Urteil des BFV
Unvorteilhaft

Inzwischen beschäftigen wir uns bekanntlich seit 18 Monaten mit dem Virus, der phasenweise unseren Volkssport still legte und so freuen wir uns, dass wir in der aktuellen Saison den mysteriösen 8.Spieltag bestreiten durften. Heute vor einem Jahr wurde die Bewegung an der frischen Luft auf Eis gelegt. Corona brachte uns im Alltagsleben Chaos, Schlagzeilen und den Widerspruch, den viele Aktionen und Beschlüsse mit sich brachten. Da darf der Fußballverband der Politik in nichts nachstehen. Logik und positive Lösungen so rar wie die Unterstützung kleiner Vereine in der brotlosen Zeit durch den größten Verband der Welt, der Millionen für die Millionäre der Nationalmannschaft zur Verfügung stellt. Also wurde die neue Saison mit riesengroßen Forderungen in die Wege geleitet. Große Hygienekonzepte auf Kosten der Clubs, wohlwissend dass all die tollen Ideen nicht kontrollierbar sind. Eigenverantwortung war hier gefragt. Und so kam es, dass der ASV Durlach vor nicht allzu langer Zeit einen Corona-Fall im Team aufdeckte und das machte, was man von einem vernünftigen Verein verlangt. Die Blauweißen meldeten den Fall; das Spiel wurde kurzerhand abgesagt und neu terminiert. So soll es sein, damit Vereine Vertrauen und Verantwortung gegenüber dem Zuschauer und dem Gegner vermitteln.

Wenige Wochen später entdeckte der A-Ligist, ASV Wolfartsweier, einen Corona-Fall im Team. Auch sie sahen sich in der Pflicht, den Vorfall dem Verband und dem Gegner, Neuburgweier zu melden. Daraufhin wurden beide Spiele (Erste und Zweite) kurzerhand abgesagt, um die Akteure zu schützen. Terminiert wurden die Partien hingegen nicht neu. Die Jungs vom BFV haben beschlossen, dass man die Transparenz und das vorbildliche Verhalten des Clubs vom Horbenloch mit einer Strafe in Form von einer 0:3-Niederlage in beiden Fällen sanktioniert. Das macht keinen Sinn und passt zum ganzen Gehabe um den Virus. Nun hoffen wir mal, dass dieses Vorgehen nicht dazu führt, dass Mannschaften, die in der Bredouille stehen, in naher und ferner Zukunft ihre Fälle unter den Teppich kehren. Das liegt nahe und zeigt mal wieder, wie weit diverse Herren vom Vereinsfußball und der Realität entfernt agieren.

pfoschdeschuss - 12.10.21