Europameisterschaft der Gehörlosen
Deutschland wird Sechster


Die 10.Europameisterschaft der Gehörlosen begann für das deutsche Team mit einem 1:0 über »unbequeme« Griechen. Doch es dauerte bis zur 4.Nachspielminute, ehe die Fortuna die Adlerträger bereicherte. In der 80.Spielminute brachte Bundestrainer, Frank Zürn, im türkischen Belek, Joker Nouali, der 14 Minuten später den goldenen Treffer markierte.

Nouali war es auch, der auch im nächsten Spiel als Joker den Endstand markierte. Diesmal benötigte der Angreifer allerdings 23 Minuten (70./90.+3) und diesmal war es das 4:1 gegen Wales. Zuvor schrieben Nowark und die beiden Karlsruher, Bayer und Hoffmayer, an. Starker Beginn der Schwarzweißen, die sich im anstehenden Geplänkel mit einem weiteren britischen Team im Ring fanden. Die »Albannaich« standen auf der anderen Seite der Spielfläche. Die Schotten wurden gewogen und als zu leicht empfunden. Mit einem 4:0 spazierten die Germanen über die Ziellinie (Zalla, Nouali, Zalla, Berg).

Mehr Demütigung und weniger Spaziergang im darauffolgendem Einsatz. Die Engländer bewiesen, dass sie besser Fußball spielen können als Bier brauen und retteten mit einem 4:0 über »die Krauts« die britische Ehre. Dennoch standen die Zürn-Zöglinge im Viertelfinale und mussten nun gegen die Italiener ihren Mann stehen.

Es sollte nicht sein … und abermals gestaltete sich der Kick gegen die Jungs von der Adria als Nuss, die nur an verdammt guten Tagen zu knacken ist. In jenem Spiel reichten den Blauen vom Mittelmeer acht Minuten in Durchgang eins, um drei Treffer einzuschweißen. Nowark durfte den Ehrentreffer markieren; die Ehre hingegen gebührte Bayer, der für sein 60.Länderspiel geadelt wurde.

Hier wäre eigentlich bei herkömmlichen Turnieren die Heimreise organisiert, doch bei der Gehörlosen-Europameisterschaften werden die Plätze ausgespielt und so mussten die Deutschen nochmals gegen die Griechen ran, die ja, wie eingangs erwähnt, »unbequem« 1:0 geschlagen wurden. Doch in diesem Gefecht hatten die »Hellenen« nicht den Hauch einer Chance. Dreimal Bayer, Nowark und Aydin generierten einen 5:1-Erfolg. Wer aber jetzt meinte, die Messe wäre gelesen, der hat den Rechenweg nicht verstanden. Nochmals wurde die Elf mit dem Bundesadler aufs Grün zitiert und abermals ging es gegen die Engländer um den 5.Platz der Gesamtwertung auszuspielen. Bayers Ausgleich nach 26 Minuten brachte nicht die erwünschte Revanche. Die Buben von der Insel trafen vor dem Wechsel zum 2:1 und verteidigten diese knappe Führung bis zum Schlusspfiff.

Italien unterlag im Spiel um Platz drei 1:3 gegen die Türkei. Im Endspiel setzte sich Frankreich gegen die Ukraine mit 3:2 durch.



pfoschdeschuss - 08.06.24