Mario Herrmann (34) • FC St.Pauli Hamburg VII
»Für mich gab es nach dem KSC nur diese Option«


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FC St.Pauli Hamburg VII


Servus Mario. In der kommenden Saison läufst du für den FC St.Pauli VII auf. Wie kamst du nach Hamburg und warum ausgerechnet der FC St.Pauli?

Mario Herrmann

Durch die Liebe bin ich vergangenen August nach Lüneburg gezogen. Für mich gab es nach dem KSC nur diese Option, da ich den Verein schon immer interessant fand und der FC St. Pauli in Deutschland einer der außergewöhnlichsten Vereine ist. Zudem war es auch reizvoll für eine andere »Reservemannschaft« eines Proficlubs zu spielen. Hätte das nicht geklappt hätte ich mit dem aktiven Fußball aufgehört.

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Sieben Herrenmannschaften beim FCSP. Wie verlief das erste Training? Wie ist das beim Aufsteiger organisiert?

Mario Herrmann

Mitte Mai hatte ich mein Probetraining am Millerntor und es lief gut, da ich direkt die Zusage bekommen habe. Bezüglich Organisation kann ich nach kurzer Zeit noch nicht viel sagen, zumal das Training nach Saisonende stattfand und wir nur gekickt haben.

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Welche entscheidende Unterschiede zum KSC konntest du bisher beim FCSP feststellen?

Mario Herrmann

Auch hier fällt es mir schwer etwas zu nennen. Zumindest gibt es organisatorisch einen gravierenden Unterschied zum Karlsruher Amateurfußball. Die Vorbereitung geht bereits am 10.06. los und die Liga startet bereits Anfang August. In ein paar Monaten kann ich hierzu aber sicherlich mehr berichten.

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Du hast die letzten Jahre beim KSC II gespielt und mit vielen Treffern den Gang in die A-Klasse forciert. Was bleibt in Erinnerung von deiner Zeit im Wildpark?

Mario Herrmann

Überragende vier Jahre mit vielen tollen Leuten, zwei Meisterschaften, Torjägerkrone, vor 700 Zuschauer spielen inklusive Ultras, die 90 Minuten Stimmung (inklusive Pyro) gemacht haben, Polizeieinsatz bei der Weihnachtsfeier, Meisterfeier auf dem Kurvefeschd, Kicker-Interview, Werbung für KSC Merch, Relegation etc. Zudem noch ein Abschied mit drei Spielen und drei Toren bei dem das letzte mein 80.Ligator für den KSC II war, besser hätte es nicht laufen können.

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Was würdest du als deinen bisweilen größten Erfolg bezeichnen? Was hingegen als schwärzeste Stunde deines Fußballerlebens?

Mario Herrmann

Mein größter Erfolg war vor zwei Jahren in einer Saison Meister und Torschützenkönig zu sein. Die schwärzeste Stunde war die Corona Pause, diese hatte mich fast dazu gebracht die Kickschuhe an den Nagel zu hängen.

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Wem würdest du gerne welche Frage stellen?

Mario Herrmann

Ich würde dich fragen was deine kurioseste Geschichte aus dem Fußballkreis Karlsruhe ist.

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In welche Rolle, eines historischen Fußballspiels der Vergangenheit, würdest du gerne schlüpfen, wenn du die Möglichkeit hättest?

Mario Herrmann

In die Rolle von Oliver Bierhoff im Finale bei der Euro 96. Das liegt weniger an der Person Oli B., sondern viel mehr daran, dass man im altehrwürdigen Wembley Stadion ein Finale mit einem Golden Goal entscheidet und danach oberkörperfrei jubeln kann.



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Dein bester Mitspieler; dein ekligster Gegenspieler; dein bester Coach und der größte Entertainer, den du kennenlernen durftest?

Mario Herrmann

Es gab auf jeder meiner Stationen richtig gute Kicker, drei würde ich aber hervorheben: Dirk Hauri, Edin Tahunic und Göksel Durmus.

Auch bei den Gegenspieler gab es einige eklige Grobschlosser, aber der schlimmste war Corona. Dieser hat mich 8 Monate am Kicken gehindert.

In meiner Laufbahn durfte ich einige gute Trainer kennenlernen, für mich aber ist der beste Coach Bozidar »Bolle« Djokovic. Mit ihm hatte ich nicht nur die erfolgreichste Zeit, sondern auch das beste persönliche Verhältnis.

Neben dem Spielen sind die Entertainer/Dummschwätzer das beste am Amateurfußball. Auch hier waren einige dabei, die bis heute mein Vokabular nachhaltig geprägt haben. Mittlerweile habe ich glaube ich mehr Sprüche vergessen, als andere in ihrem Leben gehört haben. Ein Spruch von Martin Oberle sticht da allerdings heraus. Auf die Frage was er denn am Wochenende macht, kam die Antwort: »Ich setz mir einen, dass im Wald die Affe belle.«

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Wie kam der junge Mario H einst zum Fußball und wer war damals dein Idol?

Mario Herrmann

Durch einen Freund wurde ich in der ersten Klasse Dortmund Fan. Durch sein legendäres 3:1 im CL Finale 97 war mein damaliges Idol das »ewige Talent« Lars Ricken.

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Mario H würde nie …

Mario Herrmann

... eine Saison ohne Torerfolg abschließen.

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Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Mario Herrmann

Fußball, Kiste Bier und eine Sonnebrille



pfoschdeschuss - 10.06.24