FC Viktoria
Berghausen 2

3:2

SV
Hohenwettersbach


Leerer Tank und Pech beim Gast


Wieder einmal zollte der SV Hohenwettersbach den en masse Absagen seinen Tribut. Urlaub, Arbeit, diverse Freizeitangebote, Verletzungen, Krankheiten … machen es dem Mannschaftssport nicht leicht. Dieser Malus gehört inzwischen zum SVH wie die Farben Blau und Gelb. Konnte Coach Kuhm noch am Morgen drei Leute auf der Bank zählen, so war es bei Spielbeginn nur noch einer – und der musste aufgrund einer Verletzung nach einer halben Stunde die Piste betreten – ohne weitere Ersatzspieler. Hinzu kommt, dass die Heimmannschaft mehr Sprit im Tank hatte und aufgrund der zweiten Halbzeit verdient belohnt wurde. Hohenwettersbach fand nach der Halbzeit schlichtweg in der Berghausener Hälfte nicht mehr statt.

In Durchgang eins lief alles nach Plan – das dezimierte Gästeteam konnte die Partie offen gestalten und spielte immer stark, wenn es über die Flügel ging. Stuhldreher stieß immer wieder nach vorne und war für die viktorianische Defensive nicht zu halten. In dieser guten Phase verschossen die »Spengler« einen Handelfmeter (Schulz). Nach einer halben Stunde dann der besagte Wechsel. Der bis dahin verdammt starke Köster musste raus (33.). Sechs Minuten später konnte Göhringer aus einem Freistoß heraus einen Kunstschuss setzen, der im Giebel einschlug. »Geht doch!« Noch kurz vor dem Pausengang war es der starke Jano Schöne, der einem »Berghasen« den Ball abjagte und den in die Gasse gestarteten Jarolimek bediente. Furztrocken und brachial schlug das Spielgerät zum 0:2 ein (43.).

In Durchgang zwei der beschriebene Malus der Gastmannschaft. Berghausen rannte an, ohne allerdings die Hütte brennen zu lassen. Doch man merkte schnell, dass diese Jungs dieses Spiel noch nicht abgehakt hatten. Ein Fernschuss, der unglücklich von Schulz abgewehrt wurde, landete nach 71 Minuten im Tor der Gäste. Spätestens jetzt war klar, dass dieser Drops noch lange nicht gelutscht war. Es kam, wie es kommen musste – ein Handspiel im Strafraum führte zum Elfmeter für Viktoria die Zweite. Doch anders als der SV in Durchgang eins nutzten die Heimlinge diesen Joker und egalisierten die Geschichte (80.). In dieser Phase bäumte sich Blaugelb nochmals kurzzeitig auf und kam durch Anusic zu einer Großchance. Leider ging das Leder nicht dorthin, wo man es hinwünschte.

Die Schlussminute brach an und Referee Zöller gab zu verstehen, dass man zwei Minuten nachspielen müsste. Zwei Hohenwettersbacher Eckbälle führten zu nichts. Dass allerdings in einer zweiminütigen Nachspielzeit ein Verdruss von fünf Minuten entstehen kann, ist mir rechnerisch bis in die heutigen Morgenstunden unklar. Eine Berghausener Flanke, bei der sich ein Heimspieler durch ein plumpes Wegschieben des Gegenspielers mit zwei ausgestreckten Armen einen Vorteil verschaffte, führte durch dessen Kopfball ins Netz. Ich glaube, jeder rechnete hier mit einem Pfiff – selbst der Torschütze. Offensichtlicher geht es nicht … Das Tor zählte, die Heimmannschaft gewann 3:2 – und auf der anderen Seite standen zwölf tapfer kämpfende Hohenwettersbacher, die einen Punkt verdient gehabt hätten.



SV Hohenwettersbach • 31.08.26





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