
FV 1911
Graben

KIT SC 2010
Karlsruhe
KIT SC beweist nach Horrorstart Moral und holt nach 3:0 Rückstand einen Punkt beim FV Graben
Im ersten Spiel der neuen Saison 2026/27 wurde der KIT SC auf dem Naturrasen des FV Graben erst einmal kalt erwischt. Ein Freistoß aus halblinker Position in der fünften Minute, getreten von Grabens Rahul Daniel Abaci, wurde länger und länger und schlug oben rechts im Toreck ein. Nur fünf Minuten später stand Luca Klee nach einer Ecke des FV Graben am langen Pfosten blank und köpfte zum 2:0 ein. In der 19. Minute wurde dann der alptraumhafte Start in das erste Rundenspiel perfekt gemacht, wieder war es Abaci, der der Abwehr entwischte und aus kurzer Distanz einschob. Nun galt es für die Mannschaft des KIT SC, Moral zu zeigen und sich wieder zurück in diese Partie zu kämpfen. Nach den ersten 20 Saisonminuten war man beim Aufsteiger FV Graben absolut ins Hintertreffen geraten.
Die Mannschaft des KIT SC schüttelte sich kurz und bewies im weiteren Spielverlauf vor allem Moral und Kampfgeist, um an diesem Nachmittag doch noch etwas Zählbares mitzunehmen. Nach der Trinkpause in der 25. Minute zog sich der FV Graben deutlich zurück und überließ dem KIT SC viele Räume, die nun auch für Kombinationsspiel genutzt wurden. Nachdem vorher viele Angriffsversuche des KIT Sport Club verpufft waren, wurde Konstantin Wehrmann in der 38. Minute nach schöner Kombination im Strafraum von den Beinen geholt, den fälligen Elfmeter verwandelte Marius Böge sicher. Bis zur Pause entwickelte sich eine kleine Druckphase des KIT SC, der nun deutlich mehr Spielanteile hatte und auf den zweiten Anschlusstreffer drängte, der aber noch nicht fallen sollte.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde das Spiel wieder etwas zerfahrener, beide Mannschaften taten sich nun schwer, nennenswerte Offensivaktionen einzuleiten. Nach der zweiten Trinkpause schaffte es der KIT SC dann wieder, das Spiel in die Hand zu nehmen und leitete eine Drangphase auf das Grabener Gehäuse ein. Als Abschluss einer Serie von Möglichkeiten war es eine Freistoßflanke von Constantin Schuppner, die von Simon Schimassek aus kurzer Distanz eingeköpft wurde. Beflügelt von diesem Erfolgserlebnis rannten die Männer des KIT SC weiter an und belohnten sich in der 84. Spielminute mit dem vielumjubelten Ausgleich. Marius Böge setzte einen wuchtigen Flachschuss aus 20 Metern perfekt in die rechte Torecke und belohnte damit die Moral und den Kampfgeist der Truppe, die bei sommerlichen Temperaturen alles reingeworfen hatte.
In den anschließenden turbulenten Schlussminuten des Spiels hielt Norman Ladwig mit zwei überragenden Paraden gegen freistehende Grabener das Unentschieden fest und beruhigte die erhitzten Gemüter seiner Vorderleute. Nach der, vor allem defensiv, durchwachsenen Anfangsphase und dem frühen deutlichen Rückstand von 3:0, kämpfte sich der KIT SC durch eine leidenschaftliche Mannschaftsleistung zurück in die Partie und nimmt verdient einen Punkt mit nach Hause.
KIT SC 2010 Karlsruhe • 17.08.26