Sowohl Eggenstein als auch Söllingen spielten im letzten Jahr noch Kreisliga und konnten den Gang in die A-Klasse nicht vermeiden. Die Mannschaft aus dem Pfinztal konnte sich 2010 auf die Reise aus der B-Klasse in die Kreisliga und wieder zurück begeben. Eggenstein startete exakt den gleichen Gang 2015, klopfte 2019 gar an das Tor zur Landesliga, um 2022 wieder abzusteigen, bevor man 2024 erneut aufstieg und … Fahrstuhl-Feeling bei den »Jojo-Krabben«.
Gelb-Schwarz ersetzte schon vor Wochen Gianni Paglialonga intern durch Co-Trainer Sven Palma-Meinzer, während Söllingen extern Thomas Scherer für die letzten zwei Spiele installierte. Die Hoffnungen auf den bekannten »Effekt« und neue »Ideen« endeten jedoch ohne bleibenden Eindruck. Die Motivation, beim ausgeübten Hobby Erfolg zu haben, sollte in den Köpfen der Betreibenden aufgebaut werden - unabhängig davon, ob dort Xabi Alonso oder Karl Dall an der Seitenlinie tobt. Zudem holten die Söllinger im Rückrundenmodus stattliche ø 1,35 Punkte pro Einheit, während die Alemannen auf lediglich ø 0,86 Zähler kamen. Das Spiel hatte jedoch eine andere Geschichte parat und die Gelb-Schwarzen einen Gärtner, der sein Beet anständig bestellte. Dem Kapitän des dreimaligen Kreispokalsiegers, Jakob Gärtner, blieb es nach 57 Minuten vergönnt, den einzigen Treffer des Tages zu erzielen, während Volz und Co. keine Bude verbuchten.
Und so dürfen sich die Alemannen den Sturz in die B-Klasse ersparen, während die Söllinger nach sechzehn Jahren dorthin zurückkehren. Ob es gerecht ist, dass neunzig Minuten über einen Abstieg entscheiden, bleibt fraglich. Es ist aber auch nicht gerecht, dass die Dinosaurier keinen Platz auf der Arche Noah fanden. Aber wie sagt man so schön: »Du steigst nicht in einem Spiel ab!« Die Alemannen kamen mit einem blauen Auge davon. Söllingen muss analysieren, debattieren und in den sauren Apfel beißen.