Landesliga Mittelbaden • Sonntag, 04.10.26
Kirchbergjungs im Brenk-Stadion

FV Sportfreunde
Forchheim

VfB
Bretten
Beim Sportfreund ist die Euphorie gewichen - es gilt der raue Landesliga-Alltag, der wenig Fehler zulässt und diese konsequent bestraft. Das hat man mittlerweile in Rheinstetten gemerkt, und wenn das Team den Quotienten nicht reduziert, dann ist der langjährige Traum von der Landesliga schneller ausgeträumt als die Hoffnung auf saubere Tische bei McDonald’s. Mit dem 2:5 in Kirrlach sind es vier Niederlagen in Serie (5:12) für den Vierzehnten (6) mit der bequemsten Offensive (9). Leichtes Spiel für den VfB Bretten (6.,15)? Mit Sicherheit nicht, denn Bretten ist aktuell das, was man einer Frau in den Wechseljahren zuspricht: Launen und wenig Beteiligung. Die »Spitalmuck« war bei 26 Hütten involviert (ø 3,25) - Zirkus ist woanders, hier erschießt der Dompteur die Konfettikanone mit einem Betäubungspfeil. Nüchtern konnte man unter der Woche den FC Nöttingen 2 mit 2:1 besiegen. Nüchtern und ergebnisorientiert wird man das kommende Spiel angehen.

SG
Stupferich

1.FC
Ersingen
Der Spitzenreiter dankt dem 1.FC Ersingen für seinen Einsatz am letzten Wochenende, bevor man ihn malträtiert - die Dankeskarte steckt schon im Bolzenschussgerät. Ersingen konnte am letzten Wochenende eine Sensation kredenzen. Als ein Team, das neun Spiele nicht mehr gewinnen konnte (0:3:6, 17:27), zog man den Tabellen-Zweiten aus Durlach mit einem 6:2 über den Tisch. War das der Startschuss für einen anderen 1.FC oder einfach nur ein sensationelles Strohfeuer? Natürlich kommt das schwächste Auswärtsteam als absoluter Ultra-David ins Brenk-Stadion. Der Fünfzehnte (5) will die Null-Chance-Geschichte positiv nutzen. Stupferich, Spitzenreiter, wird’s egal sein. Wie ein Rasenmäher fegt der »Pelzmüller« im Liga-Alltag umher. »Ist die Verbandsliga wirklich das Ziel?« Anscheinend, denn mit neun Spielen ohne Niederlage (8:1:0, 29:10) sind die Fairsten (13/0/0) die Erfolgreichsten. Mit dem 4:2 über Bretten sind es momentan 25 Punkte auf der Habenseite, vier Zähler vor dem Verfolger vom Turmberg. Anno 2023 siegte Ersingen 5:0 am Eichwald; in der vergangenen Runde erfolgte ein gerechtes 2:2. Doch die Geschichte ist blau und rot und spricht der SG fünf Triumphe zu (5:1:2, 17:18).

FC
Östringen

SV
Huchenfeld
Der Heim-Zweite und Gesamt-Vierte (17) liegt 5 Punkte hinter dem Wert des vergangenen Jahres und 4 Striche hinter dem aktuellen Tabellenführer. Dennoch ist »Östringen noch nicht verloren!« Ganz im Gegenteil, denn die »Wicker-Wacker« spielen am Wochenende am Waldbuckel, und hier sind die Blauweißen 21 Spiele ohne Niederlage (20:1:0, 70:13). Gewinnen die Hausherren ihr Heimspiel wie in den Jahren 2026 (3:0), 2024 (5:1, 5:0) und 2022 (6:1), dann sind die »Zimmermänner« doch bei den Leuten. Der »Huchi« ist nach einem 5:1 über Knielingen das derzeit beste Team mit einer negativen Tordifferenz (-2) - unter den Einäugigen ist der mit dem frisch polierten Glasauge König. Der Neunte (13) wird über seine Vergangenheit in der Waldstraße gesprochen haben. Das Ganze hört sich hierbei gar nicht so schlecht an, denn der SVH war in fünf der zwölf Begegnungen der Capo (6:1:5, 36:21). Hier liegt der Ansatz, wenngleich Auswärtsspiele bisweilen ein Schlachtfest bedeuteten. »Wer von euch kommt in die Fleischwurst«, lautet hier die Frage.

VfB 05
Knielingen

SpVgg
CoSchwa
Es ist wohl eines dieser Spiele, die man gewinnen muss, sonst … Dem VfB 05 steht jetzt schon das Wasser bis zum Hals, obwohl man am Rhein Tiefgang bilanziert. Irgendwie ist beides vereint beim Fußballclub der »Holzbiere« Hört sich an wie Schwimmflügel aus Beton. Nach einem insgesamt recht deutlichen 1:5 gegen Huchenfeld ist es ein Duppen aus drei Spielen (0:1:2, 3:14). Der Sechzehnte (5) analysiert 4 Punkte mehr als vor einem Jahr, aber drei weniger, als man benötigt, um am rettenden Ufer zu verweilen. Einen bedeutenden Schritt weiter ist der Neuling aus CoSchwa, der trotz zweier Pleiten (1:8) bereits 11 Zähler auf der vereinseigenen Kante wähnt. »Spare in der Zeit, dann hast du in der Not«. Der Elfte hat die Möglichkeit, mit einem Dreier in den einstelligen Bereich zu stolzieren. Zuletzt mussten die Schwaben eine 0:4-Niederlage gegen den SV Langensteinbach hinnehmen. »Fast in der Pfalz« soll jetzt »gedreiert« und gefeiert werden - die Spätzlepresse steht schon auf Sektdusche.

SV 1899
Langensteinbach

FC
Nöttingen 2
Dass beim SV Langensteinbach im Defensivbereich eine Null erscheint, ist eher selten. Der »Oierkuche« ist eigentlich ein ganz Verrückter, der es hinten offenhält und vorne Offenheit erzwingt - als hätte ein Exhibitionist die Taktiktafel übernommen. Dass das nicht immer gut geht, kann man einsehen. Die beste Sturmreihe (32) bekam 11 Gegentreffer und verzeichnet zwei Saisonniederlagen in acht Spielen. Sieben beziehungsweise vier Duppen beträgt der Abstand zum Spitzenreiter vom Eichwald. Zuletzt gewannen die Habich-Jungs 4:0 gegen die SpVgg CoSchwa - der dritte Sieg in Serie für den Dritten (12:1). Keiner zweifelt daran, dass man den anstehenden Zweikampf gegen die »Siebsaicher« aus Remchingen mit einem Drilling schmückt. Die Violetten unterlagen gerade dem VfB Bretten mit 1:2; stehen mit 11 Zählern auf dem 10.Tabellenplatz und sind das schwächste Team der Mannschaften, die eine positive Tordifferenz aufweisen (+1). Acht Hütten sahen die Zuschauer beim letzten Gastspiel der Nöttinger an der Wagenburg 2025 (4:4) … Sieben Teilungen; sieben SVL-Triumphe und 10 Drillinge für den FC Nöttingen 2 (7:7:10, 47:49).

TSV 05
Reichenbach

SpVgg FC 07
Heidelsheim
Siebter (13) gegen Fünften (15) und von einem Kellergeist weit entfernt. Ein Spiel aus dem Tabellenzentrum … Reichenbach (7.) war im vergangenen Jahr ein Kurzzeitgast in der Verbandsliga, wohin man gerne wieder hinwill. Doch mit den bisherigen Darbietungen ist ein Ligasprung so wahrscheinlich wie Heimweh bei einem geklauten Einkaufswagen. Zuletzt holte der TSV zwei Dreier in Serie (7:2); was zumindest den Blutdruck in Wallung bringt. Heidelsheim (5.) unterlag dem FC Östringen (1:3) und verzeichnet zwei Pleiten in Serie (2:5). Der Lack beim »Melkkiwwelreiter« scheint ab zu sein. Die Rolle des Getriebenen und von Traditionen gebeutelten FC - die gleiche wie in den Jahren zuvor. Irgendwo zwischen Lagerbeständen und Listen finden wir den FC 1907 im Egaloland. Tradition verpflichtet … Die Statistik zwischen den Teams liegt dermaßen im Wasser (10:4:10, 32:27), dass man meint, keinen Favoriten ausmachen zu können. »Richtig!« würde ich sagen. »Schaut, dass Tagesform im Trikotkoffer verstaut ist!«