ATSV Kleinsteinbach

6:3
Germania Friedrichstal



Ein kurioses Spiel mit ständigem Auf und Ab

Eine „vogelwilde“ Partie lieferten sich der ATSV Kleinsteinbach und der Abstiegskandidat FC Germania Friedrichstal am Gründonnerstag. In vielen Phasen war nicht zu erkennen, welches Team im scheinbar sicheren Mittelfeld und am Tabellenende platziert ist. Die unkonzentrierte Startphase der Platzherren hätten die forsch auftretenden und durch aufgerückte Jugendspieler laufstarken Gäste in den ersten Minuten fast zu zwei Toren genutzt; der Pfosten rettete jeweils für die Gastgeber. Unsicherheiten machten sich bei diesen ähnlich wie vergangenen Sonntag in Neureut breit. Einfache Zuspiele misslangen und störten den Spielaufbau, Zweikämpfe wurden nicht an- oder ernst genommen, so dass es fast bis zur 20.Minute dauerte, bis man sich endlich durch die Gästereihen kombinierte und M.Knodel eine Flanke zum 1:0 verwertete. Als J.Grauer in der 26.Minute auf 2:0 stellte, glaubten sich die Platzherren schon auf der sicheren Seite, was dann noch durch ein Eigentor des FC Germania kurz vor der Pause verstärkt wurde.

Als dann in der 49.Minute noch das 4:0 – wiederum durch J.Grauer – fiel, trat gefährliche Selbstüberschätzung ein. Was soll uns jetzt noch passieren? Der Schlendrian, vor allem im Abwehrverhalten, wurde noch stärker, und die Gäste mit ihrem neuen Trainer Ploch witterten plötzlich nach zwei weiteren Toren zum 4:3 in der 61. und 68.Minute ihre unerwartete Chance, doch noch am Resultat zu drehen. Im Endspurt sorgten dann jedoch die Platzherren doch wieder für deutlicheren Toreabstand, zunächst durch einen strammen Schuss des eingewechselten Y. Burkhan in der 76.Minute und schließlich erneut durch J.Grauer in der 89.Minute zum letztendlichen Schlussresultat von 6:3. Ähnlichkeit zum Spiel mit vielen Toren gab es damit auch zum Hinspiel, in dem der ATSV in Friedrichstal mit 3:9 siegte.

Fazit: So darf der ATSV in der Restrunde sich wohl nicht mehr präsentieren, will er noch punkten, war die sorgenvoll klingende Analyse manches eingefleischten ATSV-Fans nach der Partie. Wird man es in den nächsten beiden Spielen gegen die Spitzenmannschaften Berghausen (12.4.) und im Nachholspiel gegen Spöck (17.4.) besser machen? Für positive Überraschungen ist der ATSV doch auch immer wieder gut, wie der 3:1 Sieg vor kurzem gegen den jetzigen Tabellenführer Forchheim zeigt. (kw)



ATSV Kleinsteinbach • 02.04.25