Verbandsliga Nordbaden • Sonntag, 23.08.26
Favorit beim Geheim-Favorit

TS 1993
Mosbach

SV Waldhof 07
Mannheim 2
Topstart der Mosbacher in die Saison. Gegen einen direkten Konkurrenten im Kellerkampf konnten die »Kiwwelscheisser« einen Big-Point im Oberwald bei der lilanen SpVgg feiern (1:0). Ein überragender Start, der jetzt fortgesetzt werden soll. Ganz anders verlief der Startschuss für die »Buwe«, die gehörig unter die Räder kamen. Kirchheim war da und schröpfte das Quadrat in vollem Umfang (0:3). Ein Fehlstart vor heimischer Kulisse, der es in sich hatte. Da war die Stimmung schneller im Keller als ein Kasten Bier nach der Mannschaftssitzung. Jetzt geht’s in die Fremde, und wenn die Blauschwarzen »Auswärtsspiel« hören, dann stockt ihnen der Atem. Ein Treffer (1:10) und ein Duppen aus den letzten fünf Konversionen. Auswärts läuft’s bislang wie ein Einkaufswagen mit drei kaputten Rollen. Mannheim gilt für den Odenwälder als Kuschelbär. In der Abstiegssaison 24/25 holte TSM 6 Dupfen gegen die Waldhof-Reserve (2:1, 2:1).

DJK/FC Ziegelh./
Peterstal

1.FC
Bruchsal
Die Heimmannschaft wurde im ein oder anderen Fall als Geheimfavorit genannt. Bruchsal hingegen ist unangefochten der Aufstiegskandidat schlechthin. Ein weiteres Versagen wäre fatal für die Barockstädter. Noch einmal am Aufstieg vorbeizurammeln, wäre langsam keine sportliche Tragödie mehr, sondern Brauchtumspflege mit Gemeinnützigkeitsantrag. Der Auftakt gegen Eppelheim - unspektakulär und dennoch zufriedenstellend. Mit einem 3:1 wurde der Neuling geglättet. Der sechste Saisonsieg in Serie (26:6) für eine Mannschaft, die als »unaufsteigbar« gilt. Dieser Nimbus soll ebenso gebrochen werden wie die Aura, dass die »Holzlumpe« noch nie die Dorf-Gemeinschaft aus Heidelberg in die Knie zwang (1:3:0, 9:6). Ob im Stiftweg oder in Bruchsal … Hin- und Rückspiel der vergangenen Saison endeten mit einem üppigen 2:2. Noch ein Remis und das Rückspiel wird womöglich im Vorfeld gewertet. Die Grünen würden den Wegfall der Wegfahrt begrüßen. Stattdessen werden ein paar neue Fußgängerzonen in Karlsruhe gebaut, bis die letzte Ladenzeile dichtmacht.

ASV
Eppelheim

FC
Zuzenhausen
Fehlstarter unter sich beim Plausch im Maurerdorf. Die »Stallhasen« erwarten den FCZ. Der ASV unterlag am 1.Spieltag keinem Geringeren als dem 1. FC Bruchsal (1:3). »Kann ma stehe lasse«. Kein Beinbruch, aber das Ende nach zwölf Drillingen hintereinander (45:14). Irgendwann endet jede Serie - selbst Assad dachte mal, Damaskus sei Homeoffice auf Lebenszeit. Eine neue Zeitrechnung beginnt am kommenden Spieltag. Zuzenhausen war schon im letzten Jahr eine Truppe für das Mittelmaß. Mal hü, mal hopp, mal »driwwer«, mal »drunna«. Der Luftikus der Verbandsliga im Egalo-Dilemma. So viel Mittelmaß würde bei der Deutschen Bahn als Fortschritt gelten. Wer jetzt aber meint, es sei das erste Duell zwischen diesen Teams, der sieht vor lauter Sträuchern kein Gebüsch. Zehn Mal traf man sich bereits, und nur einmal konnten die Hausherren einen Drilling bejubeln (1:1:8, 12:32). Eine Bilanz wie ein Besuch beim Urologen - man weiß, dass es sein muss, aber stolz erzählt man hinterher keinem davon.

SV 1920
Spielberg

TSG 62/09
Weinheim
Spielberg startete miserabel, Weinheim indiskutabel. Was sich die »Woinemer« am 1.Spieltag leisteten, das ist schlichtweg unterirdisch … neudeutsch, »spahnig«. Mit einem 0:5 unterlag man Heddesheim im Kurpfalz-Thriller, der keiner war. Das Beste, was man über die TSG sagen konnte, lautete: »Sie waren stets bemüht!« Waren sie das? Die zweite Pleite in Serie (3:10) lässt im nervösen Weinheim Fragen entstehen. Spielberg hat sich den Saisonstart ebenfalls anders vorgestellt. Sie kehrten mit einem 2:3 aus Gommersdorf heim. Vier Drillinge am Ende der Saison (14:6), die einen Aufwärtstrend offenbarten … verschwunden hinter Bäumen und Bergen gen Albtal. Desolat unterlag der »Göckler« im vergangenen April, hier auf dem Talberg, mit 0:5 gegen die Fusionierten. Nicht die Regel, denn vierzehn Mal standen die Karlsbader auf dem Treppchen (14:4:10, 51:38). Der letzte Heimsieg liegt allerdings drei Jahre zurück (2023, 4:2). Lange her im Fußball-Bereich - ein Mimikry beim Projekt, Stuttgart 21.