch eine Niete beim »Keiwel« und die Geschichte mit der Zivilisation ist Vergangenheit. Dann ist der Lack ab und aus dem »Sandhasen« wird ganz schnell ein »Katakomben-Kaninchen«. In der vergangenen Runde feierten die »Zwölfer« hier in der Hellerichstraße einen 2:1-Erfolg (Kusterer - Noureddine 2). Der einzige Drilling in fünf Treffen (3:1:1, 13:6).

SpVgg FC 07
Heidelsheim

SV 1899
Langensteinbach
Eigentlich gehen die Rutschen an den FC Heidelsheim. So war es zumeist in der Vergangenheit (11:3:5, 30:26). Doch eigentlich ist eigentlich der Bruder von scheißegal, denn im letzten Jahr erzielten die Rotblauen keinen einzigen Treffer in 180 Minuten gegen die »RambaZambas« von der Wagenburg (0:4, 0:2). Tabellarisch stehen die Teams mit 9 Duppen in der Oberetage. »Heidelse« gewann zweimal in Serie (8:3) und ist Vierter. Langensteinbach ebenfalls (15:3) und liegt auf Platz 3. Zuletzt brachte sich Blauschwarz mit einem 11:2 über Flehingen in die Gazetten … ein Ergebnis wie aus dem Videotext mit defekter Kindersicherung. Gleichbedeutend damit, dass der beste Sturm der Liga (19) zwei Dupfen mehr verbucht als vor zwölf Monaten. Vorne herrscht derzeit Goldgräberstimmung - und Heidelsheim weiß aus dem letzten Jahr, wer die Schaufel hält.

FC 1920
Flehingen

VfB 05
Knielingen
In Flehingen herrscht nach einem 2:11 gegen den SV Langensteinbach eine Stimmung wie im Wartesaal beim Urologen. »Einmal die große Hafenrundfahrt« war schließlich nicht gebucht. Tabellarisch gehört ihnen ein guter 10.Tabellenplatz (6). Sportlich sind sie derzeit mit ø 6,4 Torbeteiligungen der »Kneilofeiz« der Liga. Defensive Stabilität sieht anders aus - Pompeji hatte kurz vor Feierabend eine ähnlich entspannte Sicherheitslage. Gegen den VfB aus Knielingen muss ein Sieg her - da gibt’s keine Alternativen. Knielingen hat wie schon im letzten Jahr einen Punkt erwirtschaftet und es fällt aktuell schwer, drei Mannschaften zu finden, die hinter dem VfB landen sollen. Das 2:3 gegen den FV Ettlingenweier muss man unter der Kategorie Schiffbruch einordnen. Die Rettungswesten liegen bereit; nur rudert momentan jeder in eine andere Richtung. Nach vier Rutschen ohne Sieg (0:1:3, 6:15) wäre ein Erfolg in der Franz-von-Sickingen-Straße ein Lebenszeichen der Stumpf-Truppe. In der Saison 22/23 traf man zweimal aufeinander. Die »Barfüßler« sahen recht nackt aus (0:0, 0:2).

VfB
Bretten

1.FC
Ersingen
Im vergangenen Jahr hatten die Ersinger zum gleichen Zeitpunkt 11 Duppen. Jetzt sind es gerade einmal zwei und ein Rang im Tiefkeller (16.). Sieben Spiele ohne Sieg (0:4:3, 11:16) - Armin Laschet lässt grüßen. Mehr Stillstand war zuletzt nur beim BER vor der Eröffnung. Jetzt erfolgt ein Kampf gegen den VfB Bretten, der ja tabellarisch in anderen Sphären fightet. Die »Spitalmucken« haben zwar den Unterhaltungswert einer Modeschau beim »Lichtbund«. Die beste Defensive (4); beteiligt an zehn Treffern (ø 2,5); steht aber auf dem 5.Tabellenplatz (9). Sollten die Brettener den kommenden Termin gewinnen, dann sind sie dabei. Die Erinnerungen sind aber suboptimal, denn vor wenigen Wochen schied man im Pokal gegen Ersingen aus (1:2 n.V.) und auch das letzte Liga-Heimspiel 2022 endete 0:2. Ersingen ist für Bretten offenbar das Schlagloch, das man kennt und trotzdem jedes Mal mitnimmt.

FC Olympia
Kirrlach

ASV 1902
Durlach
Der »Spraddel« empfängt am kommenden Spieltag den Tabellenführer aus der Liebensteinstraße. Im letzten Jahr hieß es 0:3, nachdem Kirrlach am Turmberg 7:2 gewann. Historisch gesehen ist der Hausherr nur zweiter Sieger (4:3:6, 22:23). Daran wird sich auch nach dem kommenden neunzigminütigen Machtkampf nichts ändern. Der Zwölfte (5) hat ebenso 5 Duppen wie im letzten Jahr - ist aber dato Letzter des Benehmens (13/3/0). Drei Ampelkarten in fünf Spielen - »Holla die Waldfee vom Waldstadion«. Nach drei Spielen ohne Sieg (0:1:2, 6:9) wirkte ein 3:3 gegen den Keller-Insassen Ersingen wie ein Freigang mit Fußfesseln. Dass sich die Durlacher eine Blöße in Kirrlach geben? Der Primus gewann sechs Mal in Serie (23:6) und verfünffachte seine Punktausbeute vom letzten Jahr. Selten haben wir die »Letschebacher« dermaßen präsent erlebt. Die Zeit wird zeigen, inwieweit die Truppe und der Verein gefestigt sind. Sportlich sind die Ouaki-Jungs derzeit kaum zu greifen.

FC
Nöttingen 2

SG
Stupferich
Nach dem ersten kleinen Dämpfer muss die SG Stupferich nach Remchingen reisen. Der Elfte aus Nöttingen ruft, der sein Punkte-Konto im Vergleich zur letzten Saison halbiert hat (5). Gerade verloren die »Siebsaicher« gegen den Tabellenführer aus Durlach 1:2. Daheim sind die Burschen aber seit acht Spielen ungeschlagen (5:3:0, 23:17). Die Gleiwitzer Straße ist derzeit weniger Sportplatz als Zollstation - Punkte werden dort nur ungern ausgeführt. Die SG kommt als Zweiter (13); als Fairster (6/0/0) und mit fünf Spielen ohne Pleite (4:1:0, 17:6). Nicht viele zweifeln daran, dass die »Pelzmüller« in Nöttingen punkten. Am liebsten dreifach und nicht einfach, wie am letzten Wochenende gegen Aufsteiger CoSchwa (2:2). Die zeitnächsten Vergleiche? Zweimal 3:3 im letzten Jahr - die ersten zwei Teilungen in der Historie (3:2:2, 17:14). Sechs Tore pro Vorstellung - dagegen wirkt ein Wespennest im Mähdrescher wie eine Bibliothek.

SpVgg
CoSchwa

FV Sportfreunde
Forchheim
Dem Zweiten einen Duppen geklaut - CoSchwa scheint den Existenzkampf in der Landesliga angenommen zu haben. Die Mannschaft sammelt im Stile einer Waldhexe Punkt für Punkt ein und kommt momentan auf 5 Duppen und einen 13.Tabellenplatz. Kein großer Raubzug - eher Kräutersammeln mit Tabellenwirkung. Die Mission führt die »Rechenmacher« nun zu einem Heimspiel gegen den Mitaufsteiger Sportfreunde Forchheim, der bisweilen überzeugt und bereits 6 Punkte auf der Habenseite hat. Der Neunte kommt mit einem 2:0-Sieg über Huchenfeld im Rücken und ist bereit für einen weiteren Streich. Zwei Aufsteiger unter sich - die Welpen sind aus dem Korb. Es wird der erste Vergleich zwischen dem »Grießer« und der Elf aus Straubenhardt sein. Die Historie beginnt bei null …